Keine Milliarden Yahoo und Facebook wollen Streit beilegen

Yahoo hat sich von der Patentklage gegen Facebook Milliarden US-Dollar erhofft. Jetzt wird eine Einigung versucht, aber Facebook will nicht zahlen.

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Das Management von Yahoo und Facebook verhandeln über eine Lösung der Patentstreitigkeiten, die im März 2012 begonnen haben. Das berichtet das Blog des Wall Street Journal All Things Digital unter Berufung auf mehrere Unternehmensquellen. Auch wenn die Gespräche noch ergebnislos enden könnten, sei es das Ziel, die Klagen und Gegenklagen innerhalb der nächsten Wochen beizulegen und die Zusammenarbeit weiterzuführen oder auszuweiten.

Yahoo wirft Facebook Verstöße gegen zehn seiner Patente aus den Bereichen Onlinewerbung, Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre, Personalisierung von Webseiten und Werbung, Kommentierung von Nachrichten und Messaging vor. Der Internetkonzern forderte einen prozentualen Anteil am Umsatz von Facebook und eine einstweilige Verfügung gegen die weitere Nutzung der Patente durch das weltgrößte soziale Netzwerk. Yahoo-Managern sei gesagt worden, dass der Streit mit Yahoo Milliarden US-Dollar einbringen könnte, so All Things Digital.

Facebook reagierte mit einer Gegenklage und beschuldigte Yahoo, zehn seiner Schutzrechte zu verletzen. Darunter falle auch die Foto-Sharing-Funktion in Yahoos Flickr-Plattform. Dies betreffe auch das Tagging von Personen in den Bildern und das Generieren von personalisierten Newsfeeds. Fünf der fraglichen Patente beträfen Yahoos Onlineanzeigengeschäft, so die Facebook-Anwälte.

Abgang des Yahoo-Chefs macht den Weg frei

Yahoos Vorstandschef Scott Thompson war nach nur vier Monaten am 12. Mai 2012 zurückgetreten. Thompson hatte angegeben, dass er am Stonehill College einen Bachelor-Titel in Informatik erworben hatte, was nicht der Wahrheit entsprach. In Thompsons Zeit als Vorstandschef fiel der Rechtsstreit mit Yahoo.

Facebook sei zwar bereit, Patente von Yahoo zu lizenzieren, an die Zahlung einer größeren Summe an das Internetunternehmen sei allerdings nicht gedacht. Facebook hatte erst kürzlich 550 Millionen US-Dollar für Patente an Microsoft gezahlt, die der Softwarekonzern von AOL übernommen hatte.

Facebook will nach dem schlecht verlaufenen Börsengang versuchen, durch eine Einigung mit Yahoo und eine Ausweitung der Partnerschaft mit Apple auf der Worldwide Developers Conference Mitte Juni 2012 aus den Negativschlagzeilen zu kommen. Die Verhandlungen werden von Facebook mit den ranghohen Managern Sheryl Sandberg, die als Chief Operating Officer das operative Geschäft leitet, und Dan Rose, Vice President für Partnerschaften, geführt.


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