Kollateralschaden Stuxnet infizierte Computer von US-Ölkonzern

Die Schadsoftware Stuxnet verbreitete sich vor einigen Jahren aus iranischen Atomanlagen über das Netz. Der US-Ölkonzern Chevron hat erklärt, seinerzeit betroffen gewesen zu sein.

Anzeige

Die Malware Stuxnet hat offensichtlich nicht nur Computersysteme im Iran befallen: In den Computern des US-Ölkonzerns Chevron wurde das Programm 2010 ebenfalls gefunden.

Die Schadsoftware sei auf den Chevron-Computern gefunden worden, nachdem diese im Juli 2010 bekanntwurde, berichtet das Wall Street Journal. Da das Unternehmen großen Wert auf Sicherheit lege, habe sie aber keine Schäden angerichtet, sagte Unternehmenssprecher Morgan Crinklaw der Zeitung.

Entwichen

Die Schadsoftware hatte sich von Iran aus über das Internet verbreitet und andere Computer infiziert. Grund war wahrscheinlich ein Programmierfehler. Das sei, als ob ein experimentelles Virus aus einem medizinischen Labor entweiche, vergleicht das Wall Street Journal.

Chevron ist das erste US-Unternehmen, das öffentlich zugibt, von Stuxnet betroffen gewesen zu sein. Ob es das einzige ist, ist fraglich. Infektionen mit Schadsoftware werden gern verschwiegen.

Kehrseite des Erreichten

Er bezweifle, dass der Regierung klar sei, wie weit sich die Schadsoftware verbreitet habe, sagte Mark Koelmel, Leiter des Bereichs Geowissenschaften bei Chevron, der Zeitung. "Ich glaube, die Kehrseite dessen, was sie getan haben, ist viel schlimmer als das, was sie erreicht haben."

Die Schadsoftware Stuxnet war Teil eines großangelegten Cyberangriffs der USA und Israels gegen den Iran. Ziel der Kampagne waren unter anderem die Atomanlagen des Iran, deren Zentrifugen durch die Schadsoftware beschädigt wurden. Stuxnet soll über USB-Sticks in die Anlagen eingeschmuggelt worden sein.


derdiedas 11. Nov 2012

Hat sich Israel zur Atomwaffe bekannt? Und trotzdem weiss jeder das Sie sie haben.

ekueku 11. Nov 2012

Du meinst, die Täter auf Schadenersatz zu verklagen? Nein - denn erstens mal heißt es in...

smueller 10. Nov 2012

da gebe ich dir ja recht. aber jetzt fragen wir uns wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist...

Casandro 10. Nov 2012

a) Im besten Falle damit die ihre Sicherheitsupdates bekommen. b) In diesem Falle war es...

Casandro 10. Nov 2012

Das ist nur die Software zur Ansteuerung von Siemens-SPSen. Ähnlich wie bei Scannern wird...

Kommentieren




Anzeige
  1. Stellvertretender Teamleiter (m/w) IT-Helpdesk
    Rhenus AG & Co. KG, Holzwickede
  2. EWM Junior Consultant (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg (Reisebereitschaft)
  3. SAP BW Business Analyst (m/w)
    Fresenius Medical Care Asia-Pacific Limited, Hong Kong (China)
  4. Fachexperte (m/w) SAP-Basis
    über Invenimus Personalberatung GmbH, Großraum Leipzig

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sailfish-Smartphone

    Jolla stellt "The Other Half" vor

  2. Internet und Krieg

    Wenn Social Networks zum Schützengraben werden

  3. Instant Messenger

    Whatsapp in Deutschland immer beliebter

  4. Milliarden-Deal

    Yahoo kauft Blogging-Plattform Tumblr

  5. Electronic Arts

    Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"

  6. Apple-Zulieferer

    Wieder drei Suizide bei Foxconn

  7. Cast AR

    Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

  8. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  9. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  10. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
WebRTC und Odinmonkey: Firefox-22-Beta enthält große Neuerungen
WebRTC und Odinmonkey
Firefox-22-Beta enthält große Neuerungen

Mozilla hat Firefox 22 in einer Betaversion veröffentlicht, die einige große Neuerungen enthält. So wird WebRTC mit allen Bestandteilen in der Standardeinstellung unterstützt und mit Odinmonkey wird Javascript fast so schnell wie nativer Code. Damit aber nicht genug.

  1. Mozilla Firefox 21 mit H.264-Unterstützung veröffentlicht
  2. Webvideo Firefox spielt H.264 bald hardwarebeschleunigt ab
  3. Firefox 22 Aurora Mozilla hält an Cookie-Blockade fest

Quantum Artificial Intelligence Lab: Google quantencomputert mit der Nasa
Quantum Artificial Intelligence Lab
Google quantencomputert mit der Nasa

Google und die Nasa haben gemeinsam eine Forschungseinrichtung für künstliche Intelligenz gegründet. Mit Hilfe eines Quantencomputers wollen sie unter anderem bessere Vorhersagemodelle entwickeln.

  1. DNNresearch Google-Suche engagiert Wissenschaftler für neuronale Netze

Larry Page: "Microsoft will uns ausnutzen"
Larry Page
"Microsoft will uns ausnutzen"

Larry Page hat sich darüber beschwert, dass Microsoft bei Chatprogrammen kleingeistig sei, und sich für Interoperabilität eingesetzt. "Das ist wirklich traurig, so ist kein Fortschritt möglich", sagte er auf der Entwicklerkonferenz Google I/O.

  1. Google-Chef Larry Page leidet an einer Stimmbandlähmung
  2. Eric Schmidt Google Glass kommt später
  3. Multiscreen-Welt Google macht 3,35 Milliarden US-Dollar Gewinn

Zum Artikel