JDownloader2
JDownloader2 (Bild: JDownloader2)

JDownloader2 Downloadfunktion für Streaming in Deutschland verboten

Das Landgericht Hamburg hat die Downloadfunktion für geschützte Streams in JDownloader2 verboten. Bei Herstellung, Verbreitung und Besitz zu gewerblichen Zwecken droht ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro. Es geht bei der Klage um Inhalte auf einer Plattform von ProSiebenSat.1.

Anzeige

Das Landgericht Hamburg hat die Software JDownloader2, die Downloads von geschützten Streaminginhalten ermöglicht, als urheberrechtlich unzulässig verboten (Az.: 310 O 144/13). Das berichtet die Kanzlei Rasch Rechtsanwälte, die selbst als Abmahner in dem Fall aktiv war. Die Software umgeht nach Ansicht des Gerichts eine wirksame technische Maßnahme nach Paragraf 95a Urheberrechtsgesetz.

Es handelt sich jedoch nur um eine Entscheidung in einem Verfahren auf Erlass einer einstweiligen Verfügung. Rechtsanwalt Thomas Stadler erklärte: "Man muss allerdings angesichts der Gesetzeslage davon ausgehen, dass andere Gerichte ähnlich entscheiden werden."

Für Rasch ist es bereits das zweite Softwareverbot für die Videoplattform. "Nachdem 2012 bereits das Landgericht München eine Software verboten hatte, die es ermöglichte, geschützte Videostreams von der Internetseite Myvideo.de herunterzuladen, haben Rasch Rechtsanwälte nun auch gegen die Herstellerin der Software JDownloader2 ein entsprechendes Verbot durchgesetzt", so Mirko Brüß von Rasch Rechtsanwälte.

In dem Rechtsstreit ging es darum, ob das dauerhafte Herunterladen von Videos von Myvideo.de einen Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz bedeutet. Das Unternehmen, das mehrheitlich zur ProSiebenSat.1-Gruppe gehört, bietet seinen Nutzern Videos nur als Stream und setzt als Schutz gegen dauerhafte Downloads RTMPE (Encrypted Real Time Messaging Protocol) sowie eine Token-URL ein.

Die Software JDownloader2 umgeht diese Schutzmaßnahmen und erlaubt, Videos dauerhaft auf dem eigenen Rechner zu speichern.

Herstellung, Verbreitung und der gewerbliche Besitz der Software JDownloader2 sind somit untersagt. Im Fall der Zuwiderhandlung droht dem Softwarehersteller ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.

Nachtrag vom 19. Juni 2013, 13:35 Uhr

Das Unternehmen Appwork aus Fürth, das die Open-Source-Software anbietet, hat das Plugin, das die vermeintlich illegale Funktion enthält, entfernt. Laut Darstellung des Unternehmens ist die Software damit wieder legal.


Zeicon 22. Jun 2013

Also soweit ich weiß hat JD2 doch überhaupt noch nie RTMP(e) unterstützt. Es findet zwar...

neocron 20. Jun 2013

es redet niemand von technisch wirksam, sondern von wirksamen technischen Massnahmen...

Prypjat 20. Jun 2013

Oooh! Natürlich. Da hatte ich heute morgen wohl einen Synapsenkoller http://abload.de...

oBsRVr666 20. Jun 2013

Und deswegen muss Google jetzt ja auch zahlen an Springer und Co. Total bekloppt sowas!

RealAngst 20. Jun 2013

Schön, dass das mal jemand anspricht. Mich hat die Werbung auf Golem.de bei den Videos...

Kommentieren




Anzeige

  1. Systemadministrator/in Schwerpunkt E-Mail und DNS
    Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken, Heidelberg
  2. Produktsoftwareentwickler Vorentwicklung Cloud / Serverplattform (m/w)
    Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Hildesheim
  3. Data Analyst (m/w) mit Schwerpunkt Sales & Marketing
    zooplus AG, München
  4. IT-Business-Analyst (m/w)
    Zurich Service GmbH, Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. NEU: Assassins Creed Unity PC Download
    29,97€
  2. Batman: Arkham Knight Collector's Edition
    109,00€
  3. HEUTE RELEASE: Grim Fandango Remastered
    11,89€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Autobahn

    Ruhrgebiet soll Testgebiet für autonomes Fahren werden

  2. Glibc

    Ein Geist gefährdet Linux-Systeme

  3. iPhone

    Apple patentiert ansteckbares Gamepad und weiteres Zubehör

  4. KDE Plasma 5.2 erschienen

    Breeze ist überall

  5. Vorratsdatenspeicherung

    EU-Kommission plant keinen neuen Anlauf

  6. Microblogging

    Twitter führt Videofunktion und Gruppennachrichten ein

  7. Spionagesoftware

    Kaspersky enttarnt Regin als NSA-Programm

  8. Lunar-X-Prize

    Google zeichnet Mondfahrer aus

  9. Raumfahrt

    Lightsail segelt mit dem Sonnenwind um die Erde

  10. Nachfrage stagniert

    Foxconn will künftig weniger Arbeiter neu einstellen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Sony Alpha 7 II im Test: Fast ins Schwarze getroffen
Sony Alpha 7 II im Test
Fast ins Schwarze getroffen
  1. Systemkamera Olympus kündigt neues Modell im OM-D-System an
  2. Seek XR Wärmebildkamera mit Zoom für Android und iOS
  3. Geco Mark II Federleichte Actionkamera für den Brillenbügel

Neues Betriebssystem: Microsoft nennt viele neue Details zu Windows 10
Neues Betriebssystem
Microsoft nennt viele neue Details zu Windows 10
  1. Technical Preview mit Cortana Windows 10 Build 9926 steht zum Download bereit
  2. Microsoft Nicht alle Windows-Phone-Smartphones erhalten Windows 10
  3. Surface Hub Microsoft zeigt Konferenzsystem mit Digitizer und Windows 10

Spionage oder Imageaufwertung?: Deutsche Behörden nennen es Social Media Intelligence
Spionage oder Imageaufwertung?
Deutsche Behörden nennen es Social Media Intelligence
  1. Ausfall von Internetdiensten Lizard Squad will's gewesen sein, Facebook sagt nein
  2. Soziales Netzwerk Justizministerium kritisiert Facebooks neue AGB
  3. jobbörse.com Xing kauft Suchmaschine für 6,3 Millionen Euro

    •  / 
    Zum Artikel