Java Petition soll Oracle von der Ask-Toolbar abbringen

Oracles Entscheidung, Java mit Dritthersteller-Software zu bündeln, stört zahlreiche Anwender. Eine Petition soll nun den Oracle-Chef Larry Ellison davon überzeugen, nicht mehr die fragwürdige Ask-Toolbar mit Java zu installieren.

Anzeige

Der Softwareentwickler Saeid Nourian hat eine Petition gestartet, die Oracle davon überzeugen soll, die Ask-Toolbar nicht mehr mit den Java-Paketen zu bündeln. Die Java-Petition bei Change.org richtet sich direkt an Larry Ellison, den Chef des Konzerns. Nourian macht sich Sorgen um den Ruf von Java als Programmiersprache. Diesen setze Oracle für "ein paar Pennys" aufs Spiel, die für jeden Download gezahlt werden.

Nourian stört sich daran, dass bei vielen Java-Nutzern die Ask-Toolbar die Standardsuchmaschine ändert und fragwürdige Werbemechanismen verwendet. Er verweist auf eine Untersuchung vom ZDnet-Autor Ed Bott. Bott forderte vor zwei Wochen ebenfalls, dass Oracle aufhören solle, die Toolbar mitzuinstallieren, selbst bei Sicherheitsupdates.

Java hat laut Bott Adobe und Skype abgelöst, was fragwürdige Methoden der Softwareinstallation angeht. Selbst über Sicherheitsupdates installiert Oracle die Ask Toolbar oder den McAfee Security Scanner. Die Ask-Toolbar geht dabei nach Botts Untersuchungen besonders intelligent vor. Erst zehn Minuten nach der Java-Installation installiert sich die Toolbar, sofern der Nutzer vergessen hat, den vorgesetzten Haken wegzuklicken, und erscheint auch dann erst in der Systemsteuerung. Solche aggressiven Installationsroutinen hält Bott für unethisch. Mit ein Grund, warum Bott Windows-Nutzern grundsätzlich von Java abrät.

Die Petition fordert dementsprechend, dass Java grundsätzlich nicht mehr mit Dritthersteller-Software gebündelt werden soll. Für die Petition braucht Nourian 250.000 Unterzeichner. Derzeit haben sich über 6.500 Unterstützer gefunden (Stand: 6. Februar 2013, 11:40 Uhr).

Java hat in der Vergangenheit viel von seinem guten Ruf verloren. Aber nicht etwa wegen der Programmiersprache, sondern wegen der Sicherheitslücken, die eigentlich nur die Internetnutzung betreffen. So hat Oracle mit einem Notfallpatch dutzende Sicherheitslücken geschlossen, die sich auf Angriffe beim Besuchen von Internetwebseiten beziehen, Java als Programmiersprache und Laufzeitumgebung etwa für Desktopprogramme selbst aber gar nicht betreffen. Problematisch ist dabei, dass die Installation von Java auch ein Webplugin beinhaltet.


SoniX 07. Feb 2013

Das mit Chrome wäre mir neu, aber ich handhabe das in der Regel so: Will mir etwas eine...

thobens 07. Feb 2013

Erm, ja? Wieso denn nicht?

violator 07. Feb 2013

Ahahaha :D

Lord Gamma 06. Feb 2013

Sie sollte der Weg zum Kommunismus sein. Dieser Weg hat sich jedoch wiederholt als Fehler...

anwelti 06. Feb 2013

Es sollte schlichtweg eine aktive Auswahl stattfinden bei der ersten Installation und...

Kommentieren



Anzeige

  1. Informatiker/in
    Lechwerke AG, Augsburg
  2. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  3. Referent (m/w) Lernmanagementsysteme mit Schwerpunkt IT-Fachkonzeption
    Gothaer Finanzholding AG, Köln
  4. SAP Inhouse Berater BI (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  2. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  3. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  4. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  5. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  6. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  7. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  8. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  9. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  10. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energieversorgung: Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter
Energieversorgung
Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter

Südkoreanische Wissenschaftler haben einen Fernseher aus 5 Metern Entfernung ohne Kabel mit Strom versorgt. Sie träumen von öffentlichen Bereichen, in denen Nutzer ihre Geräte drahtlos laden können - vergleichbar mit heutigen öffentlichen WLANs.

  1. Genetik Forscher wollen Gesicht aus Genen rekonstruieren
  2. Leslie Lamport Turing-Award für LaTeX-Erfinder
  3. Bionik Pimp my Plant

LG LED Bulb ausprobiert: LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen
LG LED Bulb ausprobiert
LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen

Light + Building Zur vergangenen Lichtmesse in Frankfurt hat LG zwei LED-Lampen angekündigt, die vor allem Philips Konkurrenz machen werden. Mit 20 und 33 Watt zieht LG mit Philips gleich beziehungsweise überholt die Niederländer sogar. Wir konnten uns das 20-Watt-Exemplar bereits anschauen.

  1. Rückruf durch ESTI Schweizer Starkstrominspektorat warnt vor Billig-LED-Lampen
  2. Power over Ethernet Philips will Lichtsysteme mit Netzwerkkabeln versorgen
  3. Intelligentes Licht von Osram Lightify als Hue-Konkurrent

Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

    •  / 
    Zum Artikel