John McAfee "Habe Regierung von Belize mit Keyloggern überwacht"

Um John McAfee ist es seit seiner Abschiebung in die USA ruhig geworden. Jetzt veröffentlicht er in seinem Blog eine bunte Geschichte darüber, wie er mit Hilfe von verschenkten Notebooks mit Keyloggern und Prostituierten die Regierung von Belize abhörte.

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Der Softwaremillionär John McAfee hat eine neue bizarre Geschichte in seinem Blog veröffentlicht. Nach einer Durchsuchung seines Hauses in Belize im April 2012, bei dem Wertsachen gestohlen und sein Hund erschossen worden sei, sei er sehr wütend gewesen. "Ich kaufte 75 billige Notebook-Computer und installierte mit vertrauenswürdigen Helfern darauf Keylogger, die Eingaben per Textdatei an mich übermittelten." Zugleich habe ein Trojaner die Webcam und das Mikrofon in den Notebooks kontrolliert.

Die Computer habe er neu verpacken lassen und sie dann als Geschenke an Regierungsvertreter, Polizei-Offiziere, Assistenten von Ministern und an die Geliebten von mächtigen Männern und Frauen verteilt.

Vier Beschäftigte hätten für ihn dann die Zugangspasswörter für die E-Mail-Konten und andere Accounts der Überwachten aus den eingehenden Daten gesammelt.

Um weitere Informationen zu erhalten, habe McAfee 23 Frauen und sechs Männer engagiert, die Sex mit Regierungsvertretern gehabt hätten und diese Gelegenheit nutzten, um ebenfalls Trojaner auf deren Rechnern zu installieren. Die Anrede: "Hey Baby, kann ich mal an deinen Rechner, um meine E-Mails zu checken?", sei eine der gängigen Methoden gewesen. Auch mit Tonbandgeräten hätten seine Spione gearbeitet.

Dadurch sei er an Daten über Verwicklungen der Regierung von Belize in terroristische Aktivitäten gelangt.

McAfee wurde am 12. Dezember 2012 nach Miami abgeschoben. Zuvor war er in Guatemala inhaftiert worden, weil er illegal in das Land eingereist war. Sein Anwalt Telesforo Guerra hatte ein Urteil erwirkt, dem zufolge die Verhängung der Abschiebehaft gegen den Millionär illegal war. McAfee sollte wegen des gewaltsamen Todes seines Nachbarn, des US-amerikanischen Auswanderers Gregory Faull, in Belize als Zeuge verhört werden. McAfee war der Ansicht, die Regierung in Belize habe es auf sein Geld abgesehen, weshalb sie ihn umbringen wolle und war daher nach Guatemala geflüchtet.

McAfee untermauert seine lange Darstellung mit Screenshots und Audiodateien. Doch McAfee hatte schon einmal in seinem Blog eine frei erfundene Geschichte verbreitet. Als er sich von dem kanadischen Magazin Vice auf der Flucht interviewen ließ, wurde aus den Metadaten der Fotos, die mit einem iPhone gemacht wurden, sein Aufenthaltsort in Río Dulce, Guatemala, ersichtlich. McAfee reagierte darauf in seinem Blog mit einer Erklärung: "Für meine eigene Sicherheit habe ich die Exif-Daten in dem Bild manipuliert." Später wurde der Beitrag im Blog von McAfee gelöscht und er gab zu, tatsächlich in Río Dulce zu sein.


Technikfreak 08. Jan 2013

irrelevant

pholem 08. Jan 2013

Bei der letzten News zu ihm waren ja viele noch von der von ihm propagierten Sichtweise...

berritorre 08. Jan 2013

Der Typ ist halt nicht nur paranoid, sondern auch noch geil nach Aufmerksamkeit. Eine...

hypron 08. Jan 2013

Also vom Aussehen her erinnert der mich eh an nen verlotterten Tony Stark. Würde ja zu...

F4yt 08. Jan 2013

Tjoa. Da gibt's eigentlich nur eine richtige Reaktion: Ignorieren. Denn zu mehr als zum...

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