Abo
  • Services:
Anzeige
Kepler-444: fünf Gesteinsplaneten von der Größe der kleinen Planeten unseres Sonnensystems
Kepler-444: fünf Gesteinsplaneten von der Größe der kleinen Planeten unseres Sonnensystems (Bild: Peter Devine, Tiago Campante/University of Birmingham)

Kepler-444: Astronomen entdecken uraltes Sonnensystem

Kepler-444: fünf Gesteinsplaneten von der Größe der kleinen Planeten unseres Sonnensystems
Kepler-444: fünf Gesteinsplaneten von der Größe der kleinen Planeten unseres Sonnensystems (Bild: Peter Devine, Tiago Campante/University of Birmingham)

Es ist ein ganz besonderes Sonnensystem, das das Weltraumteleskop Kepler da entdeckt hat: ein Stern mit fünf Planeten. Als unsere Sonne entstand, war Kepler-444 schon älter als die Sonne heute.

Anzeige

Ein Sonnensystem, das dem unseren ähnelt, haben Forscher im Sternbild Leier entdeckt: Der Stern Kepler-444 wird von fünf Gesteinsplaneten umkreist. Das System ist aber viel älter als unseres.

Der 117 Lichtjahre entfernte Kepler-444 ist ein sonnenartiger Stern mit einer geringen Metallizität. Er ist allerdings um rund ein Viertel kleiner und kälter als unsere Sonne. Um den Stern kreisen fünf Gesteinsplaneten von der Größe der kleinen Planeten in unserem Sonnensystem. Der innerste Planet ist ungefähr so groß wie Merkur. Die drei Planeten in der Mitte sind etwa so groß wie der Mars. Der äußerste schließlich ist etwas kleiner als die Venus.

Das älteste bekannte System mit erdgroßen Planeten

Das System von Kepler-444 ist jedoch deutlich älter: Die Entdecker schätzen sein Alter auf etwa 11,2 Milliarden Jahre. Unsere Sonne ist nicht einmal halb so alt: Ihr Alter beträgt etwa 4,6 Milliarden Jahre. Zu dem Zeitpunkt, als Kepler-444 entstand, hatte das Universum nicht einmal ein Fünftel seine heutigen Alters. Kepler-444 sei damit "das älteste bekannte System mit erdgroßen Planeten", schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal. Ein Preprint ist vom Dokumentenserver Arxiv abrufbar.

Leben dürfte es auf diesen Planeten kaum geben. Dazu sind sie zu nah an ihrem Zentralgestirn: Die Entfernung beträgt etwa ein Zehntel der Entfernung der Erde zur Sonne.

Schwingungen ermöglichen Rückschlüsse auf Stern

Die Forscher haben das System in den Daten des Weltraumteleskops Kepler entdeckt. Sie haben dabei das Verfahren der Asteroseismologie angewandt. Dabei werden kleine Veränderungen der Helligkeit oder der Geschwindigkeit eines Sterns aufgezeichnet. Verursacht werden sie durch die Resonanzen eines Sterns. Diese wiederum sind von dessen Masse und der Struktur abhängig. Über die Analyse der Schwankungen lassen sich also Rückschlüsse auf die Masse eines Sterns, seine Größe oder sein Alter ziehen.

Diese Entdeckung habe weitreichende Folgen, sagt Erstautor Tiago Campante von der Universität in Birmingham. Es habe sich gezeigt, dass Planeten von der Größe der Erde während des größten Teils der 13,8 Milliarden Jahre dauernden Geschichte des Universums entstanden seien - Planeten, auf denen möglicherweise einst Leben existierte.


eye home zur Startseite
monosurround 29. Jan 2015

Die ersten Sterne müssen schon gigantisch gewesen sein...war ja relativ viel an Gas...

H-D-F 29. Jan 2015

Nicht dafür, ich mag solche fundierten intellenten (ja, dass ist bewusst so geschrieben...

Gizeh 29. Jan 2015

Um das Thema nochmal aufzugreifen, ich würde mich freiwillig melden, dort mitzufliegen...

Dwalinn 29. Jan 2015

Ich verstehe es bis heute nicht wie die es schaffen ein stern zu bestimmen. Ich glaube...

Nudin 28. Jan 2015

Der Artikel vermittelt den Eindruck die Planeten seien per Asteroseismologie entdeckt...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. VITRONIC Dr.-Ing. Stein Bildverarbeitungssysteme GmbH, Wiesbaden
  2. Lecos GmbH, Leipzig
  3. VBL. Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder, Karlsruhe
  4. Layer 2 GmbH, Hamburg (Home-Office möglich)


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. €199,24
  2. 17,99€ statt 29,99€

Folgen Sie uns
       


  1. OLG München

    Sharehoster Uploaded.net haftet nicht für Nutzerinhalte

  2. Linux

    Kernel-Maintainer brauchen ein Manifest zum Arbeiten

  3. Micro Machines Word Series

    Kleine Autos in Kampfarenen

  4. Docsis 3.1

    Unitymedia bereitet erste Gigabit-Stadt vor

  5. Donald Trump

    Ein unsicherer Deal für die IT-Branche

  6. Apsara

    Ein Papierflieger wird zu Einweg-Lieferdrohne

  7. Angebliche Backdoor

    Kryptographen kritisieren Whatsapp-Bericht des Guardian

  8. Hyperloop

    Nur der Beste kommt in die Röhre

  9. HPE

    Unternehmen weltweit verfehlen IT-Sicherheitsziele

  10. Youtube

    360-Grad-Videos über Playstation VR verfügbar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Autonomes Fahren: Laserscanner für den Massenmarkt kommen
Autonomes Fahren
Laserscanner für den Massenmarkt kommen
  1. BMW Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen
  2. Nissan Leaf Autonome Elektroautos rollen ab Februar auf Londons Straßen
  3. Autonomes Fahren Neodriven fährt autonom wie Geohot

Halo Wars 2 angespielt: Mit dem Warthog an die Strategiespielfront
Halo Wars 2 angespielt
Mit dem Warthog an die Strategiespielfront

Reverse Engineering: Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
Reverse Engineering
Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button

  1. Re: Eher Sorge statt Angst

    Emulex | 17:04

  2. Re: Ping-Zeiten

    Gormenghast | 17:03

  3. Re: Die Armen ärmer machen

    HiddenX | 17:02

  4. Re: Ist das ein IMHO?

    teenriot* | 17:02

  5. Re: !! ACHTUNG !! Reflexartiger Aufschrei erfolgt...

    jo-1 | 17:00


  1. 17:06

  2. 16:49

  3. 16:22

  4. 15:31

  5. 15:03

  6. 13:35

  7. 12:45

  8. 12:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel