Konsolenchips Nvidia hatte keine Lust auf die Playstation 4

Statt von AMD hätte der Grafikkern der Playstation 4 auch von Nvidia kommen können. Für den Chipentwickler war das aber eine wichtige geschäftliche Entscheidung und keine, die sich an Technik orientierte.

Anzeige

Im Gespräch mit Gamespot hat Nvidias Technologiechef Tony Tamasi erklärt, warum sein Unternehmen nicht in der Playstation 4 vertreten ist. Es gab Gespräche mit Sony, aber am Ende kam Nvidia zu dem Entschluss, "dass wir das Geschäft nicht zu dem Preis abschließen, den die Jungs bereit waren zu zahlen". Sony hat also, wie bei langfristigen Verträgen über die jahrelange Belieferung mit Chips üblich, versucht, einen möglichst kleinen Preis auszuhandeln.

Wenn Nvidia das akzeptiert hätte, so hätte sich das Unternehmen in anderen Bereichen einschränken müssen, sagte Tamasi weiter. "Letzten Endes hat man nur so und so viele Entwickler und Möglichkeiten, und wenn wir einen Chip für Sony oder Microsoft gebaut hätten, wäre das ein Chip, den wir wahrscheinlich für einen anderen Geschäftsbereich nicht hätten bauen können", sagte der Nvidia-Manager in Anspielung auf die Gerüchte, dass auch in der nächsten Xbox ein Baustein von AMD stecken soll.

Das Gespräch mit Gamespot geht nicht auf die Tatsache ein, dass es sich bei dem Baustein der PS4 um eine APU handelt, nicht nur um einen Grafikprozessor, wie ihn Nvidia für die PS3 unter dem Namen RSX entwickelt hatte. Als APU bezeichnet AMD seine Integration von x86-Kernen und einer GPU auf einem Chip. Solche Bauformen hat Nvidia mit den Tegras aber nur mit ARM-Kernen zu bieten - der schnellste, Tegra 4, soll zudem erst Mitte 2013 auf den Markt kommen. Da es sich bei Konsolen um jahrelang entwickelte Produkte handelt, bei denen auch die Spieleprogrammierer früh Zugang zu Prototypen brauchen, kam Nvidia möglicherweise schlicht zu spät.

Nvidia baut keine x86-SoCs

Zudem blieb Sony seiner schon mit der PS3 begonnenen Philosophie von möglichst vielen CPU-Kernen treu, in der PS4 stecken acht x86-Cores mit Jaguar-Architektur. In der PS3 waren es schon sieben Cell-Kerne, der achte war zugunsten einer höheren Produktionsausbeute stets deaktiviert. Auch der neue Tegra 4 arbeitet aber nur mit vier schnellen A15-Kernen, einen fünften mit weniger Takt gibt es für einfache Aufgaben, um Energie zu sparen. Dieser Kern ist bei den bisherigen Tegra-Geräten für Anwendungen aber unsichtbar und kann nur vom Betriebssystem direkt genutzt werden.

Dass sich Sony eventuell ganz gezielt nach einem x86-Prozessor mit vielen Kernen umgesehen hat, den Nvidia nicht liefern kann, erwähnte Tony Tamasi nicht. Er betonte aber, die Entscheidung gegen einen Deal mit Sony sei "keine Frage der Technik" gewesen. Ein Risiko für AMD sieht Tamasi auch: "Wir werden sehen, wie sich das aus geschäftlicher Sicht entwickelt", sagte der Nvidia-Manager.


Hotohori 18. Mär 2013

Oder NVidia weiß mehr als wir und rechnet mit einem Flop der PS4. ;)

Hotohori 18. Mär 2013

Hindert nur viele nicht daran es trotzdem zu tun. Irgendwie hab ich bei jeder neuen...

nille02 18. Mär 2013

Naja, Nvidias Antwort für dieses Jahr steht doch auch schon fest, Titan, Eine riesige...

it-boy 18. Mär 2013

Laut Interview war es technisch nicht unmöglich für Nvidea mit Sony ins Geschäft zu...

SIDESTRE4M 18. Mär 2013

Die schnellste Karte ist aktuell ne Radeon... zumindest bis die Titan kommt. Das Konzept...

Kommentieren


Corsual.com / 22. Mär 2013

Nvidia lästert über PS4



Anzeige
  1. Head of Development (m/w)
    aboutbooks GmbH, München
  2. Softwareentwickler/in Java / JEE
    BBF GmbH, München
  3. Teamleiter (m/w) Datenbankadministration
    HAVI Logistics IS GmbH, Duisburg
  4. Solution Architect (m/w)
    Loyalty Partner Solutions GmbH, Frankfurt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Electronic Arts

    Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"

  2. Apple-Zulieferer

    Wieder drei Suizide bei Foxconn

  3. Cast AR

    Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

  4. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  5. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  6. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  7. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  8. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  9. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  10. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Bitte schalte deinen Adblocker aus!
In eigener Sache
Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.

  1. In eigener Sache Golem.de und das Leistungsschutzrecht

XPS 10 und Surface: Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
XPS 10 und Surface
Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets

Zwei Hersteller von Windows-RT-Tablets haben die Preise ihrer Geräte gesenkt, für einige deutlich. Dell senkt die Preise direkt um ein Drittel und Microsoft gibt das ziemlich teure Type oder Touch Cover dazu. Die nächste RT-Generation soll sogar noch billiger werden.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter
  3. Windows-Tablet Microsoft wird neue Surface-Serie ankündigen

Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  3. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"

Zum Artikel