Anzeige
Google-Logo mit Nutzern
Google-Logo mit Nutzern (Bild: Dado Ruvic/Reuters)

Johannes Caspar: Google soll diensteübergreifende Nutzerprofile lockern

Google-Logo mit Nutzern
Google-Logo mit Nutzern (Bild: Dado Ruvic/Reuters)

Ein Landesdatenschützer will durchsetzen, dass Google ermöglicht, dass Nutzer die Profilbildung der Dienste abschalten können. Der Konzern habe "bereits substantielle Änderungen signalisiert" und müsse nun Vorgaben umsetzen.

Anzeige

Der Hamburger Landesdatenschützer Johannes Caspar besteht darauf, dass Google wesentliche Änderungen bei der Verarbeitung von Nutzerdaten vornimmt. Seine Behörde hat einen Widerspruch des US-Konzerns gegen eine förmliche Verwaltungsanordnung aus dem September 2014 abgelehnt. Dabei geht es um den Vorwurf, dass Googles neue Datenschutzerklärung vom März 2012 eine pauschale Ermächtigung zur Erstellung umfassender diensteübergreifender Nutzerprofile bei fehlender Festlegung einer Speicherdauer darstellt.

Google habe aber dem Datenschutzbeauftragten und weiteren europäischen Datenschutzbehörden signalisiert, dass substantielle Änderungen an den Diensten erfolgen sollen, um die Anforderungen des Datenschutzrechts zu erfüllen, erklärte Caspar. Diese Pläne hat Google bereits Ende März 2015 den europäischen Datenschutzbehörden präsentiert.

Caspar: "Google hat es nun in der Hand, unsere Vorgaben umzusetzen, etwa durch einen transparenten Konsens-Mechanismus bei der Verarbeitung von Nutzerdaten. Ich erwarte, dass dies weiter im Rahmen eines konstruktiven Dialogs mit uns erfolgt und am Ende eine klare Stärkung der Rechte der Nutzer von Google-Diensten auch europaweit erreicht wird."

Google erklärte Golem.de auf Anfrage: "Wir haben während des gesamten Vorgangs mit dem Hamburger Datenschutzbeauftragten konstruktiv zusammengearbeitet. Dabei haben wir unsere Datenschutzerklärung erläutert und sind auf die Bedenken der Behörde eingegangen. Wir prüfen nun das weitere Vorgehen."

Google hatte im Jahr 2012 erklärt, dass nicht mehr Daten gesammelt würden. Jeder Nutzer könne weiterhin selbst darüber entscheiden, sich bei Google einzuloggen, und die meisten Google-Dienste stünden auch ohne Anmeldung zur Verfügung, darunter die Suche, Google Maps und Youtube. Nutzer, die sich einloggten, könnten weiterhin den Verlauf ihrer Suchabfragen verändern und komplett deaktivieren, und bei Google Mail lasse sich der Chat auch weiter auf "Off the Record" schalten. Zudem könnten Nutzer kontrollieren, wie Google Werbung auf sie zuschneide, und auch der Inkognito-Modus von Chrome stehe wie alle anderen Werkzeuge, die Google zum Schutz der Privatsphäre anbietet, weiterhin zur Verfügung.

Caspar hatte im Juli 2013 wegen der Datenschutzbestimmungen ein offizielles Verfahren gegen Google eingeleitet. Das Verfahren ist Teil einer durch die französische Commission Nationale de l'Informatique et des Libertés (CNIL) koordinierten Aktion, an der Datenschutzbehörden mehrerer EU-Länder beteiligt sind.


eye home zur Startseite
p3x4722 09. Apr 2015

stimmt doch gar nicht. Der einzige, der Google versucht die deutschen Vorschriften...

bofhl 09. Apr 2015

Dir ist aber auch klar, dass diese Konzerne die Macht und die Fähigkeit haben ihre...

Sukram71 08. Apr 2015

Diese Datenschutz-Experten sollen besser als Hausmeister in ihrer Wohnanlage rumlaufen...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Service Designer/in
    Landesbetrieb IT.Niedersachsen, Hannover
  2. Trainee (m/w) IT-Anwendungen
    Süwag Energie AG, Frankfurt am Main
  3. Mitarbeiter/in im Bereich IT Helpdesk für den 1st-Level-Support
    Bosch Communication Center Magdeburg GmbH, Berlin
  4. Datenbankentwickler/in webbasierte Diagnosesysteme
    Robert Bosch GmbH, Plochingen

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Soylent-Flüssignahrung

    Die Freiheit, nicht ans Essen zu denken

  2. Fraunhofer IPMS

    Multispektralkamera benötigt nur ein Objektiv

  3. Transformer 3 (Pro)

    Asus zeigt Detachables mit Kaby Lake

  4. Delock DL-89456

    Netzwerkkarte für 2.5 und 5GbE

  5. Bezahlsystem

    Apple will Pay zügig in Europa ausweiten

  6. Überwachung

    Aufregung um Intermediate-Zertifikat für Bluecoat

  7. Virtual Reality

    Googles Daydream benötigt neues Smartphone

  8. Cortex-A73 Artemis

    ARMs neuer High-End-CPU-Kern für 2017

  9. Tony Fadell

    iPod-Erfinder baut Elektro-Gokarts für Kinder

  10. Riesiges Produktionsgebäude

    Ende Juli wird die Tesla Gigafactory eröffnet



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xiaomi Mi5 im Test: Das fast perfekte Top-Smartphone
Xiaomi Mi5 im Test
Das fast perfekte Top-Smartphone
  1. Konkurrenz zu DJI Xiaomi mit Kampfpreis für Mi-Drohne
  2. YI 4K Xiaomi greift mit 4K-Actionkamera GoPro an

Hyperloop Global Challenge: Jeder will den Rohrpostzug
Hyperloop Global Challenge
Jeder will den Rohrpostzug
  1. Hyperloop HTT will seine Rohrpostzüge aus Marvel-Material bauen
  2. Hyperloop One Der Hyperloop fährt - wenn auch nur kurz
  3. Inductrack Hyperloop schwebt ohne Strom

Doom im Test: Die beste blöde Ballerorgie
Doom im Test
Die beste blöde Ballerorgie
  1. Doom im Technik-Test Im Nightmare-Mode erzittert die Grafikkarte
  2. id Software Doom wird Vulkan unterstützen
  3. Id Software PC-Spieler müssen 45 GByte von Steam laden

  1. Re: Logikfehler?

    Slartie | 12:24

  2. Re: Viel zu hohe Erwartungen seitens des Ideengebers

    n0x30n | 12:22

  3. Re: Kann mal jemand Herrn Maas aufklären?

    knabba | 12:21

  4. Re: Schlafen und aufs Klo gehen ist auch nervig

    AllDayPiano | 12:21

  5. Re: Viel blabla ...

    lgo | 12:21


  1. 12:02

  2. 11:39

  3. 11:28

  4. 11:10

  5. 10:31

  6. 10:27

  7. 08:45

  8. 08:15


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel