Javascript jQuery 1.8 mit Grunt veröffentlicht

Das jQuery-Team hat seine Javascript-Bibliothek in der Version 1.8 veröffentlicht. Die neue Version bietet eine schnellere Selektor-Engine, sorgt für effiziente Animationen und wird dank Grunt modular.

Anzeige

Die Javascript-Bibliothek jQuery 1.8 wird modular, denn das neue Build-System Grunt ermöglicht es, angepasste Versionen der Bibliothek zu erstellen. Nicht benötigte Module müssen so nicht ausgeliefert werden. Dabei setzt das jQuery-Team auf das Ben-Almans-Werkzeug Grunt.

Sizzle wird schneller

Die Selektor-Engine Sizzle wurde für jQuery 1.8 zweimal neu geschrieben. Das Ergebnis soll deutlich schneller sein als bisher. Zugleich kann Sizzle nun mit mehr Grenzfällen umgehen und unterstützt die Kombination mehrerer Selektoren. Auch werden Bugs in den unterschiedlichen Browserimplementierungen von querySelectorAll besser ausgeglichen.

Animationen und Effekte werden effizienter

Das Animationssystem von jQuery wurde grundlegend überarbeitet. Der bisherige Code habe sich mit der Zeit zu einem riesigen Durcheinander entwickelt, so das Team, sei mit der neuen Version aber nicht nur aufgeräumt, sondern auch mit einigen nur rudimentär dokumentierten Erweiterungen versehen worden. Vorrangig ging es bei der Entwicklung darum, dass bestehender Code auch mit der neuen Version funktioniert.

Dabei nutzt jQuery nun, sofern möglich, CSS-Animationen, sorgt aber dafür, dass die Animationen auch in Browsern funktionieren, denen die notwendige CSS-Unterstützung fehlt. Wer ausschließlich moderne Browser ansprechen will, die CSS-Animationen unterstützen, kann auf das Animationsmodul verzichten.

Automatische Browser-Präfixe

Die für einige CSS-Eigenschaften notwendigen Präfixe fügt jQuery 1.8 automatisch ein, wenn entsprechende Eigenschaften mit .css() oder .animate() zugewiesen werden. Webdesigner müssen so nur noch die jeweiligen Standardversionen verwenden.

XSS-Schutz

Die neue Funktion $.parseHTML soll helfen, Cross-Site-Scripting zu unterbinden. Mit der kommenden Version wird jQuery zudem ihm übergebene Strings strikter handhaben, um auch dadurch XSS vorzubeugen.

Die jQuery-Entwickler nutzen die neue Version aber auch zum Aufräumen, so dass jQuery 1.8 einige Funktionen nicht mehr unterstützt. Dazu zählt die Methode $.browser, da die Browsererkennung anhand des User-Agent-Strings von den Entwicklern als nicht mehr sinnvoll angesehen wird. Auch die Methode $.sub fällt weg. Da sie kaum genutzt wird, gliedert man sie in eine Erweiterung aus.

Weniger Code

Trotz der neuen Funktionen ist das komprimierte jQuery-Paket in der Version 1.8 etwas kleiner als in der Version 1.7.2. Die Code-Reduktion war auch eines der erklärten Ziele der Entwickler. Allerdings wurden dazu auch einige Funktionen entfernt. Mit den kommenden Versionen jQuery 1.9 und 2.0 soll dies weitergehen: Mit jQuery 1.9 sollen zunächst die mit jQuery 1.8 begonnenen Aufräumarbeiten fortgesetzt werden. So werden viele in jQuery 1.8 als veraltet markierte APIs aus jQuery 1.9 komplett entfernt. Aus jQuery 2.0, das den gleichen Funktionsumfang bieten soll wie jQuery 1.9, soll die Unterstützung für den Internet Explorer 6, 7 und 8 entfernt werden, wodurch der Code weiter schrumpfen wird.

Die Javascript-Bibliothek jQuery 1.8 steht ab sofort unter jquery.com zum Download bereit.


Jenz 10. Aug 2012

Ich will aber nix was bei google verlinkt wird, weil ich damit deren Statistiken füttere...

lisgoem8 10. Aug 2012

Ich persönlich nehm gerne immer die letzte Finale vorversion. Wenn sie endlich...

Frank 10. Aug 2012

Die Behauptung im Artikel, jQuery 1.8 würde die Methode $.browser nicht mehr...

Kommentieren




Anzeige
  1. Inhouse Consultant (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  2. Softwareentwickler / Softwareentwicklerin
    BBF GmbH, München und Dresden
  3. IT-Projektmitarbeiter (m/w) DB / Logistiksoftware
    transmed Transport GmbH, Regensburg
  4. Stellvertretender Teamleiter (m/w) IT-Helpdesk
    Rhenus AG & Co. KG, Holzwickede

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Surface Pro im Test

    Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

  2. Briefkastenfirmen

    Apple ist "einer der größten Steuervermeider" der USA

  3. Yahoo Japan

    Daten von 22 Millionen Nutzern kompromittiert

  4. Flying Wild Hog

    Der Shadow Warrior kämpft wieder

  5. Sony

    Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen

  6. Palava

    Videokonferenzlösung auf Basis von WebRTC

  7. Browser

    Opera für Android mit Webkit-Engine ist da

  8. Travelstar 5K1500

    Notebookfestplatte mit 1,5 TByte

  9. Sandisk und Toshiba

    Flash-Speicher wird kleiner

  10. Samsung

    Galaxy-S4-Funktionen für das Galaxy S3



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sailfish-Smartphone: Jolla stellt "The Other Half" vor
Sailfish-Smartphone
Jolla stellt "The Other Half" vor

Jolla hat unter dem Namen "The Other Half" (Die andere Hälfte) sein erstes Smartphone mit dem Meego-Nachfolger Sailfish OS vorgestellt. Die Entwickler von Nokias einzigem Meego-Smartphone N9 bieten "Die andere Hälfte" mit 4,5-Zoll-Display ab sofort zur Vorbestellung an.

  1. Sailfish OS Erste Jolla-Smartphones Anfang Mai erhältlich
  2. Displayserver Wayland 1.1 mit neuen Weston-Backends
  3. Jolla SDK für Sailfish veröffentlicht

Paul Otellini: Wie Intel das iPhone verpasst hat
Paul Otellini
Wie Intel das iPhone verpasst hat

"Ich hätte auf mein Gefühl vertrauen sollen." Das sagt der Ex-Intel-Chef über die gescheiterten Verhandlungen für einen SoC von Intel im ersten iPhone vor dem Start im Jahr 2007.

  1. Mophie Juice Pack Plus Akkuhülle für 10 Stunden mehr Sprechzeit mit dem iPhone 5
  2. Apple und T-Mobile USA Neues iPhone 5 mit HSPA-Unterstützung auf dem AWS-Band
  3. Digitimes Neues iPhone soll im Sommer kommen

Zensur im Iran: "Das Internet muss an die Kette"
Zensur im Iran
"Das Internet muss an die Kette"

Im Iran werden kurz vor der Wahl verstärkt ausländische Webseiten gefiltert und die ohnehin langsame Surfgeschwindigkeit nochmals gedrosselt. Damit sei das iranische Intranet - auch Halal genannt - weitgehend fertig, sagen Aktivisten.

  1. Offline Syrien erneut vom Internet abgeschnitten
  2. Lokalisierung Spiele verboten!
  3. Zensur Iranische Behörden sperren VPNs

Zum Artikel