Kino.to: Fast vier Jahre Haft für Kino.to-"Programmiergott"
Frühere Homepage von Kino.to (Bild: Kino.to)

Kino.to Fast vier Jahre Haft für Kino.to-"Programmiergott"

Trotz seines umfassenden Geständnisses und seiner Kronzeugenrolle hat Bastian P. heute eine Haftstrafe erhalten. Die Anklage nannte ihn den "Programmiergott" von Kino.to.

Anzeige

Bastian P., der Chefprogrammierer der illegalen Filmplattform Kino.to, ist wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzungen zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Das hat das Landgericht Leipzig am 11. April 2012 entschieden. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte vier Jahre und zwei Monate Haft beantragt.

Der Richter hatte schon beim vorangegangenen Prozesstermin angekündigt, dass P. in den offenen Vollzug käme. Ob ihm die bisherige Untersuchungshaft angerechnet wird, ist noch nicht entschieden. Das Urteil ist rechtskräftig.

"Geistiger Vater, Schöpfer und Architekt"

Die Anklage nannte P. den "geistigen Vater, Schöpfer und Architekt" von Kino.to und einen "Gott in der Programmierung". P. sei nach Dirk B. der am höchsten bezahlte Mitarbeiter von Kino.to gewesen.

Die Kino.to-Betreiber hätten sich die Filminhalte durch eine Qualitätsprüfung zu eigen gemacht und dauerhaft installiert, sagte der Richter. Die gezielte Verlagerung des Portals nach Russland spreche zusätzlich für ein Bewusstsein der Illegalität des Angebots. Zweck dieser Maßnahmen sei es gewesen, sich dem Zugriff der Behörden, insbesondere aus Deutschland, zu entziehen.

Die Staatsanwaltschaft betonte: "Ohne das technische Können von Bastian P. wäre Kino.to überhaupt nicht entstanden." Ab Mai 2010 habe Bastian P. die Funktion eines "normalen Geschäftsführers" eingenommen, dem der Inhaber Dirk B. immer wieder hereinfuhrwerkte. Spätestens ab der dritten verbesserten Version (V3) der Software habe P. dann seinen Gestaltungswillen eingebracht. Der Angeklagte hatte am 30. März 2012 ausgesagt, die Überarbeitung sei auf seine eigene Initiative hin geschehen.

Kino.to war mindestens seit 2007 online und bot in deutscher Sprache Streams an, die im Browser angesehen werden konnten. Die Inhalte waren bei scheinbar unabhängigen Streamhostern gespeichert, die aber laut den Ermittlern oftmals von Kino.to gegründet oder betrieben wurden. Im Juni 2011 hatte die Ermittlungseinheit INES deutschlandweit rund 20 Wohnungen und Geschäftsräume der mutmaßlichen Kino.to-Betreiber und Rechenzentren durchsucht und das Portal offline genommen.


Moe479 14. Apr 2012

also ich habe auch schon geld für wartung und pflege von datensätzen erhalten, der sinn...

Elvenpath 13. Apr 2012

4 Jahre Haft für eine Tat, deren schädliche Auswirkungen man nicht im Ansatz nachweisen...

Moe479 13. Apr 2012

sagte die anklage allein ...

Moe479 13. Apr 2012

ich weiss auch nicht was ich von unserer justiz noch halten soll, "im Namen des Volkes...

BLi8819 12. Apr 2012

Ehrlich. Ich weiß nicht, was gemeint ist. Wenn ich etwas installiere, dann erstelle, baue...

Kommentieren




Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w)
    Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern
  2. Systemarchitekt CarSharing Fahrzeugbackend und -prozesse (m/w)
    Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen
  3. Software-Architekturentwickl- ung für Rückfahrkamerasysteme (m/w)
    Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Mitarbeiter/-in für Kundendatenmanagement in der Abteilung Marketing Kommunikation
    Daimler AG, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Translate Community

    Nutzer sollen Google-Übersetzungen verbessern

  2. TWRP

    Custom Recovery für Android Wear vorgestellt

  3. Daimler

    Mit eigener Hacker-Gruppe gegen Sicherheitslücken

  4. Android Wear

    Tesla Model S mit der Smartwatch bedienen

  5. iFixit

    Amazon Fire Phone ist nur schlecht zu reparieren

  6. Entwicklerstudio

    Crytek räumt finanzielle Probleme ein

  7. M-net

    Über 390 Kilometer Glasfaserkabel verlegt

  8. Bioelektronik

    Pilze sind die besten Zellschnittstellen

  9. Deanonymisierung

    Russland bietet 83.000 Euro für Enttarnung von Tor-Nutzern

  10. MyGlass

    Google-Glass-App offiziell in Deutschland verfügbar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IMHO: Share Economy regulieren, nicht verbieten
IMHO
Share Economy regulieren, nicht verbieten
  1. NSA-Affäre Macht euch wichtig!
  2. IMHO Und wir sind selber schuld!
  3. Head Mounted Display Valve zeigt neue Version seiner VR-Brille

Privacy: Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
Privacy
Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
  1. Passenger Name Record Journalist findet seine Kreditkartendaten beim US-Zoll
  2. Android Zurücksetzen löscht Daten nur unvollständig
  3. Privatsphäre Bundesminister verlangt Datenschutz beim vernetzten Auto

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

    •  / 
    Zum Artikel