Abo
  • Services:
Anzeige
Linux 4.5-rc1 bringt rund 9.500 Änderungen.
Linux 4.5-rc1 bringt rund 9.500 Änderungen. (Bild: Wiseguy71/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Kernel: Linux 4.5-rc1 wertet AMDGPU mit Powerplay auf

Linux 4.5-rc1 bringt rund 9.500 Änderungen.
Linux 4.5-rc1 bringt rund 9.500 Änderungen. (Bild: Wiseguy71/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Linus Torvalds hat die erste Vorversion der für Mitte März erwarteten Version 4.5 des Linux-Kernels freigegeben. Sie stattet AMDs vereinigten AMDGPU-Treiber mit Unterstützung für Powerplay aus. Das Raspberry Pi soll 3D-Funktionen erhalten.

Mit Kernel 4.2 führte AMD den neuen Treiber AMDGPU ein. Was noch fehlte, war ein Powermanagement, das Grafikkarten wie R9 Fury oder R9 285 Tonga ermöglicht, ihre volle Geschwindigkeit zu erreichen. Mit der nun veröffentlichten ersten Vorschauversion auf Linux 4.5 wird erstmals die Unterstützung der Powerplay-Funktion realisiert. Die Funktion ist Teil des neuen einheitlichen AMD-Treibers, AMDGPU, und damit kann der Kernel auch die genannten Grafikkarten über den Standardtakt hinaus beschleunigen. Das soll die 3D-Leistung teils erheblich steigern können. Allerdings ist Powerplay standardmäßig noch deaktiviert und es muss erst die Option CONFIG_DRM_AMD_POWERPLAY gesetzt werden. Zudem muss der Parameter amdgpu.powerplay=1 in die GRUB-Kernel-Zeile eingefügt werden.

Zudem enthält das Pull-Request von DRM-Maintainer David Airlie weitere Änderungen beim AMDGPU-Treiber wie den Wegfall von UMS (User-Space Mode-Setting), da sich in den vergangenen Jahren KMS (Kernel-Mode-Setting) durchgesetzt hat. Bei den Intel- und Nouveau-Treibern wurde dieser Schritt bereits früher vollzogen.

Anzeige

Broadcoms VC4 lernt 3D

Die initiale Unterstützung von Kabylake, dem Nachfolger der derzeitigen Intel-Plattform Skylake, wird mit Kernel 4.5-rc1 aufgenommen. Weiterhin wurden Patches eingefügt, um FIFO-Underuns besser zu filtern und diesbezügliche Warnungen in der Bootphase zu verhindern. Ein Patch, der erst am Ende des Einreichungsfensters zu Kernel 4.5 von Alexandre Courbot für den Nouveau-Treiber eingereicht wurde, bringt Änderungen für Nvidias Kepler-GK20A-Grafikkern, der in der Tegra-K1-CPU eingesetzt wird. Mit dem Patch wird unter anderem der bisher genutzte RAM-Dummy-Treiber entfernt. Zudem erhält GK20A damit initiale Unterstützung für IOMMU.

Broadcoms Open-Source-Treiber für die Videocore-GPU (VC4), der erst mit Kernel 4.4 hinzugekommen ist, erhält mit Kernel 4.5-rc1 3D-Unterstützung. Zudem soll auch das Raspberry Pi 2 nun mit einem Upstream-Kernel starten können. Eric Anholt hat den entsprechenden Patch bereits Mitte Dezember bereitgestellt.

Mit Etnaviv soll außerdem ein neuer Treiber in den Kernel einfließen, der die Vivante-Grafikkerne von Freescale-Prozessoren unterstützt, die in diversen ARM-SoCs verbaut sind. Der Name erklärt sich, wenn man Vivante rückwärts liest, was auf das Reverse Engineering bei der Entwicklung des Open-Source-Treibers hinweist. Der Code zum Treiber wurde von Lucas Stach im Dezember 2015 eingereicht. Technische Hintergründe des Projekts erläutert ein PDF der X.Org Developers Conference 2015.

Neil Brown gibt MD-Stack nach 15 Jahren ab

Bei den Dateisystemen erhalten sowohl Ext4, XFS als auch F2FS kleinere Verbesserungen mit Kernel 4.5-rc1. Der Ext4-Pull-Request von Theodore Ts'o enthält unter anderem Fehlerbereinigungen an der mit Linux 4.1 eingeführten Verschlüsselungsfunktion des Dateisystems. Zwei Einreichungen gab es für XFS, mit denen Regressionen behoben und kleinere Fehlerbereinigungen vorgenommen werden. Das für Flash optimierte F2FS behebt einige größere Fehler und enthält zwei neue IOCTLs.

Eine noch experimentelle Neuentwicklung findet sich bei Btrfs. Entwickler Chris Mason, der Btrfs bei Facebook weiterentwickelt, reichte als einen von 70 Patches auch eine Entwicklung eines Studenten ein, der im vergangenen Sommer ein Praktikum bei Facebook absolviert hat. Der erneuerte, jetzt baumbasierte Free-Space-Cache von Omar Sandoval erhöht die Geschwindigkeit bei sehr großen Dateisystemen von 30 TByte und mehr.

Neil Brown, der seit fast 15 Jahren den MD-Stack des Kernels betreut, hat mit seinem letzten Commit auch seinen Rückzug angekündigt. Linux Software RAID wird künftig vermutlich von seinen Ko-Maintainern als Team betreut.

ARMv6 und v7 für Multiplattform überarbeitet 

eye home zur Startseite
Stebs 25. Jan 2016

Die Mesa Version spielt bei den Nvidia Closed-Source Treibern aber keine Rolle, und ich...

heubergen 25. Jan 2016

die Changes jeweils aufzuschreiben. Weiter so.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. e.solutions GmbH, Ingolstadt
  2. Vodafone Kabel Deutschland GmbH, verschiedene Einsatzorte (Home-Office)
  3. PTA GmbH, München
  4. ZF Friedrichshafen AG, Passau


Anzeige
Top-Angebote
  1. 4,99€
  2. 299,90€ (UVP 649,90€)
  3. und bis zu 40 Euro Sofortrabatt erhalten

Folgen Sie uns
       


  1. Sicherheitsrisiko Baustellenampeln

    Grüne Welle auf Knopfdruck

  2. Altiscale

    SAP kauft US-Startup für 125 Millionen US-Dollar

  3. Stiftung Warentest

    Mailbox und Posteo gewinnen Mailprovidertest

  4. Ausrüster

    Kein 5G-Supermobilfunk ohne Glasfasernetz

  5. SpaceX

    Warum Elon Musks Marsplan keine Science-Fiction ist

  6. Blau

    Prepaid-Kunden bekommen deutlich mehr Datenvolumen

  7. Mobilfunk

    Blackberry entwickelt keine Smartphones mehr

  8. Nvidia und Tomtom

    Besseres Cloud-Kartenmaterial für autonome Fahrzeuge

  9. Xavier

    Nvidias nächster Tegra soll extrem effizient sein

  10. 5G

    Ausrüster schweigen zu Dobrindts Supernetz-Ankündigung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
X1D ausprobiert: Die Hasselblad für Einsteiger
X1D ausprobiert
Die Hasselblad für Einsteiger
  1. Modulares Smartphone Lenovo bringt Moto Z mit Moto Z Play nach Deutschland
  2. Hasselblad DJI hebt mit 50-Megapixel-Luftbildkamera ab

Osmo Mobile im Test: Hollywood fürs Smartphone
Osmo Mobile im Test
Hollywood fürs Smartphone
  1. Osmo Mobile DJI präsentiert Gimbal fürs Smartphone
  2. DJI Osmo+ Drohnenkamera am Selfie-Stick
  3. DJI Flugverbotszonen in Drohnensoftware lassen sich ausschalten

Neuer Porträtmodus: Das iPhone 7 Plus entdeckt die Hintergrundunschärfe
Neuer Porträtmodus
Das iPhone 7 Plus entdeckt die Hintergrundunschärfe
  1. Neues iPhone US-Late-Night-Komiker witzeln über Apple
  2. IOS 10.0.2 Apple beseitigt Ausfälle der Lightning-Audio-Kontrollen
  3. Jailbreak 19-Jähriger will iPhone-7-Exploit für sich behalten

  1. Re: Die entscheidende Frage ist, wozu?

    ghostinthemachine | 07:01

  2. Re: Als Passport Besitzer...

    DetlevCM | 07:01

  3. Re: dabei war das System super

    DetlevCM | 06:55

  4. Re: Traurig...

    DetlevCM | 06:53

  5. Re: Finger weg von Blau.de

    tomacco | 06:49


  1. 07:00

  2. 19:10

  3. 18:10

  4. 16:36

  5. 15:04

  6. 14:38

  7. 14:31

  8. 14:14


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel