Kinect für Windows Hände hoch!

Kinect für Windows ermöglicht Anwendungen, bei denen keine Eingabegeräte mehr angefasst werden müssen. Microsofts deutscher Kinect-Evangelist Gunter Logemann sagt deshalb im Interview mit Golem.de, er hoffe, dass der Sensor bald direkt in viele Geräte integriert wird.

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Windows-Anwendungen steuern, ohne den Rechner zu berühren - die Bewegungssteuerung Kinect macht es möglich, ist aber für Microsoft am PC-Desktop noch kein Ersatz für die Maus-, Tastatur- und Touchbedienung. Das liegt auch daran, dass sich nicht alle Eingaben in natürlich wirkende Kinect-Gesten umsetzen lassen. Gunter Logemann, Evangelist für Kinect bei Microsoft Deutschland, hat auf der Cebit 2012 mit Golem.de über Kinect, das Fuchteln mit den Händen und mögliche Anwendungen etwa in der Robotik gesprochen. Privat beschäftigt sich der Roboterexperte mit Quadcoptern.

Für Logemann ergibt eine Kinect-Steuerung dann Sinn, "wenn die Interaktion mit dem Rechner nicht physikalisch über die Maus oder Touch erfolgen kann". Sie könne etwa bei großen Präsentationen, als Klickerersatz zum Wechseln der Folien eingesetzt werden oder bei der Gestensteuerung von Robotern. Ein Arzt könne mit Gesten Röntgenbilder auswählen und sich Details darin anschauen, ohne ein Eingabegerät anfassen zu müssen.

Die Möglichkeiten von Kinect

Excel mit der Kinect sei zwar ein tolles Forschungsprojekt, sagte Logemann, der praktische Nutzen aber gering. Auch die Gestensteuerung einer Windows-8-ähnlichen Kacheloberfläche ("Metro") auf der Cebit 2012 sei bisher nicht mehr als eine Demo.

Dennoch lassen sich mit Kinect Mausaktionen direkt umsetzen. Ähnlich wie bei der Xbox-360-Bedienungsoberfläche Dashboard kann durch Arm- und Handbewegungen der Mauszeiger gesteuert und durch Verharren der Hand an einer bestimmten Position ein Mausklick ausgeführt werden. Kinect kann laut Logemann aber mehr als das - immerhin bietet es auch eine Skelett- und Personenerkennung sowie ein Mikrofon-Array zum Orten von Stimmen.

Technisch seien Kinect für Xbox 360 und Kinect für Windows identisch, doch könne Letzteres durch den Nahbereichsmodus im Treiber auch mit einem Abstand von lediglich 40 cm zwischen Kinect-Kamera und Nutzer arbeiten, sagte Logemann. Der Modus sei für bestimmte Anwendungen nötig, lasse sich im Microsoft-Treiber aber nur für Kinect für Windows und mit einem an den PC gehängten Kinect für Xbox 360 aktivieren.

Kinect-Sensor direkt im Notebook?

Zur Entwicklung gibt es neben dem offiziellen Kinect-SDK und dem darauf angepassten Robotics-SDK von Microsoft auch zwei Open-Source-Treiber von OpenNI und OpenKinect. Einen bewertenden Vergleich wollte Logemann zwar nicht anstellen, er glaube aber, dass die Microsoft-Treiber in Verbindung mit dem Support für Business-Anwendungen besser geeignet seien.

Für Kinect gibt es viele mögliche Einsatzbereiche. Logemann erwähnte neben der Robotik auch die Wissenschaft, die Kunst und den Bildungsbereich. Auch in PC-Spielen könnte die Technik zum Einsatz kommen.

Das langfristige Ziel der Geschäftskunden sei es, die Kinect als Standardsensor in bestimmten Geräten zu verbauen, sagte Logemann. Er selbst hoffe, dass es viele der innovativen Kinect-Forschungsprojekte zur Marktreife schaffen und auch angewendet werden. "Ich glaube, dass die Kinect, und das ist meine persönliche Hoffnung, vielleicht irgendwann vollständig in Geräte integriert werden kann".


aeonsan 29. Mär 2012

Auch schon im anderen Thread gepostet, aber einfach mal das hier anschauen: http://www...

aeonsan 29. Mär 2012

http://www.youtube.com/watch?v=bRgEdqDiOuQ Unter anderem.

ck (Golem.de) 29. Mär 2012

Danke, der Vertipper ist entfernt, und es gibt zusätzlich nun auch einen Verweis auf...

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