John McAfee: "Habe Regierung von Belize mit Keyloggern überwacht"
McAfee auf dem Weg zum Flughafen von Guatemala-Stadt (Bild: Jorge Lopez/Reuters)

John McAfee "Habe Regierung von Belize mit Keyloggern überwacht"

Um John McAfee ist es seit seiner Abschiebung in die USA ruhig geworden. Jetzt veröffentlicht er in seinem Blog eine bunte Geschichte darüber, wie er mit Hilfe von verschenkten Notebooks mit Keyloggern und Prostituierten die Regierung von Belize abhörte.

Anzeige

Der Softwaremillionär John McAfee hat eine neue bizarre Geschichte in seinem Blog veröffentlicht. Nach einer Durchsuchung seines Hauses in Belize im April 2012, bei dem Wertsachen gestohlen und sein Hund erschossen worden sei, sei er sehr wütend gewesen. "Ich kaufte 75 billige Notebook-Computer und installierte mit vertrauenswürdigen Helfern darauf Keylogger, die Eingaben per Textdatei an mich übermittelten." Zugleich habe ein Trojaner die Webcam und das Mikrofon in den Notebooks kontrolliert.

Die Computer habe er neu verpacken lassen und sie dann als Geschenke an Regierungsvertreter, Polizei-Offiziere, Assistenten von Ministern und an die Geliebten von mächtigen Männern und Frauen verteilt.

Vier Beschäftigte hätten für ihn dann die Zugangspasswörter für die E-Mail-Konten und andere Accounts der Überwachten aus den eingehenden Daten gesammelt.

Um weitere Informationen zu erhalten, habe McAfee 23 Frauen und sechs Männer engagiert, die Sex mit Regierungsvertretern gehabt hätten und diese Gelegenheit nutzten, um ebenfalls Trojaner auf deren Rechnern zu installieren. Die Anrede: "Hey Baby, kann ich mal an deinen Rechner, um meine E-Mails zu checken?", sei eine der gängigen Methoden gewesen. Auch mit Tonbandgeräten hätten seine Spione gearbeitet.

Dadurch sei er an Daten über Verwicklungen der Regierung von Belize in terroristische Aktivitäten gelangt.

McAfee wurde am 12. Dezember 2012 nach Miami abgeschoben. Zuvor war er in Guatemala inhaftiert worden, weil er illegal in das Land eingereist war. Sein Anwalt Telesforo Guerra hatte ein Urteil erwirkt, dem zufolge die Verhängung der Abschiebehaft gegen den Millionär illegal war. McAfee sollte wegen des gewaltsamen Todes seines Nachbarn, des US-amerikanischen Auswanderers Gregory Faull, in Belize als Zeuge verhört werden. McAfee war der Ansicht, die Regierung in Belize habe es auf sein Geld abgesehen, weshalb sie ihn umbringen wolle und war daher nach Guatemala geflüchtet.

McAfee untermauert seine lange Darstellung mit Screenshots und Audiodateien. Doch McAfee hatte schon einmal in seinem Blog eine frei erfundene Geschichte verbreitet. Als er sich von dem kanadischen Magazin Vice auf der Flucht interviewen ließ, wurde aus den Metadaten der Fotos, die mit einem iPhone gemacht wurden, sein Aufenthaltsort in Río Dulce, Guatemala, ersichtlich. McAfee reagierte darauf in seinem Blog mit einer Erklärung: "Für meine eigene Sicherheit habe ich die Exif-Daten in dem Bild manipuliert." Später wurde der Beitrag im Blog von McAfee gelöscht und er gab zu, tatsächlich in Río Dulce zu sein.


Technikfreak 08. Jan 2013

irrelevant

pholem 08. Jan 2013

Bei der letzten News zu ihm waren ja viele noch von der von ihm propagierten Sichtweise...

berritorre 08. Jan 2013

Der Typ ist halt nicht nur paranoid, sondern auch noch geil nach Aufmerksamkeit. Eine...

hypron 08. Jan 2013

Also vom Aussehen her erinnert der mich eh an nen verlotterten Tony Stark. Würde ja zu...

F4yt 08. Jan 2013

Tjoa. Da gibt's eigentlich nur eine richtige Reaktion: Ignorieren. Denn zu mehr als zum...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior SAP CRM ABAP Entwickler (m/w)
    FRITZ & MACZIOL group, Ulm
  2. IT Software Specialist (m/w) Patent Annuities Department
    Dennemeyer Group, Howald (Luxembourg)
  3. SAP Business Process Expert (m/w)
    Brüel & Kjaer Vibro GmbH, Darmstadt
  4. Web-Entwickler (m/w) mit Schwerpunkt PHP
    LLG Media GmbH, Bonn

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Pangu 1.0.1

    Jailbreak für iOS 8.1

  2. Gratiseinwilligung für Google

    Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein

  3. John Riccitiello

    Ex-EA-Chef ist neuer Boss von Unity Technologies

  4. Android Wear

    Moto 360 und G Watch erhalten Update

  5. Digitale Dividende II

    Bundesnetzagentur will DVB-T ab April 2015 beenden

  6. Security

    Gefährliche Schwachstellen im UEFI-Bios

  7. Broadcom

    Chips für Router mit G.Fast sind fertig

  8. Canon Filmkamera

    EOS C100 Mark II mit Dual-Pixel-AF und besserem Sucher

  9. Samsung

    Galaxy-Geräte mit Knox für US-Regierung zertifiziert

  10. Sammelkarten

    Hearthstone erst 2015 auf Smartphones



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  2. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen
  3. Entwicklung vorerst eingestellt Notebooks mit Touch-Displays sind nicht gefragt

Legale Streaming-Anbieter im Test: Netflix allein macht auch nicht glücklich
Legale Streaming-Anbieter im Test
Netflix allein macht auch nicht glücklich
  1. Netflix-Statistik Die Schweiz streamt am schnellsten
  2. Deutsche Telekom Entertain ab dem 14. Oktober mit Netflix
  3. HTML5-Videostreaming Netflix bietet volle Linux-Unterstützung

Windows 10 Technical Preview ausprobiert: Die Sonne scheint aufs Startmenü
Windows 10 Technical Preview ausprobiert
Die Sonne scheint aufs Startmenü
  1. Build 9860 Windows 10 jetzt mit Info-Center für Benachrichtigungen
  2. Microsoft Neue Fensteranimationen für Windows 10
  3. Windows 10 Microsoft will nicht an das unbeliebte Windows 8 erinnern

    •  / 
    Zum Artikel