Abo
  • Services:
Anzeige
Kubuntu-Entwickler Jonathan Riddell soll von seinen Ämtern zurücktreten.
Kubuntu-Entwickler Jonathan Riddell soll von seinen Ämtern zurücktreten. (Bild: KDE)

Jonathan Riddell: Führungsstreit zwischen Ubuntu und Kubuntu

Kubuntu-Entwickler Jonathan Riddell soll von seinen Ämtern zurücktreten.
Kubuntu-Entwickler Jonathan Riddell soll von seinen Ämtern zurücktreten. (Bild: KDE)

Der Community-Beirat von Ubuntu kündigt seine Zusammenarbeit mit dem führenden Kubuntu-Entwickler Jonathan Riddell auf. Dieser solle seine Ämter ruhen lassen. Die Kubuntu-Führung missbilligt dies und fordert einen offenen Dialog.

Anzeige

In einer internen E-Mail hat der Community-Beirat von Ubuntu (UCC) dem Kubuntu-Führungsgremium (KC) bekanntgegeben, nicht mehr mit Jonathan Riddell zusammenarbeiten zu wollen. Er wird außerdem aufgefordert, für mindestens zwölf Monate von all seinen Ämtern zurückzutreten - eine Entscheidung, die auch von Mark Shuttleworth gebilligt worden ist. Begründet wird der Ausschluss mit der als sehr schwierig betrachteten Zusammenarbeit mit dem wohl führenden Kubuntu-Projektmitglied. Dies geht aus der von Scott Kitterman im Namen des Kubuntu-Beirats nun veröffentlichten E-Mail-Kommunikation hervor.

Riddell gilt als Begründer von Kubuntu und arbeitet hauptberuflich an dem Projekt - zunächst für Canonical, nach deren Rückzug Anfang 2012 dann für Blue Systems, die die KDE-Community und Kubuntu finanziell unterstützen. Ihm wird unter anderem aggressives und streitlustiges Verhalten vorgeworfen und damit die Verletzung der Verhaltensregeln (Code of Conduct) der Ubuntu-Community.

Weiter heißt es, er habe trotz mehrfacher Bitten sein Verhalten nicht gemäßigt, private Kommunikation veröffentlicht, einzelne Community-Mitglieder falsch dargestellt, sich gegenüber dem Ubuntu-Beirat nicht respektvoll verhalten und seine Führungsrolle missbraucht, um die Community zu spalten. Darüber hinaus wird von den Beteiligten betont, dass eventuelle Meinungsverschiedenheiten nicht der Grund für die Aufkündigung der Zusammenarbeit sind.

Kubuntu-Beirat reagiert verärgert

Die Mitglieder des Kubuntu-Beirats, dem auch Riddell angehört, wiederum sind wenig erfreut über diese Situation, was sich auch in der Veröffentlichung der eigentlich privaten Kommunikation zeigt. Es werden eine Aufhebung der Entscheidung sowie eine öffentliche Diskussion gefordert, um alle Interessierten daran teilhaben lassen zu können.

Besonders schwerwiegend in der Debatte sei, dass die Probleme mit Riddell nie Thema bei den gemeinsamen Treffen der beiden Führungsgremien waren, schreibt Valorie Zimmermann. Der Ubuntu-Beirat habe niemals um Rücksprache oder Diskussion gebeten.

Trotz des vermeintlich harschen Umgangs sind offenbar beide Seiten mehr oder weniger an einer einvernehmlichen Lösung des Konflikts interessiert, unabhängig von möglichen Spekulationen über den Ausgang. Noch ist allerdings nicht absehbar, wie sich dies in den kommenden Wochen entwickelt.

Jahrelang unbeantwortete Fragen

Auslöser für die immer wiederkehrenden Auseinandersetzungen zwischen Riddell und dem Ubuntu-Beirat sind die aus Sicht des Entwicklers unzureichenden Antworten des Gremiums auf zwei seit Jahren vorgebrachte Probleme. So sammelte Canonical auf der Webseite von Ubuntu Spenden, die auch der Unterstützung der Ubuntu-Derivate dienen sollten. Riddell möchte wissen, wie genau dieses Geld verteilt worden ist. Eine detaillierte Antwort dazu könne aber nur Canonical selbst geben.

Ähnlich äußert sich das Gremium dazu, ob die Markenrechtsrichtlinien von Canonical im Widerspruch zu den Ubuntu-Lizenzen stehen oder nicht. Der Ubuntu-Beirat verweist hier auf eine noch zu treffende Einschätzung der Anwälte des Unternehmens sowie des Software Freedom Law Centers (SFLC). Riddell kritisiert diese Zurückhaltung und erwartet wohl deutlichere Aussagen von dem gewählten Beirat.


eye home zur Startseite
Seitan-Sushi-Fan 29. Mai 2015

Jedes auf Ubuntu aufbauende System mit anderem Desktop als Unity kann gar nicht positive...

FLTLNX 28. Mai 2015

und einen Fork (neu) vom Fork (Kubuntu) vom Fork (Ubuntu) von Debian braucht nun wirklich...

Wahrheitssager 27. Mai 2015

Wenn jemand auch in meinem Namen spenden sammelt und ich von denen nix sehe seit zwei...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Vossloh Locomotives GmbH, Kiel
  2. bimoso GmbH, Hamburg, Stuttgart
  3. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  4. MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Regensburg, Neutraubling


Anzeige
Top-Angebote
  1. 198,00€
  2. 189,00€ + 4,99€ Versand (Vergleichspreis 224€)

Folgen Sie uns
       


  1. Die Woche im Video

    B/ow the Wh:st/e!

  2. Verbraucherzentrale

    O2-Datenautomatik dürfte vor Bundesgerichtshof gehen

  3. TLS-Zertifikate

    Symantec verpeilt es schon wieder

  4. Werbung

    Vodafone will mit DVB-T-Abschaltung einschüchtern

  5. Zaber Sentry

    Mini-ITX-Gehäuse mit 7 Litern Volumen und für 30-cm-Karten

  6. Weltraumteleskop

    Erosita soll Hinweise auf Dunkle Energie finden

  7. Anonymität

    Protonmail ist als Hidden-Service verfügbar

  8. Sicherheitsbehörde

    Zitis soll von München aus Whatsapp knacken

  9. OLG München

    Sharehoster Uploaded.net haftet nicht für Nutzerinhalte

  10. Linux

    Kernel-Maintainer brauchen ein Manifest zum Arbeiten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Begnadigung: Danke, Chelsea Manning!
Begnadigung
Danke, Chelsea Manning!
  1. Verwirrung Assange will nicht in die USA - oder doch?
  2. Nach Begnadigung Mannings Assange weiter zu Auslieferung in die USA bereit
  3. Whistleblowerin Obama begnadigt Chelsea Manning

Shield TV (2017) im Test: Nvidias sonderbare Neuauflage
Shield TV (2017) im Test
Nvidias sonderbare Neuauflage
  1. Wayland Google erstellt Gamepad-Support für Android in Chrome OS
  2. Android Nougat Nvidia bringt Experience Upgrade 5.0 für Shield TV
  3. Nvidia Das Shield TV wird kleiner und kommt mit mehr Zubehör

Nintendo Switch im Hands on: Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
Nintendo Switch im Hands on
Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
  1. Nintendo Vorerst keine Videostreaming-Apps auf Switch
  2. Arms angespielt Besser boxen ohne echte Arme
  3. Nintendo Switch Eltern bekommen totale Kontrolle per App

  1. Re: Sich nicht von der Angst anstecken lassen!

    sundilsan | 09:36

  2. Whatsapp "cracken"

    mrmoralhazard | 09:34

  3. Re: Die xBox ist fünstiger und schöner

    renegade334 | 09:31

  4. USB-Soundkarte kostet 2 Euro

    maze_1980 | 09:29

  5. Re: Vorprogrammierter Ladenhüter

    NMN | 09:29


  1. 09:02

  2. 19:03

  3. 18:45

  4. 18:27

  5. 18:12

  6. 17:57

  7. 17:41

  8. 17:24


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel