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Key2Share: Smartphone statt Smartcard
Key2Share: Smartphone statt Smartcard (Bild: Fraunhofer SIT)

Key2Share: Smartphone wird zum Türöffner

Key2Share: Smartphone statt Smartcard
Key2Share: Smartphone statt Smartcard (Bild: Fraunhofer SIT)

Geht es nach Forschern vom Fraunhofer SIT, wird das Smartphone künftig zum Schlüssel: Per NFC wird ein Code übertragen, der ein Zimmer oder die Packstation öffnet. Der Schlüsselcode kann per Mail oder SMS verschickt werden.

Ob im Hotel, Büro oder beim Carsharing: Eine Smartcard dient oft als Türöffner. Das ist praktisch, da auf der Karte Berechtigungen codiert werden können. Für den Nutzer bedeutet es jedoch, dass er zusätzlich zu seinen Geldkarten noch mehr Karten mit sich herumtragen muss. Das will das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in Darmstadt ändern: Das Smartphone soll die Smartcards ersetzen.

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Key2Share heißt das System, das die Forscher um Ahmad-Reza Sadeghi entwickelt haben. Dazu wird ein Schlüssel auf dem Smartphone gespeichert, und das Gerät wird statt der Smartcard vor das Lesegerät gehalten. Wie bei der Karte können auch über den Schlüssel auf dem Smartphone Rechte verteilt werden: So kann der Nutzer etwa bestimmte Räume betreten und andere nicht. Der Zugang kann zu gewissen Zeiten gewährt werden, zum Beispiel zu den Kernarbeitszeiten, für die Dauer des Urlaubs oder nur einziges Mal.

Schlüssel verschicken

Das System habe aber noch einen weiteren Vorteil, erklärt Alexandra Dmitrienko vom Fraunhofer SIT im Gespräch mit Golem.de: Anders als eine Schlüsselkarte müsse der Schlüssel für das Smartphone nicht übergeben werden - er könne per Mail, SMS oder als QR-Code verschickt werden. Es kann also auch aus der Ferne Zugang gewährt werden - etwa, wenn ein Handwerker Zugang zur Wohnung braucht oder die eigene Wohnung während des Urlaubs anderen zur Verfügung gestellt werden soll. Ebenso lassen sich Berechtigungen auch widerrufen, wenn das Smartphone abhanden kommt.

Key2Share sei kompatibel zu bestehenden Zugangssystemen, damit es in diese nachträglich integriert werden könne, sagt Dmitrienko. Die Datenübertragung erfolgt per Standard Near Field Communication (NFC). Da NFC nur wenig Bandbreite biete, werde eine symmetrische Verschlüsselung eingesetzt.

Anwendungsszenarien

Mögliche Anwendungen seien neben Hotels und Geschäftsräumen Fitnessstudios, Gepäckfächer am Bahnhof, Packstationen der Post oder Carsharing-Dienste. Im Auto könnte das Key2Share auch als Zündschlüssel eingesetzt werden - einen Prototyp hätten sie auch schon entwickelt, erzählt Dmitrienko. Einige Hersteller, darunter Audi, Fiat und Opel, interessierten sich dafür.

Derzeit gibt es eine Key2Share-App nur für Android-Smartphones. Grund ist laut der Fraunhofer-Forscherin, dass einige Geräte mit NFC ausgestattet sind. Die Apple-Smartphones hingegen verfügen über kein NFC. Sie lassen sich aber mit einem NFC-Modul nachrüsten, eine App für iPhones sei deshalb in Planung.

Das Fraunhofer SIT präsentiert Key2Share bei der Cebit in Halle 9, Stand E08.


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Bouncy 11. Mär 2013

Juhuu, kein paranoides Verhalten nachweisbar, ich bin normal! Nur gut dass ich den...

Bouncy 11. Mär 2013

Wer bitteschön verteilt sein Geld auf mehrere Orte, wozu hat man dann noch einen...

frieDer 06. Mär 2013

Nur weil Fraunhofer Institut drauf steht, steckt noch lange keine Neuigkeit drin. Solch...

Plany 06. Mär 2013

..und private und Public Key seine Haustür aufschließen find ich eine Gute Idee (ich...

SmartMobPhones 06. Mär 2013

Und was passiert, wenn das Akku leer wird? Wird es immer noch funktionieren?



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