Illumiroom - Kinect und Projektor lassen das Wohnzimmer verschwinden.
Illumiroom - Kinect und Projektor lassen das Wohnzimmer verschwinden. (Bild: Microsoft Research/Screenshot: Golem.de)

Kinect-Forschungsprojekt Illumiroom macht das Zimmer zum Bildschirm

Das Videospiel startet, und Illumiroom macht das Zimmer zur Verlängerung des Fernsehers. Schüsse fliegen quer durchs Zimmer, Spielszenen huschen über Wände und Möbel - das könnte die Zukunft von Kinect sein.

Anzeige

Microsoft-Forscher haben während einer Samsung-Pressekonferenz in Las Vegas präsentiert, was mit Kinect und einem Projektor möglich ist. Sie machen das Wohnzimmer zum Teil von Videospielen, indem sie mit einem Kinect-für-Windows-Sensor die Umgebung scannen, die Geometrie des Raumes erkennen und ihn mit einem Projektor perspektivisch korrekt mit Effekten oder komplexer Spielgrafik beleuchten.

Das Zimmer um den Fernseher, auf dem das Videospiel läuft, wird damit zum Teil des Bildschirms und lässt die Grenzen zwischen Spielinhalt und realer Welt verschwimmen. Die Schüsse von Energiewaffen und Explosionen blitzen dabei durchs Zimmer, virtueller Schnee rieselt herunter oder die Spielumgebung wird - im Demovideo - monochrom über Wände und Möbel gelegt. Selbst die Illusion einer Bewegung respektive Erschütterung des gesamten Zimmers soll möglich sein. Philips' effektvolle Umgebungsbeleuchtung Ambilight wirkt da im Vergleich plötzlich recht einfach.

Machbarkeitsbeleg statt Produktankündigung

Was die Forscher da zeigen, sieht gut aus - und Kinect würde damit endlich auch für eingefleischte Gamer interessant, die mit der Bewegungserkennung nichts anfangen können. Doch noch handelt es sich nur um ein Proof-of-Concept-System, ein Forschungsprojekt, dessen Machbarkeit Microsoft Research belegt hat. Illumiroom ermögliche komplett neue Spielerfahrungen, heißt es auf der Illumiroom-Projekthomepage. Anwendungsbereiche sieht Microsoft nicht nur im Bereich Gaming, geht aber darauf nicht weiter ein.

  • Illumiroom - erst wird der Raum gescannt, dann wird in Echtzeit rund um den Fernseher projiziert. (Screenshot: Golem.de)
  • Illumiroom - Feuereffekte nicht nur auf dem Fernseher (Screenshot: Golem.de)
  • Illumiroom - Wand zeigt Spielwelt. (Screenshot: Golem.de)
  • Illumiroom - Wand zeigt Spielwelt. (Screenshot: Golem.de)
  • Illumiroom - Wand zeigt Spielwelt. (Screenshot: Golem.de)
  • Illumiroom - Raum verformt sich. (Screenshot: Golem.de)
  • Illumiroom - Schnee im Wohnzimmer (Screenshot: Golem.de)
Illumiroom - erst wird der Raum gescannt, dann wird in Echtzeit rund um den Fernseher projiziert. (Screenshot: Golem.de)

Das Besondere an Illumishare ist, dass die zu projizierende Computergrafik in Echtzeit an die Umgebung angepasst werden kann. Eine aufwendige, angepasste Vorberechnung der Grafik sei nicht nötig. Was in den Demovideos zu sehen ist, sei "live aufgenommen worden und nicht das Ergebnis irgendwelcher nachträglich in der Post-Production eingefügter Spezialeffekte", so die Microsoft-Forscher.

Auf der CHI 2013 soll Illumiroom detailliert vorgestellt werden. Die Veranstaltung mit dem Motto "Changing Perspectives" wird vom 27. April bis zum 2. Mai 2013 in Paris in Frankreich stattfinden.


Esquilax 15. Jan 2013

Also mein "Schwager" hat sich erst vor 1 - 2 Monaten einen Philips Fernseher gekauft. Der...

DeaD_EyE 12. Jan 2013

Weil der Quellcode sauberer ist als der von eigenen Spielen und deswegen leichter...

LadyDie 12. Jan 2013

Und wie man eine optische Abbildung macht, lernen wir dann nächste Woche. Vermutlich ist...

Kabelsalat 11. Jan 2013

lol, hab mir da grade das Fazit zum IE auf XBOX durchgelesen ^^ Echt bekloppt was einige...

Stirbelwurm 11. Jan 2013

Also wenn man mal mehr als eine Sekunde darüber nachdenkt, dann sollte das doch klar...

Kommentieren



Anzeige

  1. Gruppenleiter/-in Security und IT-Systeme
    Robert Bosch GmbH, Renningen
  2. Senior Software Tester / Testspezialist / Testberater / Senior Software Testconsultant (m/w)
    imbus AG, Möhrendorf (bei Erlangen) und München
  3. Datenspezialist (m/w) Geoinformationssysteme (GIS)
    PTV Planung Transport Verkehr AG, Karlsruhe
  4. Senior Javascript Frontend Developer (m/w)
    tresmo GmbH, Augsburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Haftungsprivilegien

    Wann macht sich ein Hoster strafbar?

  2. Settop-Box

    Skys Streaming-Client ist der Roku 3

  3. Steam

    Square Enix weitet Geo-Lock bei Spielen aus

  4. Smartphone

    LGs 5-Zoll-Display hat einen 0,7 mm dünnen Rand

  5. Staatsanwaltschaft Dresden

    Öffentliche Fahndung nach Kinox.to-Betreiber

  6. Sicherheit

    Nacktscanner jetzt doch für deutsche Flughäfen

  7. HDMI-Handshake

    Firmware 2.0 lässt manche Playstation 4 verstummen

  8. Motorola

    Lenovo übernimmt Googles Smartphone-Sparte

  9. Osquery

    Systemüberwachung per SQL von Facebook

  10. Sicherheitslücke

    Drupal-Team warnt erneut vor Folgen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

    •  / 
    Zum Artikel