iRobot: Packbot bekommt einen aufblasbaren Arm
Luft, Schnüre, Aktoren und Gelenke: Der Airarm kommt ohne Motoren aus. (Bild: iRobot/Screenshot: Golem.de)

iRobot Packbot bekommt einen aufblasbaren Arm

Er ist leicht, nimmt wenig Platz ein und wird erst aufgepumpt, wenn er gebraucht wird: Das US-Unternehmen iRobot hat einen aufblasbaren Roboterarm entwickelt. Obwohl er mit Luft gefüllt ist, kann er ein beachtliches Gewicht heben.

Anzeige

Packbot, die robotische Lafette des US-Unternehmens iRobot, hat ein neues Modul erhalten: einen aufblasbaren Arm. Der zeichnet sich vor allem durch sein geringes Gewicht aus.

Luftnummer

Airarm heißt der neue Greifer, wobei Air nicht nur für Luft steht, sondern auch eine Abkürzung für Advanced Inflatable Robots (in etwa: fortgeschrittene, aufblasbare Roboter) ist. Er sitzt in einem kleinen Gehäuse auf der robotischen Lafette und wird bei Bedarf aufgepumpt. Am Ende des Arms sitzt ein Greifer, mit dem der Roboter einen Gegenstand fassen kann. Der Arm hat keine Motoren. Bewegt wird er über Aktoren und Schnüre, mit denen die Gelenke gebeugt werden.

Über 2 Kilogramm könne der Arm heben, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum. Werde der Luftdruck erhöht, könne der Arm auch mehr heben.

Luftdruck passt sich an

Der Arm ist aber nicht steif. Er sei so konzipiert, dass Luftdruck sich anpasse, sagte Chris Jones, Entwicklungsleiter bei iRobot, dem US-Technologiemagazin Wired. Treffe der Arm auf ein Hindernis, etwa eine Mauer oder gar einen Menschen, gebe er nach und richte keinen Schaden an.

Wichtigster Vorteil dürfte indes das Gewicht sein: Der Airarm wiege nur etwa ein Zehntel des Roboterarms mit drei Gelenken, der normalerweise auf den Packbot montiert werde, schreibt das IEEE Spectrum. Den Roboter zu seinem Einsatzgebiet zu bringen, dürfte damit deutlich leichter werden.

Aufblasroboter

Die Advanced Inflatable Robots sind Teil des Entwicklungsprogramms von iRobot. Ziel sei, "dynamische aufblasbare Strukturen für das Fassen oder die Mobilität für Roboter" zu schaffen. Ein wichtiges Motiv sei außerdem, Roboter zu bauen, die schwere Lasten heben und bewegen können, dabei aber sicher mit Menschen interagieren. Zudem spielen das geringe Gewicht sowie die niedrigen Produktionskosten eine Rolle. Auf der Website präsentiert iRobot einen Roboter, der stark an den Roboter Ant-Roach erinnert, den das US-Unternehmen Otherlab entwickelt hat.

Die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) hat iRobot gerade 650.000 US-Dollar für die Weiterentwicklung des Airarms zur Verfügung gestellt. Das Geld stammt aus dem Programm Maximum Mobility and Manipulation (M3) der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums. Im Rahmen von M3 wurde auch das Tarnsystem des pneumatischen Softbots der Harvard-Universität gefördert.


Kommentieren



Anzeige

  1. Web-Devoloper/in
    GAMESROCKET GmbH, Aschaffenburg
  2. Projektleiter (m/w) Project Management Office
    Siemens AG, Erlangen
  3. Softwareentwickler/-in Java Logistik-Software
    PTV Planung Transport Verkehr AG, Karlsruhe
  4. IT-Demand- und -Projektmanger für Business Units mit Fokus Logistik / SCM (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Cybercrime

    BKA fordert Gesetze zur Ermittlung von Tor-Nutzern

  2. Chrome 37

    Besseres Font-Rendering und 64 Bit für Windows

  3. Neues Instrument Holometer

    Ist unser Universum zweidimensional?

  4. Koei Tecmo

    Capcom sieht Patentverletzungen in 50 Spielen

  5. Windows on Devices

    Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner

  6. EU-Kommission

    1&1 lässt Fusion von Telefónica und E-Plus neu untersuchen

  7. Lizard Squad

    Weitere DDoS-Angriffe auf Twitch.tv und Blizzard

  8. Mario Kart 8

    Rennen mit Link und Prinzessin Peach

  9. Notebooks

    HP ruft wegen Brandgefahr Millionen Netzteilkabel zurück

  10. Seagate

    Erste 8-TByte-Festplatten nur für Cloudspeicher



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Star Wars Commander: Die dunkle Seite der Monetarisierung
Test Star Wars Commander
Die dunkle Seite der Monetarisierung

Alienware Alpha ausprobiert: Fast lautlose Steam-Machine mit eigenem Windows-UI
Alienware Alpha ausprobiert
Fast lautlose Steam-Machine mit eigenem Windows-UI
  1. Deutschland E-Sport ist mehr als eine Randerscheinung
  2. Crytek Ryse für PC mit 4K-Videos belegt über 120 GByte
  3. Wirtschaftssimulation Golem Labs entwickelt die Gilde 3

Test Rules: Gehirntraining für Fortgeschrittene
Test Rules
Gehirntraining für Fortgeschrittene
  1. Test Transworld Endless Skater Tony Hawk beim Temple Run
  2. Test Divinity Original Sin Schwergewicht mit Charme und Scherzen
  3. Test Nosferatu - Twilight Runner Knuddel-Vampir vs. Knoblauch-Aliens

    •  / 
    Zum Artikel