Javascript-Bibliothek jQuery 1.9 fertig, 2.0 als Beta veröffentlicht

Die populäre Javascript-Bibliothek jQuery ist in der Version 1.9 erschienen, die Version 2.0 liegt in einer Betaversion vor. Wesentlicher Unterschied der beiden Versionen: jQuery 2.0 unterstützt den Internet Explorer 6, 7 und 8 nicht mehr.

Anzeige

Weniger ist mehr, so das Motto der jQuery-Entwickler bei der neuen Version 1.9: Diverse veraltete Funktionen wurden entfernt, um das API zu vereinfachen und die Codebasis zu reduzieren. Die entsprechenden Funktionen wurden in jQuery 1.7 und 1.8 bereits als veraltet (deprecated) markiert. Darüber hinaus wurde das API um Doppeldeutigkeiten bereinigt. Eine Übersicht über die Änderungen gibt ein Upgrade-Guide für jQuery 1.9.

Zu den Neuerungen von jQuery 1.9 gehört die Möglichkeit, .css() ein Array zu übergeben, um mit einem Aufruf mehrere CSS-Eigenschaften anzufragen. Zudem stehen einige weitere CSS3-Funktionen browserübergreifend zur Verfügung, auch in alten Versionen des Internet Explorers (IE). Mit der neuen Methode .finish() können alle Animationen, die auf einem Element angewendet werden, abgeschlossen werden.

Darüber hinaus bietet jQuery 1.9 Source-Mapping-Unterstützung für die minimierte Version der Bibliothek, was das Debugging vereinfachen soll.

jQuery Migrate

Um für Entwickler den Umstieg auf die neue Version zu vereinfachen, steht das Plugin jQuery Migrate zur Verfügung. Es zeigt veraltete und entfernte Funktionen an, kann aber in manchen Fällen auch das Verhalten älterer jQuery-Versionen wiederherstellen. Das Plugin läuft unter jQuery 1.9 und 2.0.

Entwickler, die schon bisher eine aktuelle Version von jQuery Core verwendet und auf als veraltet markierte APIs verzichtet haben, sollten ohne Code-Anpassungen auf die neue Version umsteigen können, so die jQuery-Entwickler. Dennoch raten die jQuery-Entwickler, das Migrationsplugin zu nutzen, da es Fehler anzeigt, sollte es Probleme mit der neuen Version geben.

jQuery-2.0-Beta

Zusammen mit jQuery 1.9 erschien auch eine Beta von jQuery 2.0. Dabei handelt es sich letztendlich um jQuery 1.9 ohne Unterstützung für alte Internet-Explorer-Versionen. So unterstützt jQuery 2.0 Microsoft-Browser nur noch ab der Version 9.0, wodurch die Entwickler größere Code-Teile entfernen konnten.

Gedacht ist jQuery 2.0 vor allem für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets, wo der IE in den Versionen 6 bis 8 keine Rolle spielt. Auf normalen Webseiten kann mit Hilfe von Conditional Comments für ältere IE-Versionen aber auch gezielt jQuery 1.9 eingebunden werden. Das hat vor allem Vorteile für Nutzer solcher Webseiten, denn wenn diese moderne Browser verwenden, müssen sie dadurch weniger Code mit jedem Seitenaufruf herunterladen. Obwohl die Entwickler mit der Entfernung des IE-spezifischen Code noch nicht fertig sind, ist jQuery 2.0 bereits 10 Prozent kleiner als jQuery 1.9.

Sowohl jQuery 1.9 als auch 2.0 können über das jQuery-CDN direkt in Webseiten eingebunden werden, jQuery 1.9 kann zudem unter jquery.com/download heruntergeladen werden.


lisgoem8 16. Jan 2013

IE6,7,8,9 aber von 10 lese ich nichts. Und wo bleibt der IE10 für Windows 7 eigentlich...

redmord 15. Jan 2013

Der Fehler wird bei dir ja bereits in jquery-1.9.0.min.js gefunden. Das hat mit migrate...

redmord 15. Jan 2013

Die Core-Variante wird kein IE6-8 mehr unterstützen. Es soll aber optionale...

Kommentieren



Anzeige

  1. Software-Entwickler (m/w)
    Elsner Elektronik GmbH, Gechingen
  2. Entwicklungsingenieur/in Hands Free Akustik
    Daimler AG, Sindelfingen
  3. SAP Inhouse Berater BI (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz
  4. BW/BI Anwendungsbetreuer (m/w)
    Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  2. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  3. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  4. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  5. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  6. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  7. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  8. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  9. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  10. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Digitalkamera: Panono macht Panoramen im Flug
Digitalkamera
Panono macht Panoramen im Flug

Wenn Jonas Pfeil ein Panorama aufnimmt, stellt er nicht Kamera, Stativ und Panoramakopf auf, sondern wirft einen Ball in die Höhe. Um das Panorama anschließend zu betrachten, hantiert er mit einem Tablet. Der Berliner hat Golem.de seine Entwicklung erklärt.

  1. Lytro Illum Neue Lichtfeldkamera für Profis
  2. Nachfolger von Google Glass Google patentiert Kontaktlinsen mit Kameras
  3. Pentax 645Z Mittelformatkamera mit 51 Megapixeln und ISO 204.800

Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Freedesktop-Summit Desktops erarbeiten gemeinsam Wayland und KDBus
  2. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  3. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion

First-Person-Walker: Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?
First-Person-Walker
Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

Walking-Simulator-Spiele nennen sie die einen, experimentelle Spiele die anderen. Rainer Sigl hat einen neuen Begriff für das junge Genre der atmosphärisch dichten Indie-Games erfunden: First-Person-Walker - Spiele aus der Ich-Perspektive mit wenig Gameplay.

  1. Flappy 48 Zahlen statt Vögel
  2. Deadcore Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux
  3. A Maze 2014 Tanzen mit der Perfect Woman

    •  / 
    Zum Artikel