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Carsten Engelke, Technical Director des Anga, des Verbands deutscher Kabelnetzbetreiber
Carsten Engelke, Technical Director des Anga, des Verbands deutscher Kabelnetzbetreiber (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Kabelnetzbetreiber: TV-Kabel erwartet keinen Sprung zu Glasfaser

Carsten Engelke, Technical Director des Anga, des Verbands deutscher Kabelnetzbetreiber
Carsten Engelke, Technical Director des Anga, des Verbands deutscher Kabelnetzbetreiber (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die deutschen Kabelnetzbetreiber wehren sich dagegen, alles zu erneuern und auf Glasfaser zu setzen. "Wir können nicht die komplette Infrastruktur ändern", sagte ein Vertreter des Branchenverbands Anga. Doch manches andere Land beginnt damit.

Die TV-Kabelnetzbetreiber werden in absehbarer Zeit nicht ihre Hybrid-Fiber-Coax-Infrastruktur gegen reine Glasfaser austauschen. Das erklärte Carsten Engelke, Technical Director des Branchenverbands Anga, am 18. Februar 2016 auf dem FTTH Council in Luxemburg. Der Anga ist der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber. "Es wird eine Evolution statt einer Revolution geben. Niemand wird seine Dienste einstellen und einen Sprung zu einem komplett neuen Netzwerk machen."

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Es werde darum gehen, mit der Glasfaser schrittweise immer näher zum Endkunden zu kommen. "Wir können nicht die komplette Infrastruktur ändern. Dies ist ein evolutionärer Prozess, ein Migrationsprozess", erläuterte Engelke. "Glasfaser und die Zusammenarbeit mit der Branche sind wichtig für uns", betonte er jedoch.

Die meisten Kabelkunden in Deutschland nutzten derzeit 10 bis 30 MBit/s, aber es gebe auch eine gute Nachfrage für höhere Datenraten. Da würde schon jetzt 400 MBit/s und mehr geboten.

Entscheidung gegen Docsis 3.1 und für Fiber

Der Standard Docsis 3.0 soll bald ausgedient haben. Mit dem Nachfolger Docsis 3.1 müssten im Kabelnetz 10 GBit/s erreicht werden. Docsis 3.1 soll den Datendurchsatz im Downstream und im Upstream maximieren, ohne dass Änderungen an der vorhandenen HFC-Netzinfrastruktur notwendig werden. Der Fehlerschutz LDPC soll so leistungsfähig sein, dass 4096QAM eingesetzt werden kann.

Jaanus Erlemann, Group CTO von Starman Estonia, einem Kabelnetzbetreiber in Estland, sieht dagegen einen Sprung zur Glasfaser: "Wir sind dabei, unsere besten Kunden auf Glasfaser zu überführen", sagte er. Bei Docsis 3.1 müssten nach einigen Jahren die Verstärker und Nodes ausgetauscht werden. "Mit Glasfaser haben wir dagegen eine Infrastruktur für 30 Jahre und mehr. Wir besitzen die Kabelschächte und müssen nicht graben, das Netz gehört uns." Doch auch Starman Estonia müsse sich mit dem Hausbesitzer abstimmen, räumte Erlemann ein.


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Dwalinn 20. Feb 2016

Das wird sich in den nächsten 5 Jahren auch sicherlich nicht ändern. Erst dann wird 4k...

Neuro-Chef 20. Feb 2016

Ist doch vollkommen irrelevant, solange viele Kabelnutzer über abendliche...

matok 19. Feb 2016

Jaja, das Gras in Nachbars Garten ist immer grüner. Ich glaube nicht, dass es so...

Stefan1200 19. Feb 2016

Ich kenne einige, die bei Vodafone Kabel (ex Kabel Deutschland) einfach nur den 10 MBit...

Ovaron 18. Feb 2016

Das Kabelnetz wurde verkauft. Zwar mit ein wenig Druck von Oben, aber im Tausch gegen...



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