Kingdoms of Amalur: Politischer Streit um Finanzprobleme von 38 Studios
Kingdoms of Amalur (Bild: 38 Studios)

Kingdoms of Amalur Politischer Streit um Finanzprobleme von 38 Studios

Der Gründer ist ein US-Baseballstar mit einem Faible für Games, jetzt gibt es bei seiner Firma 38 Studios nicht nur Entlassungen und einen Exodus des Managements, sondern auch politischen Ärger wegen umstrittener Subventionen in Millionenhöhe.

Anzeige

Bislang hat 38 Studios ein Spiel auf den Markt gebracht: Kingdoms of Amalur - das nach seiner Veröffentlichung bei Testern auf durchaus positive Resonanz stieß und bei Metacritic.com eine Durchschnittswertung von 80 hat. Das von dem US-Baseballstar Curt Schilling gegründete Entwicklerstudio hat allerdings noch größere Pläne: Kingdoms of Amalur sollte den Grundstein legen für ein Onlinerollenspiel im Stile von World of Warcraft, weitere Projekte waren geplant. Ende 2012 wollte das Studio 450 Mitarbeiter beschäftigen - und hat dafür rund 75 Millionen US-Dollar an Subventionen vom US-Bundesstaat Rhode Island bekommen.

Inzwischen hat 38 Studios allerdings finanzielle Probleme. Einige auch an den Staat überreichte Schecks sind mangels Deckung geplatzt, Mitarbeiter bekommen kein Gehalt, einige wurden entlassen. Der erst im März 2012 zu der Firma gestoßene Geschäftsführer John Blakely hat schon wieder gekündigt.

Um die Subventionen gibt es jetzt auch politischen Streit. "Die unsichere Lage bei dieser Firma ist eine Tragödie für Rhode Island", sagte Lincoln Chafee, der Gouverneur des Bundesstaates, laut NBC.com der Presse. Chafee hat sich bereits während seiner Kandidatur gegen die staatliche Unterstützung ausgesprochen. Unklar ist laut Wpri.com derzeit auch, ob 38 Studios die Subventionen zu Recht bekommen hat - denn das Studio arbeitet zwar in Rhode Island, hat seinen rechtlichen Sitz aber in einem anderen Bundesstaat. Der Chef der örtlichen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung hat wegen der Vorgänge bereits seinen Job verloren.

Streit gibt es sogar darum, wie erfolgreich sich 38 Studios im Markt etabliert hat. Gouverneur Chafee bezeichnete Kingdoms of Amalur schlicht als "Flop". Curt Schilling schießt über seine Facebook-Seite zurück: Reckoning habe die Erwartungen des Publishers EA übertroffen, der innerhalb der ersten 90 Tage über 1,2 Millionen Exemplare abgesetzt habe. Schilling schreibt dabei zwar korrekt "in den Markt verkauft", erwähnt aber nicht, dass damit nur die an den Handel abgesetzten Stückzahlen gemeint sind - nicht die tatsächlichen Käufer, von denen es nach Angaben von The NDP Group wohl nur rund 450.000 weltweit gab.

Teile der Belegschaft reagieren auf ihre Art und Weise: Ein offenbar frustrierter Mitarbeiter hat mit dem Kommentar "38 ist noch nicht tot" eine Reihe von eigentlich geheimen Screenshots des MMORPGs Project Copernicus veröffentlicht.


Nolan ra Sinjaria 24. Mai 2012

vielleicht lags auch an Origin :) Für mich sahen die Videos von dem Spiel jedenfalls...

Kommentieren



Anzeige

  1. Oracle DBAs mit Fokus auf Golden Gate (m/w)
    Reply GmbH & Co. KG, München
  2. Enterprise Architekt IT (m/w)
    Daimler AG, Sindelfingen
  3. Mitarbeiter/-in für Kundendatenmanagement in der Abteilung Marketing Kommunikation
    Daimler AG, Berlin
  4. Systemarchitekt CarSharing Fahrzeugbackend und -prozesse (m/w)
    Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. iFixit

    Amazon Fire Phone ist nur schlecht zu reparieren

  2. Entwicklerstudio

    Crytek räumt finanzielle Probleme ein

  3. M-net

    Über 390 Kilometer Glasfaserkabel verlegt

  4. Bioelektronik

    Pilze sind die besten Zellschnittstellen

  5. Deanonymisierung

    Russland bietet 83.000 Euro für Enttarnung von Tor-Nutzern

  6. MyGlass

    Google-Glass-App offiziell in Deutschland verfügbar

  7. Google

    Youtube und der falsche Zeitstempel

  8. Western Digital

    Erste günstige 6-TByte-Festplatten sind verfügbar

  9. Projekt Baseline

    Google misst den menschlichen Körper aus

  10. IMHO

    Share Economy regulieren, nicht verbieten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sony RX100 Mark III im Test: Klein, super, teuer
Sony RX100 Mark III im Test
Klein, super, teuer
  1. Custom ROM Sonys Bootloader einfacher zu entsperren
  2. Sony Xperia T3 kommt als Xperia Style für 350 Euro
  3. Auge als Vorbild Sony entwickelt gekrümmte Kamerasensoren

Oneplus One im Test: Unerreichbar gut
Oneplus One im Test
Unerreichbar gut
  1. Oneplus One Eigenes ROM mit Stock Android 4.4.4 vorgestellt
  2. Oneplus One-Update macht verkürzte Akkulaufzeit rückgängig
  3. Oneplus One könnte ab dem dritten Quartal vorbestellbar sein

Luftfahrt: Die Rückkehr der Überschallflieger
Luftfahrt
Die Rückkehr der Überschallflieger
  1. Verkehr FBI sorgt sich um autonome Autos als "tödliche Waffen"
  2. Steampunk High Tech trifft auf Dampfmaschine
  3. Aerovelo Eta Kanadier wollen mit 134-km/h-Fahrrad Weltrekord aufstellen

    •  / 
    Zum Artikel