Joseph Weizenbaum Inseln der Vernunft im Meer des Unsinns

In der globalisierten Welt müssten Wissenschaft und Wirtschaft enorme Verantwortung übernehmen, sagte der Informatiker Joseph Weizenbaum. Enden könne das im totalen Kollaps - wenn sich nicht aus den Inseln der Vernunft "in einem riesigen Meer von Unsinn und Blödsinn" irgendwann ein Kontinent bilde.

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Die Wissenschaft und die Wirtschaft trügen enorme Verantwortung, sagte der 2008 verstorbene Informatiker Joseph Weizenbaum in einem Video der Filmemacher Silvia Holzinger und Peter Haas. "Der Horizont des Wissens, des Wahrnehmens der Welt" habe sich in wenigen hundert Jahren rasant entwickelt. Früher habe der Horizont des Wissens fast mit dem physikalischen Horizont übereingestimmt. Heute fielen Ländergrenzen und die globalen Auswirkungen von Handlungen würden plötzlich evident. Wenn Unternehmen Entscheidungen fällten, die Millionen Menschen beträfen, dann müssten sie auch die Verantwortung für ihr globales Tun übernehmen.

Jeder Einzelne, auch der "zwanghafte Programmierer", stehe in der Verantwortung für sein Handeln. Wer ohne Übersicht vor sich hin bastele, der bleibe - auch als Spitzenkraft - mit einer inneren Leere zurück und im reinen Machen, im Aktionismus gefangen. Weizenbaum entwirft zwei extreme mögliche Szenarien, die aus der Globalisierung folgen könnten. Zum einen gibt er einen "zutiefst pessimistischen" Ausblick auf einen totalen Kollaps. Die Klimakatastrophe sei beispielsweise unumkehrbar, unsere Kinder würden ihre Auswirkungen direkt zu spüren bekommen.

Aber Weizenbaum wird nicht müde zu betonen, dass es "in einem riesigen Meer von Unsinn und Blödsinn" auch Inseln der Vernunft gebe. Diese machten ihm Hoffnung - vielleicht bilde sich aus diesen Inseln irgendwann ein Kontinent.

Weizenbaums Denkanstöße 

DY 13. Feb 2012

Also für mich liest sich das von Weizenbaum formulierte als eine Werbung für die NWO...

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