Das Linux-basierte Jumpshot soll Windows reparieren.
Das Linux-basierte Jumpshot soll Windows reparieren. (Bild: Jumpshot)

Jumpshot Windows reparieren unter Linux

Das Jumpshot-Projekt will es Anwendern einfach machen, ihren Windows-Rechner zu reparieren. Jumpshot soll ein Linux-System starten und verschiedene Reparatur- und Optimierungsoptionen per Mausklick aufrufen können.

Anzeige

Jumpshot ist ein Linux-basiertes Reparatursystem, das wahlweise von einem USB-Stick oder als Windows-Applikation gestartet werden soll. Über einfache Symbole soll auch der nicht versierte Anwender verschiedene Funktionen aufrufen können, darunter das Entfernen von Schadcode, Systemoptimierungen oder eine Netzwerk- und Hardwareanalyse.

Die Entwickler und Sicherheitsexperten Pedram Amini und David Endler leiden nach eigenem Bekunden unter dem Zwang, ständig Windowssysteme ihrer Bekannten und Verwandten zu reparieren. Sie berichten augenzwinkernd von erfolglosen Therapiesitzungen. Deshalb ersannen sie das Linux-basierte Jumpshot, das gegenwärtig als Kickstarter-Projekt ziemlich erfolgreich Spenden sammelt.

Jumpshot geht dabei spielerisch vor und soll vor allem Einsteiger oder weniger technikaffine Anwender ansprechen. Verschiedene Figuren dienen als Icons für die diversen Funktionen, die Jumpshot anbieten will.

Booten von Windows nach Linux

Technische Details geben die beiden Entwickler bislang nur wenige preis. Bekannt ist, dass Jumpshot Linux-basiert ist. Änderungen an Windows XP und Vista 7 und 8 nimmt es von dort aus vor. Dazu trägt sich Jumpshot temporär in den Bootloader von Windows ein und startet von dort aus. Eine ähnliche Funktion bietet beispielsweise das Werkzeug Wubi.exe, das eine Installation von Ubuntu in einer Windows-Partition unterstützt.

Jumpshot startet hingegen von einem USB-Stick. Diese USB-Sticks will das Projekt in verschiedenen Playmobil-ähnlichen Figuren anbieten. Für die Herstellung der Figuren soll zumindest ein Teil der gesammelten Gelder verwendet werden.

Daten aus der Cloud

In der Linux-Umgebung soll dann Windows repariert werden können. Dazu soll sich Jumpshot mit einem Server in der Amazon-Cloud verbinden, um aktuelle Daten oder Signaturen von Schadcode zu holen. Alternativ zu dem Start vom USB-Stick lädt Jumpshot einen Loader, der die restlichen Daten aus dem Internet zieht. Nebenbei soll der Anwender im Internet surfen können, um sich die Zeit zu vertreiben, während Jumpshot seine Arbeit verrichtet.

Den Code ihrer Jumpshot-Engine wollen die beiden Entwickler unter Verschluss halten. Möglicherweise wollen sie die API veröffentlichen, um anderen die Entwicklung von Plugins zu ermöglichen. Außerdem soll es vielleicht eine Jumpstart-Version geben, die nur unter Windows läuft. Ein Antivirusprogramm solle Jumpstart allerdings nicht ersetzen, betonen sie.

Pedram Amini und David Endler haben jahrelange Erfahrung mit Sicherheit und Datenforensik. Beide waren für verschiedene Unternehmen in den Sicherheitsabteilungen tätig, etwa bei Tippingpoint, 3com und HP.


Wander 19. Jul 2012

Tausende. Und das ist bei einem Projekt in dieser Größe auch ganz normal. Glaubst du...

daniel.will 19. Jul 2012

DAU: meine Maus funktioniert nicht mehr richtig. Ich mache eine Fernwartung, alles in...

Ftee 18. Jul 2012

Duckt euch, Ihr sterblichen. Hier ist jemand der sich ganz toll auskennt.

XHess 18. Jul 2012

Sie springen einfach auf den Zug mit auf. Ist gerade Hipp und gibt genug dumme die dafür...

xmaniac 17. Jul 2012

...macht kein Virescanner wirklich. macht man meist einfach hiermit: x86: http://www...

Kommentieren


Datenkanal / 06. Aug 2012

DK10: Desktops unter Linux



Anzeige

  1. Teamleitung (m/w) für den Bereich BI & Data Warehouse Management
    amedes Medizinische Dienstleistungen GmbH, Hamburg oder Göttingen
  2. IT-Assistenz (m/w) mit Schwerpunkt IT-Hotline-Annahme
    medac GmbH, Wedel bei Hamburg
  3. Wissenschaftliche Mitarbeiter / -innen im Bereich Audio & Multimedia
    Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Erlangen
  4. Absolvent/in Elektro-, Nachrichtentechnik, Fahrzeugtechnik, Systems Engineering, Informatik, Ingenieurinformatik, Mechatronik
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, deutschlandweit

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Speedport Hybrid

    Hybrid-Tarif der Telekom ohne LTE-Drosselung

  2. Docker-Alternative

    Spoon bietet virtualisierte Container für Windows

  3. Überbewertete Superrechner

    Quantencomputer hätten kaum was zu tun

  4. FAA

    Privatdrohnen gefährden Flugverkehr

  5. Großbritannien

    Pink Floyd und Arctic Monkeys sorgen für Vinyl-Boom

  6. Raumfahrt

    Hayabusa 2 startet in wenigen Tagen

  7. Winter is coming

    Game of Thrones ab Anfang Dezember 2014

  8. Stereoskopie

    Neue Diskussionen um Schädlichkeit von 3D-Displays

  9. E-Label

    Viele hässliche Icons verschwinden von Smartphone-Gehäusen

  10. Black Friday

    Oneplus One kann ohne Einladung bestellt werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Android 5.0: Lollipop läuft schneller ohne Dalvik und länger mit Volta
Android 5.0
Lollipop läuft schneller ohne Dalvik und länger mit Volta
  1. Android 5.0 Root für Lollipop ohne neuen Kernel
  2. Lollipop Android 5.0 für deutsche Nexus-Geräte ist da
  3. SE Android In Lollipop wird das Rooten schwer

Yoga Tablet 2 Pro im Test: Das Tablet mit dem eingebauten Kino
Yoga Tablet 2 Pro im Test
Das Tablet mit dem eingebauten Kino
  1. Lenovos Yoga Tablet 2 im Test Das Tablet mit dem Aufhänger
  2. Motorola Lenovo übernimmt Googles Smartphone-Sparte
  3. Yoga Tablet 2 Pro Lenovos 13-Zoll-Tablet mit Projektor und Subwoofer

Intel Edison ausprobiert: Ich seh dich - das Mona-Lisa-Projekt
Intel Edison ausprobiert
Ich seh dich - das Mona-Lisa-Projekt
  1. Intel Edison Kleinrechner mit Arduino-ähnlichem Board als Breakout

    •  / 
    Zum Artikel