iPhoneDevSDK Wie es zum Apple- und Facebook-Hack kam

Die erfolgreichen Angriffe auf Facebook und Apple erfolgten über die Website iPhoneDevSDK, ein populäres Forum für iOS-Entwickler. Ian Sefferman, Betreiber der Seite, erläutert, wie es dazu kam.

Anzeige

Das Forum iPhoneDevSDK war Ausgangspunkt für Angriffe auf mehrere Unternehmen, das räumte jetzt auch deren Betreiber Ian Sefferman ein. Seine Seite wurde von den Angreifern missbraucht, um Malware zu verteilen.

Nach aktuellem Kenntnisstand wurde der Account eines einzelnen Administrators geknackt und darüber das Theme des Forums geändert, so dass die Website fortan von den Angreifern platzierten Javascript-Code auslieferte. Dabei nutzten die Angreifer eine zu diesem Zeitpunkt unbekannte Lücke in Java aus, um die Systeme der Nutzer von iPhoneDevSDK anzugreifen, darunter auch Mitarbeiter von Apple und Facebook.

Wie lange die Angreifer ihren Schadcode über iPhoneDevSDK verteilten, wird derzeit noch untersucht. Sefferman geht aber davon aus, dass die Angreifer die Verteilung selbst am 30. Januar 2013 eingestellt haben.

Keine Information

Sefferman beklagt aber zugleich, dass weder Facebook noch eine andere Firma oder die Strafverfolgungsbehörden ihn kontaktiert haben. Er habe erst aus der Presse erfahren, dass Facebook darauf hingewiesen habe, dass seine Webseite der Ausgangspunkt für die Angriffe gewesen sein soll. Mittlerweile aber hat Sefferman Kontakt zu Facebook und steht im Austausch mit Facebooks Sicherheitschef Joe Sullivan.

Seine Website sei das meistgelesene Forum speziell für iOS-Entwickler und daher ständigen Angriffen ausgesetzt. Daher sei er mit seinem Forum im vergangenen Jahr zu Vanilla Forums umgezogen , da man das Thema Sicherheit dort sehr ernst nehme. Und nach aktuellem Stand hatte der Angriff auch nichts mit der Forensoftware an sich zu tun.

Sefferman geht derzeit davon aus, dass die Angreifer keine Nutzerdaten kompromittiert haben. Aus Vorsicht wurden dennoch alle gespeicherten Nutzerpasswörter gelöscht. Neue können über die Funktion "Passwort vergessen" angefordert werden.

Hinweis: Der Blogeintrag von Ian Sefferman ist im Artikel bewusst nicht verlinkt. Die URL lautet: http://iphonedevsdk.com/forum/site-news-announcements/111889-iphonedevsdk-compromised-what-happened-and-how-we-are-dealing-with-it.html.


kayozz 21. Feb 2013

Aktuell verteilt die Seite keinen Schadcode mehr. Aber auch bekannt ist, das der...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Servicemanager (m/w)
    BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, Giengen bei Ulm
  2. Systemtechniker/-in im Network Management Center
    M-net Telekommunikations GmbH, München
  3. Product Owner (m/w)
    CONJECT AG, Munich
  4. Senior Betriebs-System Engineer (Systemadministrator) (m/w)
    DATAGROUP Köln GmbH, Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  2. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  3. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut

  4. Netcat

    Musikalbum als Linux-Kernel-Modul veröffentlicht

  5. Haswell Refresh

    Neue Xeon E3 mit bis zu 4,1 GHz

  6. Golem.de programmiert

    BluetoothLE im Eigenbau

  7. Netzneutralität

    USA wollen Überholspur im Internet erlauben

  8. Skylanders Trap Team

    Gefangen im Echtweltportal

  9. Drohnenmusik

    Let's Robo 'n' Roll

  10. Lumina

    Neuer Qt-Desktop für PC-BSD



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

Test Hitman Go: Auftragskiller to go
Test Hitman Go
Auftragskiller to go

Knobeln statt knebeln: In Hitman Go verrichtet Agent 47 sein ebenso lautloses wie blutiges Handwerk auf ungewohnte Art und Weise: Statt Schleich-Action ist Denksport angesagt. Der Titel bleibt dem Kern der Hitman-Reihe trotzdem treu - und macht schnell süchtig.

  1. Square Enix Kernzielgruppe statt globales Massenpublikum

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


    •  / 
    Zum Artikel