IT-Sicherheit Unternehmen schweigen bei IT-Angriffen

Firmen, deren IT von Angreifern kompromittiert wurde, versuchen dies oft zu vertuschen. BSI und Bitkom haben deswegen eine "Allianz für Cyber-Sicherheit" gestartet, die Transparenz über aktuelle Angriffsformen und Schwachstellen in relevanten IT-Produkten schaffen soll.

Anzeige

Jedes vierte Unternehmen würde Polizei und Staatsanwaltschaft meiden, wenn es von einem IT-Angriff oder einem Sicherheitsleck betroffen wäre. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 800 Unternehmen des IT-Branchenverbands Bitkom. Nach Erfahrungen des Bitkom scheuen viele betroffene Unternehmen den Gang zu den Behörden. Sie haben Angst vor dem Verlust von Image und Reputation.

"Um alle Beteiligten schützen zu können, brauchen wir Informationen über konkrete, aktuelle IT-Angriffe", sagte Bitkom-Chef Dieter Kempf. Es sollte zur Selbstverständlichkeit werden, die Behörden oder andere Stellen über IT-Sicherheitsvorfälle zu informieren und Erfahrungen auszutauschen. Unternehmen müssten auf freiwilliger Basis - und falls notwendig auch anonym - solche Vorfälle melden können.

45 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben keinen Notfallplan für IT-Sicherheitsvorfälle. 40 Prozent haben bereits Angriffe auf die IT oder andere Sicherheitsvorfälle erlebt, jedes zehnte Unternehmen sogar zehn Mal und häufiger.

BSI und Bitkom starten Allianz für Cyber-Sicherheit

Bitkom und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben auf der Cebit eine Allianz für Cyber-Sicherheit angekündigt. Die Partner laden alle Akteure in Deutschland, die sich mit Cyber-Sicherheit beschäftigen, ein, daran mitzuwirken. Eingeladen sind insbesondere Hersteller, IT- und Telekommunikationsdienstleister, Träger der Internetinfrastrukturen, CERTs (Computer Emergency Response Teams), Anwenderbranchen mit intensivem IT-Einsatz und Multiplikatoren aus Medien und Wissenschaft. Wichtig sei eine größere Transparenz über aktuelle Angriffsformen und Schwachstellen in relevanten IT-Produkten.

Die Allianz will künftig Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft mit einem aktuellen Lagebild zur IT-Sicherheit versorgen, eine größere Transparenz über aktuelle Angriffsformen und Schwachstellen in relevanten IT-Produkten schaffen sowie Empfehlungen zu notwendigen Sicherheitsmaßnahmen bieten. Ziel sei ein vertrauensvoller Austausch zum Thema Cyber-Sicherheit.

Das BSI wird zusammen mit dem Nationalen Cyber-Abwehrzentrum Sicherheitsempfehlungen, Warnungen, Analysen und vertrauliche Hintergrundinformationen einbringen.

Die zunehmende Zahl an Angriffen auf digitale Identitäten, vertrauliche Daten und die Verfügbarkeit elektronischer Prozesse seien laut Bitkom besorgniserregend. Identitätsdiebstahl, Verfügbarkeitsangriffe, Onlinespionage und -sabotage seien tägliche Phänomene geworden.


Geistesgegenwart 07. Mär 2012

Es geht um "personenbezogene DAten" allgemein, nicht nur die Anschrift. Aber auch die...

Kommentieren



Anzeige

  1. Ingenieur (m/w) Materialflusssimulation / Intralogistiksysteme
    BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)
  2. Entwickler (m/w) SAP WM / LES (Warehouse Management)
    PAUL HARTMANN AG, Heidenheim
  3. Business Intelligence Analyst Logistik (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning (Raum München)
  4. Business Intelligence Experte (m/w)
    Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  2. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  3. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  4. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  5. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  6. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java

  7. Cyanogenmod-Smartphone

    Oneplus One kann nur auf Einladung bestellt werden

  8. Heartbleed-Bug

    Strato und BSI warnen Nutzer

  9. Gameface Labs Mark IV

    Virtuelle, drahtlose Android-Realität mit 1440p

  10. Verbraucherwarnung

    Nokia ruft Netzteile des Lumia 2520 zurück



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Robotik: Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern
Robotik
Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern

Der Roboter Geminoid soll bald nur durch Gedanken bewegt werden. Aber bei den Experimenten im Labor von Hiroshi Ishiguro geht es um mehr: Ishiguro will zeigen, dass Brain-Computer-Interfaces besser funktionieren, wenn das gesteuerte Objekt humanoid ist.

  1. Human Robots Roboter, menschengleich

Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Schenker XMG P724 17-Zoll-Notebook mit Grafikleistung einer GTX 780 Ti
  2. Eurocom M4 13,3-Zoll-Notebook mit 3.200 x 1.800 Pixeln und i7-4940MX
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test: Groß, schwer, aber praktisch
Samsung Galaxy Note Pro 12.2 im Test
Groß, schwer, aber praktisch

Mit Stiftbedienung, viel Leistung und großem Display ist das Samsung Galaxy Note Pro 12.2 vor allem für den Business-Alltag entwickelt worden. Doch auch für Schüler und Studenten kann das Tablet interessant sein.

  1. Apple vs. Samsung 102 US-Dollar für die Autokorrektur
  2. Smartphones Die seltsame Demo des 30-Sekunden-Ladegeräts
  3. Apple vs. Samsung Apples Furcht vor großen Bildschirmen

    •  / 
    Zum Artikel