Jay-Z: Der Superrapper und die Samsung-Spyware
Rapper Jay-Z bei einem Konzert (Bild: Kacper Pempel/Reuters)

Jay-Z Der Superrapper und die Samsung-Spyware

Eine Million digitale Exemplare vorab: Samsung verschenkt das kommende Album des US-Rappers Jay-Z an seine Kunden. Jetzt regt sich Kritik an der App, mit der das geschieht.

Anzeige

"Magna Carta Holy Grail" heißt das Album des Rappers Jay-Z, das in den USA offiziell am 9. Juli 2013 erscheint. Besitzer einiger Smartphone- und Tablet-Modelle von Samsung - darunter das Galaxy S 4, das Galaxy S 3 und das Galaxy Note 2 - können es bereits seit dem US-Unabhängigkeitstag, dem 4. Juli, kostenlos herunterladen; angeblich erhält Jay-Z, der momentan neben Kanye West wohl populärste Hip-Hop-Künstler, pro Kopie fünf US-Dollar.

An der App, mit der Samsung die Musik ausliefert, gibt es inzwischen massive Kritik. Die Software greift nach der Installation auf die Systemsteuerung und den Speicher der Hardware zu, außerdem will sie den per GPS ermittelten Standort des Nutzers wissen sowie Details über dessen Anrufe und die Netzwerkkommunikation. Ein Kollege von Jay-Z, ein Rapper namens Killer Mike, hat ein Bild der Freigaben von der App gemacht und auf Twitter veröffentlicht. Wozu die Daten dienen, ist nicht ersichtlich. Die App verfügt nicht über eine Funktion, für die sie nötig wären - im Grund kann sie wenig mehr als die Musik abspielen, die nicht einmal in den Musikkatalog des Nutzers eingefügt wird.

Immer lassen sich mit der App die Texte des Jay-Z-Albums anzeigen. Dafür muss der Nutzer allerdings über ein aktives Nutzerkonto bei Facebook oder Twitter verfügen, auf das pro Songtext eine von Samsung generierte Statusmeldung bezüglich des Textes im Newsfeed an alle Freunde und Bekannten geschickt wird - mit derlei Methoden haben schon Socialgames-Firmen ihren Kunden vergrault. Der Musikkritiker der New York Times schreibt, es handele sich bei der App um ein "hässliches Stück Software".


Themenzersetzer 10. Jul 2013

Was du reden?

Guardian 09. Jul 2013

Jap, denn dann ist der Nutzer schuld. Wem seine Sicherheit egal ist, der zahlt. ist wie...

Tigerf 08. Jul 2013

Solange sich niemand über die Datenerhebung und deren Auswertung beschwert ist alles OK...

Dadie 08. Jul 2013

Wenn ich ein "Spießbürger" bin nur weil ich erwarte, das die Bürger nicht nur ihre...

9life-Moderator 08. Jul 2013

Solange Samsung gegen den Apple-Götzen kämpft, werde ich sie mit jedem Cent...

Kommentieren



Anzeige

  1. Inhouse Spezialist SAP (m/w)
    ROTA YOKOGAWA GmbH & Co. KG, Wehr am Rhein
  2. Projektleiter Software Standardisierung (m/w) Schwerpunkt Fördertechnik
    Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen
  3. Manager (m/w) of End User Support Services
    CSM Deutschland GmbH, Bremen
  4. SAP-Modulbetreuer (m/w) Rechnungswesen und Controlling
    HiPP-Werk Georg Hipp OHG, Pfaffenhofen (Raum Ingolstadt)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Galaxy Note 4

    4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat

  2. Archos 50 Diamond

    LTE-Smartphone mit Full-HD-Display für 200 Euro

  3. Test Dreamfall Chapters Book One

    Neue Episode von The Longest Journey

  4. iPad Air 2 im Test

    Toll, aber kein Muss

  5. Nocomentator

    Filterkiste blendet Sportkommentare aus

  6. Gameworks

    Nvidia rollt den Rasen aus

  7. Rolling-Release

    Opensuse Factory und Tumbleweed werden zusammengeführt

  8. Project Ara

    Google will nicht nur das Smartphone neu erfinden

  9. Wildstar

    NC Soft entlässt Mitarbeiter

  10. Mozilla

    Einfache Web-Apps auf dem Smartphone erstellen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Raumfahrt Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift
  2. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  3. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

    •  / 
    Zum Artikel