Keccak: Hash-Algorithmus für SHA-3 festgelegt
Keccak nutzt Sponge-Funktionen. (Bild: Guido Bertoni, Joan Daemen, Michaël Peeters und Gilles Van Asche)

Keccak Hash-Algorithmus für SHA-3 festgelegt

Das US National Institute of Standards and Technology (NIST) hat den Hash-Algorithmus SHA-3 festgelegt. Von 63 eingereichten Kandidaten kamen 5 in die finale Auswahl, aus der "Keccak" als Sieger hervorging.

Anzeige

Vor rund sechs Jahren begann die Suche des NIST nach einem neuen Hash-Algorithmus, der SHA-2 ersetzen sollte. Nun steht der Sieger fest: der von Guido Bertoni, Joan Daemen und Gilles Van Assche von STMicroelectronics sowie Michaël Peeters von NXP Semiconductors entwickelte Algorithmus "Keccak".

2007 rief das NIST Kandidaten zur Einreichung für SHA-3 auf, da zu befürchten war, dass der aktuelle NIST-Hash-Algorithmus SHA-2 mit neuen Methoden der Kryptoanalyse bald geknackt werden könnte. Diese Befürchtung stellte sich zwar als unbegründet heraus, dennoch legte das NIST nun einen Nachfolger für SHA-2 fest.

Keccak sei elegant designt und könne mit Hardware-Implementierungen schneller abgewickelt werden als SHA-2, begründet das NIST seine Wahl. Zudem biete Keccak den großen Vorteil, dass sich der Algorithmus deutlich von SHA-2 unterscheide, so dass er nicht mit den gleichen Methoden zu knacken sei wie SHA-2. Sollte es einen erfolgreichen Angriff auf SHA-2 geben, so funktioniere dieser sehr wahrscheinlich nicht für SHA-3, so NIST-Experte Tim Polk.

Das NIST betrachtet SHA-2 aber auch weiterhin als sicher. Die Festlegung auf Keccak als Algorithmus für SHA-3 sei daher vielmehr als eine Versicherung für den Fall zu sehen, dass SHA-2 geknackt werde. Polk geht zudem davon aus, dass Keccak eine attraktive Alternative zu SHA-2 für sehr einfache Embedded-Systeme darstellt.

Der Sicherheitsexperte Bruce Schneier, der mit seinem Algorithmus Skein in die Endrunde für SHA-3 kam, begrüßte die Entscheidung des NIST, vor allem da sich Keccak deutlich von SHA-2 unterscheide.


__destruct() 05. Okt 2012

Das war nur als Vergleich gedacht. Aber ich bin dennoch (obwohl ich das nicht so...

MovieKnight 04. Okt 2012

Das funktioniert aber nur so lange, wie man innerhalb eines Netzwerkes ist, und keine...

H4rDC0r3 03. Okt 2012

Schneier ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Computer-Kryptographie. Ich verwende seinen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Technischer Redakteur (m/w) für Softwaredokumentation
    Teradata GmbH, München
  2. Diplom-Informatiker / Diplom-Ingenieur (m/w)
    Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES, Kassel
  3. Softwareentwickler (m/w) .NET/C#
    Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe
  4. Senior SAP CRM ABAP Entwickler (m/w)
    FRITZ & MACZIOL group, Ulm

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Hoverboard

    Schweben wie Marty McFly

  2. Nepton 120XL und 240M

    Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser

  3. Deutsche Telekom

    Umstellung auf VoIP oder Kündigung erst ab 2017

  4. HTC

    Desire 820 Mini mit Quad-Core-Prozessor und 5-Zoll-Display

  5. Merkel auf IT-Gipfel

    Netzneutralität wird erst im Glasfasernetz wichtig

  6. Elektromobilität

    Die Chipkarte für die Ladesäule

  7. Next Century Cities

    32 US-Städte wollen Glasfaserausbau selbst machen

  8. Azure-Server

    Microsoft und Dell bringen Cloud in a Box

  9. GNU

    Emacs 24.4 mit integriertem Browser

  10. IT-Gipfel 2014

    De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

iMac mit Retina 5K angeschaut: Eine Lupe könnte helfen
iMac mit Retina 5K angeschaut
Eine Lupe könnte helfen
  1. Apple Tonga-XT-Chip mit 3,5 TFLOPs für den iMac Retina
  2. iFixit iMac mit Retina-Display ist schwer zu reparieren
  3. Apple iMac Retina bringt mehr als 14 Megapixel auf das Display

Data Management: Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten
Data Management
Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten

    •  / 
    Zum Artikel