Abo
  • Services:
Anzeige
Logo der Knowledge Engine vom Juni 2015
Logo der Knowledge Engine vom Juni 2015 (Bild: Wikimedia Foundation)

Wales wirft Kritikern Paranoia vor

Stirnrunzeln bereitet manchem Wikipedianer die Formulierung, wonach das Projekt "Prototypen" für die künftige Ausgestaltung der eigentlichen Enzyklopädie Wikipedia.org entwickeln soll. Befürchtungen, dahinter könnte die computergenerierte Erstellung von Artikeln aus Wikidata stehen, wies Wikipedia-Gründer Jimmy Wales auf seiner Diskussionsseite als "unnötig paranoid" zurück. Dies sei schon allein aus technischen Gründen nicht umsetzbar und würde große Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz erfordern.

Anzeige

Zudem verfüge die Stiftung nicht über die erforderlichen Mittel, um eine direkte Konkurrenz zu Google oder Bing zu entwickeln. Solche Berichte seien "komplett und vollständig falsch", schreibt der Wikipedia-Gründer. Wales selbst hatte mit dem Google-Konkurrenten Wikia Search schlechte Erfahrungen gemacht und das Projekt im Jahr 2009 eingestellt. Er wollte aber nicht ausschließen, dass die Wikipedia-Suche künftig auch akademische oder frei zugängliche Inhalte umfassen könnte. Das Wikipedia-Motto "Sei mutig" könne durchaus auf solche Gebiete ausgedehnt werden.

Kampf um die besten Programmierer

So richtig zufrieden sind viele Wikipedianer mit den bisherigen Antworten der Stiftung aber nicht. In der Mailingliste wird beispielsweise darauf verwiesen, dass es durchaus schon erfolgversprechende Projekte gebe (Reasonator), um aus Wikidata-Inhalten automatisch einen Artikel zu generieren. Was die Community am meisten stört, ist vor allem das widersprüchliche und intransparente Gebaren des Vorstands und der Geschäftsführung.

Ob die neue Suchmaschine jemals programmiert wird, hängt nach Ansicht der Spendenvereinbarung auch davon ab, ob dafür im Silicon Valley das geeignete Personal gefunden werden kann. Angesichts der starken Konkurrenz von Startups und etablierten IT-Firmen sei es schwerer denn je, hochqualifizierte Programmierer zu finden und zu halten. Vor diesem Hintergrund wird verständlicher, warum die Stiftung den früheren Personalmanager von Google und Tesla, Arnnon Geshuri, für sich gewinnen wollte.

Vorstand mit großer Nähe zu Google

Beobachter sehen im aktuellen Streit daher eine Art Stellvertreterkrieg über einen fundamentalen Wandel von Wikimedia. Die Stiftung entwickele sich vom Betreiber des Online-Lexikons zu einem normalen Tech-Unternehmen des Silicon Valley, das allerdings auf Spenden und die freiwillige Mitarbeit der Autoren angewiesen sei, heißt es auf Vice.com. Schon Anfang des Jahres hat die Signpost darauf hingewiesen, dass die Vorstandsmitglieder mehrheitlich mit Google verbandelt seien.

Dass das Online-Lexikon der technischen Entwicklung folgen muss, steht außer Frage. Indem Suchmaschinen wie Google neben den Suchergebnissen eine Kurzfassung von Wikipedia-Artikeln anzeigen, gehen dem Lexikon viele Leser und damit potenzielle Unterstützer verloren. Eine gut funktionierende Suche, die alle Wikipedia-Inhalte umfasst, wäre daher eine gute Möglichkeit, die Nutzer solange wie möglich auf der eigenen Seite zu halten und nicht zu kommerziellen Suchmaschinen zu treiben. Ein echter Angriff auf Google würde aber die technischen und finanziellen Mittel der Wikimedia bei weitem übersteigen.

 Knowledge Engine: Wirbel um angebliche Wikipedia-Konkurrenz zu Google

eye home zur Startseite
fehlermelder 17. Feb 2016

Eine Suchmaschine, die 0 Treffer liefert, die zu Shops führen, sondern nur zu relevanten...

Icestorm 17. Feb 2016

Kommt dann bald wieder der Hinweis beim Aufruf von WP, man möge doch spenden? Da wird...

Trollversteher 16. Feb 2016

Klar, eine unabhängige, gemeinnützige Organisation ohne jeden kommerziellen Hintergrund...

NukeOperator 16. Feb 2016

"Wissen demokratisieren" das erklärt einiges. In meiner jugendlichen Naivität hatte ich...

jungundsorglos 16. Feb 2016

Verkaufen ist eine ganz schlechte Idee. Patente und andere Rechte sollen nicht auf einer...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Media-Saturn-Holding GmbH, Ingolstadt
  2. über Hays AG, Hannover
  3. Dataport, Hamburg
  4. MEIERHOFER AG, München, Berlin, Bern (Schweiz)


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Der Marsianer, The Hateful 8, Interstellar, Django Unchained, London Has Fallen, Olympus Has...
  2. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (u. a. Der Hobbit 3 für 9,99€ u. Predator für 12,49€)

Folgen Sie uns
       


  1. Apple

    iOS 10.3 sucht nach verlorenen Airpods

  2. Beta 1

    MacOS Sierra 10.12.4 mit Blaulichtfilter als Nachtmodus

  3. Spielebranche

    Goodgame Studios entlässt weitere 200 Mitarbeiter

  4. Project Scorpio

    Neue Xbox ohne ESRAM, aber mit Checkerboard

  5. DirectX 12

    Microsoft legt Shader-Compiler offen

  6. 3G-Abschaltung

    Telekom-Mobilfunkverträge nennen UMTS-Ende

  7. For Honor

    PC-Systemanforderungen für Schwertkämpfer

  8. Innogy

    Telekom will auch FTTH anmieten

  9. Tissue Engineering

    3D-Drucker produziert Haut

  10. IBM-Übernahme

    Agile 3 bringt Datenübersicht in die Chefetage



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Hyperloop: Nur der Beste kommt in die Röhre
Hyperloop
Nur der Beste kommt in die Röhre
  1. Hyperloop HTT baut ein Forschungszentrum in Toulouse
  2. ÖPNV Ganz schön abgefahren!
  3. Transport Hyperloop One plant Trasse in Dubai

Shield TV (2017) im Test: Nvidias sonderbare Neuauflage
Shield TV (2017) im Test
Nvidias sonderbare Neuauflage
  1. Wayland Google erstellt Gamepad-Support für Android in Chrome OS
  2. Android Nougat Nvidia bringt Experience Upgrade 5.0 für Shield TV
  3. Nvidia Das Shield TV wird kleiner und kommt mit mehr Zubehör

Autonomes Fahren: Laserscanner für den Massenmarkt kommen
Autonomes Fahren
Laserscanner für den Massenmarkt kommen
  1. BMW Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen
  2. Nissan Leaf Autonome Elektroautos rollen ab Februar auf Londons Straßen
  3. Autonomes Fahren Neodriven fährt autonom wie Geohot

  1. Gab es das nicht als App?

    Keksmonster226 | 00:07

  2. Re: In meinem Haus liegt bereits Glasfaser

    Squirrelchen | 00:06

  3. Re: Warum nicht ein anderer Hersteller?

    ms (Golem.de) | 00:04

  4. Re: Mir graust es etwas vor dem Sierra-Update

    vbot | 00:02

  5. Anspruchsvoll geht auch.

    NeoXolver | 24.01. 23:58


  1. 22:59

  2. 22:16

  3. 18:21

  4. 18:16

  5. 17:44

  6. 17:29

  7. 16:57

  8. 16:53


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel