Abo
  • Services:
Anzeige
Gerichtsverhandlung enthüllt Googles Verdienst mit Android.
Gerichtsverhandlung enthüllt Googles Verdienst mit Android. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Java-Rechtsstreit: Android bringt Google 31 Milliarden US-Dollar

Gerichtsverhandlung enthüllt Googles Verdienst mit Android.
Gerichtsverhandlung enthüllt Googles Verdienst mit Android. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

31 Milliarden US-Dollar soll Google bisher mit Android eingenommen haben. Das geht aus Gerichtsunterlagen im Java-Rechtsstreit hervor. Im Zuge dessen wurde auch bekannt, wie viel Apple erhält, damit iOS-Geräte standardmäßig die Google-Suche verwenden.

Der Rechtsstreit zwischen Google und Oracle um die Nutzung der Java-APIs in Android hat einige bisher nicht bekannte Details offengelegt. Oracle hat bei der Gerichtsverhandlung vor dem kalifornischen US-Bezirksgericht in San Francisco Zahlen dazu genannt, wie viel Google bisher mit Android eingenommen und verdient hat. Das berichten übereinstimmend Bloomberg und Reuters, die beide Einblick in die Gerichtsunterlagen erhalten haben, die mittlerweile nicht mehr öffentlich zugänglich sind.

Anzeige

Google hat mit Android 22 Milliarden US-Dollar verdient

Die Zahlen hatte ein Anwalt von Oracle bei der Gerichtsverhandlung im Zuge des Java-Rechtsstreits genannt. Demnach hat Google seit der Markteinführung 31 Milliarden US-Dollar damit eingenommen. Der Verdienst seit 2008 soll sich auf 22 Milliarden US-Dollar belaufen. Derzeit ist nicht bekannt, wie Oracle an diese Zahlen gelangt ist. Google hätte diese Zahlen allerdings gerne geheim gehalten und meint, sie würden aus vertraulichen Geschäftsunterlagen von Google stammen.

Google hatte daher das Gericht gedrängt, die betreffenden Textpassagen unter Verschluss zu halten und der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung zu stellen. Ansonsten würden "in höchstem Maße heikle Informationen" bekanntgemacht, die aus Unterlagen stammten, die nur für "Anwälte gedacht sind". Google würde öffentlich keine Einnahmen nur von Android bekanntgeben, erklärte das Unternehmen dazu. Die Veröffentlichung der Zahlen könnte "erhebliche negative Auswirkungen auf Googles Geschäfte haben", fürchtet das Unternehmen.

Eine Mitschrift des Verhandlungstages soll vergangene Nacht entfernt worden sein. Derzeit ist nicht bekannt, ob das Gericht die Unterlagen aufgrund von Googles Befürchtungen entfernt hat. Weder Oracle noch Google wollten sich zu dem Vorgang äußern.

Für Google gibt es bezüglich Android zwei Einnahmequellen: Einerseits wird mit Anzeigen Geld verdient, die von Google auf Android-Geräten angezeigt werden. Außerdem gibt es Einnahmen durch den Play Store, weil Google an den Einnahmen beteiligt ist, die Entwickler mit ihren Android-Apps verdienen.

Google hat Apple 1 Milliarde US-Dollar gezahlt

Die Gerichtsverhandlung hat ein weiteres Detail über Google enthüllt: So hat der Oracle-Anwalt weitere Einzelheiten bekanntgemacht, die Google lieber ebenfalls geheim gehalten hätte. Im Jahr 2014 soll Apple von Google 1 Milliarde US-Dollar erhalten haben, zitiert Bloomberg aus Gerichtsunterlagen. Im Gegenzug hat Apple auf seinen iOS-Geräten standardmäßig Google als Suche eingerichtet. Demnach hatten beide Firmen ein Abkommen, dass Apple finanziell an Googles Einnahmen aus dem Suchgeschäft beteiligt wird. Dass Apple von Google für die Nutzung der Suche bezahlt wird, ist seit langem bekannt, die Höhe der Zahlungen allerdings bislang geheim.

Die Sprecher von Apple und Google wollten diese Zahlen nicht kommentieren. Allerdings pochten beide Unternehmen darauf, dass diese Zahlen nicht an die Öffentlichkeit gelangen dürften. Auch hier ist unklar, ob das Gericht dem Wunsch von Apple und Google erfüllt hat, indem die Gerichtsdokumente für die Öffentlichkeit gesperrt wurden. Die betreffende Gerichtsverhandlung fand bereits vor einer Woche statt und eine Mitschrift davon war bis vor kurzem öffentlich zugänglich.


eye home zur Startseite
Pjörn 23. Jan 2016

Apple wird iAd aber ganz bestimmt nicht aus Gründen einstellen, die auch nur im...

Pjörn 22. Jan 2016

Du beschreibst den Sachverhalt genauso unpräzise wie der Autor des Artikels. Safari ist...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. DZR Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH, Stuttgart
  2. atg Luther & Maelzer GmbH, Wertheim Raum Würzburg
  3. T-Systems International GmbH, München
  4. JOSEPH VÖGELE AG, Ludwigshafen


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Palit Geforce GTX 1070 für 434,90€, Zotac Geforce GTX 1080 nur 689,00€, Samsung M.2 256...
  2. 199,00€
  3. 0,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Die Woche im Video

    Ab in den Urlaub!

  2. Ausfall

    Störung im Netz von Netcologne

  3. Cinema 3D

    Das MIT arbeitet an 3D-Kino ohne Brille

  4. AVM

    Hersteller für volle Routerfreiheit bei Glasfaser und Kabel

  5. Hearthstone

    Blizzard feiert eine Nacht in Karazhan

  6. Gmane

    Wichtiges Mailing-Listen-Archiv offline

  7. Olympia

    Kann der Hashtag #Rio2016 verboten werden?

  8. Containerverwaltung

    Docker für Mac und Windows ist einsatzbereit

  9. Drosselung

    Telekom schafft wegen intensiver Nutzung Spotify-Option ab

  10. Quantenkrytographie

    Chinas erster Schritt zur Quantenkommunikation per Satellit



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Wolkenkratzer: Wer will schon 2.900 Stufen steigen?
Wolkenkratzer
Wer will schon 2.900 Stufen steigen?
  1. Hafen Die Schauerleute von heute sind riesig und automatisch
  2. Bahn Siemens verbessert Internet im Zug mit Funklochfenstern
  3. Fraunhofer-Institut Rekord mit Multi-Gigabit-Funk über 37 Kilometer

Festplatten mit Flash-Cache: Das Konzept der SSHD ist gescheitert
Festplatten mit Flash-Cache
Das Konzept der SSHD ist gescheitert
  1. Ironwolf, Skyhawk und Barracuda Drei neue 10-TByte-Modelle von Seagate
  2. 3PAR-Systeme HPE kündigt 7,68- und 15,36-TByte-SSDs an
  3. NVM Express und U.2 Supermicro gibt SATA- und SAS-SSDs bald auf

Huawei Matebook im Test: Guter Laptop-Ersatz mit zu starker Konkurrenz
Huawei Matebook im Test
Guter Laptop-Ersatz mit zu starker Konkurrenz
  1. Netze Huawei steigert Umsatz stark
  2. Huawei Österreich führt Hybridtechnik ein
  3. Huawei Deutsche Telekom testet LTE-V auf der A9

  1. Re: ich kapiere es nicht

    Yeeeeeeeeha | 11:22

  2. Re: Zu Teuer (wie immer)

    Dino13 | 11:18

  3. Re: Der einzige Grund für einen Telekom Vertrag

    RaZZE | 11:17

  4. Re: Berichte über Elon Musk

    Sebbi | 11:15

  5. Re: Wahnsinn...

    Emulex | 11:14


  1. 09:01

  2. 18:21

  3. 18:05

  4. 17:23

  5. 17:04

  6. 16:18

  7. 14:28

  8. 13:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel