Anzeige
Die Verschlüsselung von Mega soll erhebliche Fehler haben.
Die Verschlüsselung von Mega soll erhebliche Fehler haben. (Bild: Screenshot Golem.de)

Kim Dotcom: Verschlüsselter Videostream von Mega in Entwicklung

Die Verschlüsselung von Mega soll erhebliche Fehler haben.
Die Verschlüsselung von Mega soll erhebliche Fehler haben. (Bild: Screenshot Golem.de)

Partner von Mega wollen eine App schaffen, die verschlüsseltes Streaming von Videos erlaubt. " Ich hoffe, dass es funktioniert. Es wäre genial", meinte Kim Dotcom dazu.

Partner des Sharehosters Mega arbeiten an einer App, die verschlüsseltes Videostreaming über die Plattform ermöglichen soll. Das gab Kim Dotcom bei Twitter bekannt. "API-Partner arbeiten an einer App für verschlüsseltes Videostreaming für Mega. Kompliziertes Zeugs. Ich hoffe, dass es funktioniert. Es wäre genial."

Anzeige

Rechtsanwalt Jens Ferner erklärte, dass es in Deutschland eine Strafanzeige der GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) wegen der bloßen Verbreitung von Links zu Streaming-Seiten gebe, bei der er der Verteidiger der Beschuldigten sei.

Sieben Tage nach dem Start von Mega sei der Sharehoster ein großer Erfolg, trotz Fehlern und Hicksern. Millionen hätten sich für ein Nutzerkonto angemeldet. Das Wachstum sei "phänomenal", heißt es weiter auf Dotcoms Twitter-Kanal. Bislang habe Mega erst 50 Mitteilungen bekommen, Inhalte von den Servern zu entfernen, hieß es am 26. Januar 2013.

Experten kritisieren an der Verschlüsselung von Mega mehrere Schwachstellen. Sie bemängeln, dass bei verlorenen Passwörtern sämtliche Daten ebenfalls verloren gingen und bezweifeln die Eignung Javascripts für sichere Schlüssel sowie die Sicherheit der Mega-Server bei Hosting-Partnern.

Bei der Verwendung von Javascript will Mega nachbessern. Der Nutzer soll vor Generierung des Schlüssels aufgefordert werden, die Maus zu bewegen.

Die auf den Mega-Servern gelagerten Daten werden nach AES-128 verschlüsselt. Dafür wird ein Benutzerschlüssel benötigt, der bei der Anmeldung erstellt und mit einem beliebigen Passwort des Benutzers versehen wird. Geht er verloren, haben Benutzer auch keinen Zugriff mehr auf Mega und auch nicht auf ihre verschlüsselten Daten. Dem will Mega zumindest teilweise entgegenwirken: Künftig soll es zumindest möglich sein, das Passwort zu ändern. Damit sollen alle auf dem Server liegenden Schlüssel ebenfalls aktualisiert werden. Auch das Zurücksetzen des Passworts soll künftig möglich sein, allerdings werden sich Daten dann nur entschlüsseln lassen, wenn der Anwender die Schlüssel auf seinem Rechner gesichert hat. Ohne Passwort seien die Daten aber weg, heißt es im Mega-Blog. Wer seine lokale Festplatte verschlüsselt und das Passwort verliert, steht allerdings vor dem gleichen Problem.

Die Hauptseite der Mega-Webseite liege auf einem Server, der Inhalte über SSL mit 2.048 Bit RSA ausliefere, schreibt der Hacker Marcan in seinem Blog Failoverflow. Weitere Inhalte würden aber über Javascript von zusätzlichen Servern geholt, die die schwächere, aber bislang noch nicht geknackte 1.024-Bit-Verschlüsselung verwendeten. Mega hashe dabei die Inhalte, um zusätzliche Sicherheit zu schaffen. Das Hashing geschehe mit CBC-MAC mit einem im Skript festgelegten Schlüssel. Wer Zugriff auf einen Serverschlüssel habe oder einen der Server wie vorgesehen selbst betreibe, könne sich als Man-in-the-Middle in den Datenverkehr einklinken, Daten manipulieren und sogar die persönlichen Schlüssel der Benutzer abgreifen, ohne dass es bemerkt werde. Auf seiner Webseite liefert Marcan auch gleich ein Proof-of-Concept. Sein Vorschlag besteht in der Verwendung von SHA1. Selbst MD5 würde in einem solchen Fall besser funktionieren, schreibt Marcan.


eye home zur Startseite
robinx999 30. Jan 2013

Verstehst du es? "bs=1000000 count=4700" heißt 4700000000 Bytes. Das ist genau die grö...

kabowski 29. Jan 2013

Kim schreibt einen einzeiler auf Twitter und auf Golem gibts direkt eine Schlagzeile als...

SetiCruncher 28. Jan 2013

Kim Dotcom hat ne neue Seite. Sie macht genau das selbe wie die alte (man wartet ewig und...

Hawkster 28. Jan 2013

Erstmal dies: Nur weil ich NICHT paranoid bin, heisste es nicht das mich keiner...

Haxx 28. Jan 2013

Das ist ja der Punkt!

Kommentieren



Anzeige

  1. Software Tester / Test Engineer Schwerpunkt Automatisierung (m/w)
    Haufe Gruppe, Freiburg im Breisgau
  2. Dependency Manager Releases (m/w)
    T-Systems International GmbH, Bonn
  3. Leiter (m/w) Strategische Weiterentwicklung im Bereich Disposition
    TÜV SÜD Gruppe, München
  4. Spezialist / Spezialistin für IT-Infrastruktur
    Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Eichstätt

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Telefónica

    Nutzer im E-Plus-Netz surfen bald langsamer

  2. Download

    Netflix-Offline soll wohl noch dieses Jahr kommen

  3. Neue Windows Server

    Nano bedeutet viel mehr als einfach nur klein

  4. B150M Mortar Arctic

    MSI bringt weißes und günstiges Mainboard

  5. Homeland Security

    Frage nach Facebook-Konto bei Einreise in die USA geplant

  6. Weltraumteleskop

    Nasa verlängert Hubble-Mission

  7. Freedom 251

    3,30-Euro-Smartphone soll am 30. Juni kommen

  8. Mobiles Internet

    Telefónica schaltet LTE-Netz im Untergrund zusammen

  9. Videostreaming

    Fire TV spielt Amazons Videos wieder mit Mehrkanalklang

  10. Markenrechte

    Comodo will keine Rechte an Let's Encrypt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Telefonabzocke: Dirty Harry erklärt mein Windows für kaputt
Telefonabzocke
Dirty Harry erklärt mein Windows für kaputt
  1. Security Ransomware-Bosse verdienen 90.000 US-Dollar pro Jahr
  2. Security-Studie Mit Schokolade zum Passwort
  3. Festnahme und Razzien Koordinierte Aktion gegen Cybercrime

Schulunterricht: "Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
Schulunterricht
"Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
  1. MCreator für Arduino Mit Klötzchen LEDs steuern
  2. Lifeboat-Community Minecraft-Spieler müssen sich neues Passwort craften
  3. Minecraft Befehlsblöcke und Mods für die Pocket Edition

Oneplus Three im Test: Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
Oneplus Three im Test
Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
  1. Android-Smartphone Diskussionen um Speichermanagement beim Oneplus Three
  2. Smartphones Oneplus soll keine günstigeren Modellreihen mehr planen
  3. Ohne Einladung Oneplus Three kommt mit 6 GByte RAM für 400 Euro

  1. Re: als Social Media Verweigerer

    AllAgainstAds | 12:53

  2. Re: Wieso so wenig Antworten im Artikel?

    derdiedas | 12:52

  3. Re: Warum? Wieso? Weshalb?

    Phreeze | 12:51

  4. Re: Möglicher Ansatz?

    Trollversteher | 12:51

  5. Re: Und wozu soll das gut sein?

    AllAgainstAds | 12:51


  1. 12:45

  2. 12:29

  3. 12:05

  4. 12:02

  5. 11:36

  6. 11:27

  7. 11:21

  8. 10:56


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel