KDE SC 4.9: Release Candidate erschienen, Dolphin-Initiator geht
Dolphin zeigt Metadaten in der Übersicht. (Bild: Peter Penz)

KDE SC 4.9 Release Candidate erschienen, Dolphin-Initiator geht

Für die erste Beta von KDE SC 4.9 hat das Team weitere Anwendungen auf QML portiert und übernimmt Funktionen aus Plasma Active. Der Dolphin-Initiator verlässt frustriert das KDE-Projekt.

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Der Release Candidate der kommenden Version 4.9 der KDE SC enthält größtenteils Fehlerkorrekturen, die dank der mit der Veröffentlichung der Beta gestarteten Testinitiative recht umfangreich ausgefallen sind. KDE 4.9 bringt einige neue APIs und weitere Plasmoids, die mit QtQuick in QML geschrieben sind, wie die Geräteüberwachung oder den Aktivitätenumschalter.

Der Dateimanager Dolphin zeigt ab KDE 4.9 Metadaten von Dateien direkt an. Diese Informationen konnten bisher nur über Tooltipps eingesehen werden. Außerdem lassen sich dadurch Dateien in Dolphin nach Tags oder der Bewertung sortieren.

Einige der Funktionen, die für die Tabletoberfläche Plasma-Active entwickelt wurden, wurden in KDE SC 4.9 integriert. So ist es einfacher, Dateien mit den Aktivitäten zu verknüpfen. Einzelne Aktivitäten lassen sich zudem verschlüsseln. Der Entwickler Ivan Cukic schreibt dazu, dass die Funktion jedoch noch nicht ausgereift sei und so nur zu Testzwecken integriert werde.

Eine Liste der geplanten und bereits umgesetzten Funktionen findet sich ebenfalls im KDE-Wiki. Der Quellcode des Release Candidates steht zum Download bereit.

Unzufriedener Dolphin-Entwickler

Der Initiator des Dolphin-Projekts Peter Penz will nicht länger für das KDE-SC-Projekt arbeiten. Penz sei vor allem darüber unglücklich, dass er mit KDE nicht mehr seine einfachen Aufgaben erledigen kann, etwa das Lesen von E-Mails, Surfen oder Fotos verwalten. Er könne unter anderen Systemen einfach effizienter Arbeiten.

Er wolle keine konkreten Anwendungsbeispiele nennen, aber ihm sei aufgefallen, dass KDE nicht mehr wettbewerbsfähig sei. Ihm sei aber ebenfalls aufgefallen, dass die Benutzeroberflächen immer einfacher geworden sind, während die Anwendungen selbst immer komplexer wurden. Es sei für Entwickler immer schwieriger, Schnittstellen zu den Funktionen in der UI unterzubringen.

Die meisten Teilzeitentwickler wollen nicht an den komplexeren Anwendungen und Frameworks arbeiten, die im Hintergrund für Funktionalität sorgen. Außerdem beklagt er einen Mangel an Unterstützung von Unternehmen. Es fehle auch an Vollzeitentwicklern, die von Firmen für ihre Arbeit bezahlt werden.

Außerdem nehme die Arbeit an Dolphin immer mehr seiner Freizeit in Anspruch. Die Portierung auf QtQuick2 würde noch mehr seiner Zeit in Anspruch nehmen, obwohl er die Portierung als unbedingt notwendig erachtet, schreibt er in seinem Blog. Deshalb überträgt er die Arbeiten an Dolphin dem Entwickler Frank Reininghaus, der selbst bereits seit längerem an dem KDE-SC-Dateimanager arbeitet. Die beiden bekamen bisher nur selten Unterstützung von anderen Entwicklern.

Penz gehe zu einem Zeitpunkt, an dem er noch Spaß an KDE SC und seiner Arbeit habe. Aus Frustration habe er das Projekt nicht verlassen, sagte er.


Wander 29. Jun 2012

Auf welche Aussage(n) von Herrn Penz beziehst du dich mit dieser Anschuldigung? Ich kann...

nille02 28. Jun 2012

Ich fand/fine die KDE Anwendungen immer sehr unübersichtlich und man wird gerade zu mit...

jt (Golem.de) 28. Jun 2012

Ist beantwortet. Danke für den Hinweis.

Seitan-Sushi-Fan 28. Jun 2012

So wie ich ihn verstanden habe, ist dieser gestandener Programmierer nicht in der Lage...

jt (Golem.de) 28. Jun 2012

Logisch! ist im Artikel angepasst. Danke für den Hinweis.

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