US-Ölkonzern Chevron: Kehrseite schlimmer als das Erreichte
US-Ölkonzern Chevron: Kehrseite schlimmer als das Erreichte (Bild: Susana Bates/Reuters)

Kollateralschaden Stuxnet infizierte Computer von US-Ölkonzern

Die Schadsoftware Stuxnet verbreitete sich vor einigen Jahren aus iranischen Atomanlagen über das Netz. Der US-Ölkonzern Chevron hat erklärt, seinerzeit betroffen gewesen zu sein.

Anzeige

Die Malware Stuxnet hat offensichtlich nicht nur Computersysteme im Iran befallen: In den Computern des US-Ölkonzerns Chevron wurde das Programm 2010 ebenfalls gefunden.

Die Schadsoftware sei auf den Chevron-Computern gefunden worden, nachdem diese im Juli 2010 bekanntwurde, berichtet das Wall Street Journal. Da das Unternehmen großen Wert auf Sicherheit lege, habe sie aber keine Schäden angerichtet, sagte Unternehmenssprecher Morgan Crinklaw der Zeitung.

Entwichen

Die Schadsoftware hatte sich von Iran aus über das Internet verbreitet und andere Computer infiziert. Grund war wahrscheinlich ein Programmierfehler. Das sei, als ob ein experimentelles Virus aus einem medizinischen Labor entweiche, vergleicht das Wall Street Journal.

Chevron ist das erste US-Unternehmen, das öffentlich zugibt, von Stuxnet betroffen gewesen zu sein. Ob es das einzige ist, ist fraglich. Infektionen mit Schadsoftware werden gern verschwiegen.

Kehrseite des Erreichten

Er bezweifle, dass der Regierung klar sei, wie weit sich die Schadsoftware verbreitet habe, sagte Mark Koelmel, Leiter des Bereichs Geowissenschaften bei Chevron, der Zeitung. "Ich glaube, die Kehrseite dessen, was sie getan haben, ist viel schlimmer als das, was sie erreicht haben."

Die Schadsoftware Stuxnet war Teil eines großangelegten Cyberangriffs der USA und Israels gegen den Iran. Ziel der Kampagne waren unter anderem die Atomanlagen des Iran, deren Zentrifugen durch die Schadsoftware beschädigt wurden. Stuxnet soll über USB-Sticks in die Anlagen eingeschmuggelt worden sein.


derdiedas 11. Nov 2012

Hat sich Israel zur Atomwaffe bekannt? Und trotzdem weiss jeder das Sie sie haben.

ekueku 11. Nov 2012

Du meinst, die Täter auf Schadenersatz zu verklagen? Nein - denn erstens mal heißt es in...

smueller 10. Nov 2012

da gebe ich dir ja recht. aber jetzt fragen wir uns wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist...

Casandro 10. Nov 2012

a) Im besten Falle damit die ihre Sicherheitsupdates bekommen. b) In diesem Falle war es...

Casandro 10. Nov 2012

Das ist nur die Software zur Ansteuerung von Siemens-SPSen. Ähnlich wie bei Scannern wird...

Kommentieren



Anzeige

  1. Linux Software Entwickler / Tester (m/w)
    imbus AG, München
  2. Consultant (m/w) Daten- und Prozessmanagement
    Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe
  3. Senior Auditor IT (m/w)
    Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh
  4. Datenspezialist (m/w) Geoinformationssysteme (GIS)
    PTV Planung Transport Verkehr AG, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Foto-App

    Instagram jetzt auch mit Werbefilmen

  2. Personalie

    Android-Schöpfer Andy Rubin verlässt Google

  3. Samsung, Apple und Nokia

    Welche Smartphone-Kamera ist die Beste?

  4. Filesharing

    Gesetz gegen unseriöses Inkasso tritt in Kraft

  5. Bundesverkehrsministerium

    Kennzeichen-Scan statt Maut-Vignette

  6. Haftungsprivilegien

    Wann macht sich ein Hoster strafbar?

  7. Settop-Box

    Skys Streaming-Client ist der Roku 3

  8. Steam

    Square Enix weitet Geo-Lock bei Spielen aus

  9. Smartphone

    LGs 5-Zoll-Display hat einen 0,7 mm dünnen Rand

  10. Staatsanwaltschaft Dresden

    Öffentliche Fahndung nach Kinox.to-Betreiber



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Sicherheit Der Arduino-Safeknacker aus dem 3D-Drucker
  2. Arduino Neue Details zum 3D-Drucker Materia 101
  3. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Getac S400-S3 Das Ruggedized-Notebook mit SSD-Heizung
  2. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  3. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen

    •  / 
    Zum Artikel