KDGMap Kabel Deutschland verbietet visuelle Verfügbarkeitskarte

Der Entwickler Florian Strankowski hat über sein Projekt kdgmap.de die Dienste von Kabel Deutschland mit Google Maps dargestellt. Doch der Kabelnetzbetreiber soll den Betrieb untersagt haben.

Anzeige

Der Entwickler Florian Strankowski stellt auf einer dynamischen Karte die Verfügbarkeit der Dienste von Kabel Deutschland grafisch dar. Doch das Unternehmen habe ihm "nachdrücklich" erklärt, dass es dies nicht wünsche, sagt er. Er habe die Karte wieder offline nehmen müssen, "bis eine Stellungnahme zu dem Gebrauch der Daten von Kabel Deutschland vorliegt". Netzpolitik.org berichtete zuerst über die Sperrung.

Kabel-Deutschland-Sprecher Marco Gassen sagte Golem.de, dass der Vorgang geprüft werde.

Das Projekt KDGMap kann mit den Daten von Kabel Deutschland die Verfügbarkeit der Internet- und Telefonieangebote nach Eingabe von Postleitzahlen, Orten, Straßen und Hausnummern grafisch darstellen. Die Plattform verfügt über die Geokoordinaten zu Adressen, was mit dem Google-Maps-Geocode-API realisiert wird. Geplant war auch ein Premium-Angebot, das zu den jeweiligen Adressen auch Fotos der Straßenzüge anzeigt. Die Funktion KDG-Frequenz-Analyse soll es ermöglichen, "Daten per API zu schicken, um die derzeitige Auslastung des eigenen Segments online zu speichern und der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen." Letztendlich war geplant, eine Karte für die Verfügbarkeit aller TV-Kabelnetzanbieter in Deutschland zu schaffen.

Strankowski erklärte in einem offenen Brief an das Unternehmen: "Viele Arbeitsstunden wurden in dieses Projekt gesteckt." Kabel Deutschland entstünden aus dem für das Unternehmen kostenlosen Angebot keine negativen Folgen. Den Kunden werde die Suche nach einem Neuanschluss erleichtert und die Kabel-Deutschland-Daten würden nutzerfreundlicher zur Verfügung gestellt als bisher von dem Unternehmen. "Da ich bereits einige Wochen in die Erstellung des Projektes investiert habe, wäre es sehr schade, dieses an einen Dritten abzugeben (...). Es wird keine Gewinnabsicht mit dem Projekt verfolgt", schrieb er.

Spenden sollten der Deckung der Betriebskosten dienen. Dazu, was mit möglichen Einnahmen aus den geplanten Premium-Diensten passieren soll, machte Strankowski keine Angaben. Dem Netzbetreiber werde jederzeit Zugriff auf die internen Statistiken und die erfassten Daten, jedoch nicht auf personenbezogene Nutzerdaten gewährt.

Nachtrag vom 19. September 2012, 12:37 Uhr

Strankowski sagte Golem.de, die Premiumfunktionen würden nicht gegen Bezahlung angeboten, sondern ebenfalls gratis. Weitere Funktionen wie statische Karten im Download als PDF und Ähnliches gebe es hingegen nur gegen eine Spende, "da 'normale' Nutzer diese kaum benötigen. Es geht hier um Karten in der Größe von Gemeinden oder Städten, welche lediglich gegen eine Spende realisiert werden." Er habe nur das Ziel, mit den Einnahmen "irgendwann einmal den Server finanzieren zu können".


Kampf Katze 19. Sep 2012

Schon mal versucht mit Kabel Deutschland zu kommunizieren? Also ich habe da vor ein paar...

IT.Gnom 19. Sep 2012

Aber ich. Weil ein Groß Teil ihrer Taktik auf Lug und Trug basiert. Ich habe zwar...

grumbazor 19. Sep 2012

Bei nahezu allen Anbietern muss man erstmal einne Adresse eintragen und ein captcha...

bstea 19. Sep 2012

Warum? KD bietet den Service doch an. Tschuldigung, wo ist das Problem. Einfach auf die...

Elvenpath 19. Sep 2012

Mich würde wirklich interessieren, auf welcher rechtlichen Grundlage die Kabelfirma so...

Kommentieren




Anzeige
  1. Softwareentwickler/in Java / JEE
    BBF GmbH, München
  2. Teamleiter (m/w) Datenbankadministration
    HAVI Logistics IS GmbH, Duisburg
  3. Teamleiter Mainframe (m/w)
    ADAC e.V., München
  4. SAP-Entwickler (m/w)
    WIEGEL Verwaltung GmbH & Co KG, Nürnberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  2. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  3. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  4. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  5. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?

  6. Massenentlassung

    Überleben von Rapidshare steht infrage

  7. Razer Atrox

    Arcade- und Mod-Controller für die Xbox 360

  8. Opensuse

    Erster Milestone für Opensuse 13.1

  9. Samsung

    Mehr als 10 Millionen Galaxy S4 in Rekordzeit verkauft

  10. Drosselung

    Piratenchef fordert Verstaatlichung der Netze der Telekom



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Bitte schalte deinen Adblocker aus!
In eigener Sache
Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.

  1. In eigener Sache Golem.de und das Leistungsschutzrecht

Mikroblogging: Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen
Mikroblogging
Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen

Yahoo möchte wieder cool sein und will junge Nutzer gewinnen. Das Internetunternehmen verhandelt offenbar über den Kauf der Mikroblogging-Plattform Tumblr.

  1. Gimmick Neue Forbes-Printausgabe kommt mit WLAN-Router
  2. Microsoft Deutschland "Neue Mitarbeiter fragen nach Homeoffice-Möglichkeiten"
  3. Marissa Mayer Yahoo verbietet Homeoffice wegen sinkender Arbeitsmoral

Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"
  3. Zu erfolglos Yahoo schließt sieben Apps und Dienste

Zum Artikel