Kepler für Grafik und Rechenanwendungen
Kepler für Grafik und Rechenanwendungen (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Kepler GK110 Größter Chip der Welt mit 7 Mrd. Transistoren und Hyper-Q

Zur Eröffnung der Konferenz GTC hat Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang mit dem GK110 seine neue GPU vorgestellt. Der riesige Chip soll Supercomputer und Workstations mit bis zu 2.880 Rechenwerken beschleunigen - aber erst Ende 2012 als Tesla K20.

Anzeige

Eigentlich war sie mit besonderer Spannung erwartet worden: die Keynote-Ansprache von Nvidia-Mitbegründer und -Chef Jen-Hsun Huang. Schon im Vorfeld sickerte dann aber durch, dass Huang zur Eröffnung der dritten Ausgabe der GPU Technology Conference (GTC) den neuen Chip Kepler GK110 vorstellen werde, und dass dieser aus etwa 7 Milliarden Transistoren bestehe. Auch Nvidia selbst nannte die Zahl eher beiläufig in den vorab an Journalisten verteilten Unterlagen.

Was Huang dann aber auf der Bühne des San Jose Convention Center zeigte, hatte so kaum jemand erwartet - vor allem, weil die zahlreichen neuen Funktionen nicht für die nun erhältlichen Kepler-GPUs und die erste für Rechenanwendungen vorgesehene Karte Tesla K10 gelten, sondern nur für die GPU GK110, die erst im vierten Quartal 2012 auf den Markt kommen soll. GK110 basiert zwar auf der Kepler-Architektur, die auch für die Spielegrafikkarten verwendeten GK104 (Geforce GTX-670, 680, 690) haben mit der neuen GPU aber nur wenig zu tun.

  • Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang eröffnet die GTC.
  • Der Kepler GK110 mit drei neuen Funktionen
  • Dichter gepackte Rechenwerke
  • Die Tesla K20 wird die erste Karte mit den neuen Funktionen. (Fotos: Nico Ernst)
  • Die klassischen Anwendungen für GPU-Computing
  • Die ungleichmäßige Auslastung (l.) soll Hyper-Q verhindern.
  • Auslastung der GPU ohne Hyper-Q....
  • ... und mit Hyper-Q. Mehr rechnen in weniger Zeit spart Energie.
  • Nested Loops kann die GPU nun wie rechts zu sehen selbst auflösen.
  • Nicht immer ist es sinnvoll, besonders fein zu parallelisieren.
Die Tesla K20 wird die erste Karte mit den neuen Funktionen. (Fotos: Nico Ernst)

GK110 ist nicht, wie bei früheren Nvidia-Chips, nur ein Ableger der Spiele-GPU mit mehr Rechenwerken, die bei Nvidia Cuda-Cores heißen. Vielmehr gibt es zwar mehr von diesen Einheiten - wie viele hat Nvidia noch nicht verraten -, aber vor allem drei neue Funktionen, die einige der größten Probleme bei GPU-Computing lösen sollen.

Die erste ist "Hyper-Q". So nennt Nvidia die Tatsache, dass der neue Kepler nun von 32 Threads der CPU gefüttert werden kann. Bisher waren GPUs immer dadurch limitiert, dass sie nur über einen Thread mit Befehlen und Daten versorgt werden konnten. Nun, so sagte Huang, könnten auch 32 physikalische Kerne einer CPU gleichzeitig eine einzelne Kepler-GPU ansteuern.

Zwar beherrschten die verschiedenen Schnittstellen, auch DirectX, schon die Verarbeitung von GPU-Befehlen mit mehreren Threads, die GPU selbst war aber immer auf die serielle Übergabe der parallel zu bearbeitenden Daten angewiesen. Diese Beschränkung wird nun aufgehoben, was dafür sorgen soll, dass die GPU immer so weit wie möglich ausgelastet werden kann.

Das klappt auch anders herum: Über eine Cuda-Schnittstelle kann eine CPU mehrere GPUs mit nur einem Thread ansprechen. Das funktioniert unter anderem durch "GPU Direct". Über das Netzwerk - Tesla-Karten stecken in der Regel in Servern - haben die GPUs direkten Zugriff auf den Speicher ihrer Kollegen. Bisher war dafür immer das Kopieren in den Hauptspeicher über die CPU nötig, was viel Zeit gekostet hat.

GPU-Programme parallelisieren sich selbst 

Lala Satalin... 15. Feb 2013

Immer wieder interessant wie viele Leute absolut gar nichts verstehen! Diese GPU ist...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Service Mitarbeiter (m/w) für den Anwender-Support
    DATAGROUP Köln GmbH, München
  2. Java Softwareentwickler (m/w)
    YAPOWARE Business Solutions GmbH, Großraum Stuttgart
  3. IT Enterprise Architect (m/w)
    Daimler AG, Fellbach
  4. Resident Engineer (m/w) - VW Group
    Harman Becker Automotive Systems GmbH, Hildesheim

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. VORBESTELLBAR: King Kong - Steelbook [Blu-ray] [Limited Edition]
    19,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. Bud Spencer & Terence Hill - Jubiläums-Collection-Box [Blu-ray]
    55,46€
  3. TIPP: 2 Top-Titel in 3D zum Tiefpreis!: Avatar 3D und Titanic 3D Bundle [3D Blu-ray]
    19,97€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Patentanmeldung

    Apples Smart Cover soll wirklich schlau werden

  2. OS X

    Apple will Thunderstrike-Exploits mit Patch verhindern

  3. Soziales Netzwerk

    Justizministerium kritisiert Facebooks neue AGB

  4. Raumfahrt

    Nasa will Mars-Rover mit Helikopter ausstatten

  5. Windows Phone und Tablets

    Die Dropbox-App ist da

  6. Sony Alpha 7 II im Test

    Fast ins Schwarze getroffen

  7. Apple

    Homekit will nicht in jedes Smart Home einziehen

  8. Firmware

    Update für Samsungs NX1 verbessert Videofunktionen enorm

  9. Systemkamera

    Olympus kündigt neues Modell im OM-D-System an

  10. Lieferprobleme

    Drogendrohnen in Mexiko und Norddeutschland abgestürzt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Verschlüsselung: Neue Angriffe auf RC4
Verschlüsselung
Neue Angriffe auf RC4
  1. Netzverschlüsselung Mythen über HTTPS
  2. Websicherheit Chrome will vor HTTP-Verbindungen warnen
  3. SSLv3 Kaspersky-Software hebelt Schutz vor Poodle-Lücke aus

Displayport über USB-C: Huckepack-Angriff auf HDMI
Displayport über USB-C
Huckepack-Angriff auf HDMI

In eigener Sache: Golem pur - eine erste Bilanz
In eigener Sache
Golem pur - eine erste Bilanz
  1. Internet im Flugzeug Gogo benutzt gefälschte SSL-Zertifikate für Youtube
  2. Golem.de 2014 Ein Blick in unsere Zahlen
  3. In eigener Sache Schöne Feiertage!

    •  / 
    Zum Artikel