Der Touch-ID-Sensor kann mit üblichen Methoden überlistet werden.
Der Touch-ID-Sensor kann mit üblichen Methoden überlistet werden. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

iPhone 5S Chaos Computer Club überwindet Apples Touch ID

Dem Chaos Computer Club ist es gelungen, ohne einen echten Finger den Fingerabdrucksensor des iPhone 5S und damit Touch ID zu überlisten. Apples neues Smartphone kann mit einer einfachen Kopie eines Fingerabdrucks entsperrt werden.

Anzeige

Wie der Chaos Computer Club (CCC) mitteilt, ist Apples Touch ID nicht viel besser als andere Fingerabdrucksensoren. Dem CCC ist es gelungen, ein gesperrtes iPhone 5S auch ohne Finger oder Kenntnis des Passworts zu entsperren. Dazu wurde von einer Glasoberfläche ein Fingerabdruck abfotografiert, um einen künstlichen Fingerabdruck zu konstruieren.

Der Hacker Starbug erklärt, dass der Touch-ID-Sensor nur etwas höher aufgelöst ist als bisherige Produkte: "Wir mussten nur die Granularität unseres Kunstfingers ein wenig erhöhen". Durch Experimente hat Starbug die Methoden zur Überlistung des Sensors verfeinert. Er warnt nun komplett vor der Nutzung von biometrischen Daten zur Absicherung eines Smartphones: "Fingerabdrücke hinterlassen wir überall, und es ist ein Kinderspiel, gefälschte Finger daraus zu erstellen."

Künstlicher Finger aus Latexmilch

Um den Sensor des iPhone 5S zu überlisten, genügen ein Foto des Fingerabdrucks, das mit 2.400 dpi aufgenommen wurde, und ein Laserdrucker, der mit 1.200 dpi auf transparente Folie druckt. Auf die Folie wird dann hautfarbene Latexmilch oder weißer Holzleim aufgetragen. Nach der Trocknung ist der Fingerabdruck in gefälschter Form fertig und muss für die Benutzung nur noch durch Anhauchen angefeuchtet werden.

Dass es keine absolute Sicherheit bei einem Mobilgerät gibt, beweist der CCC damit erneut; Apple selbst stellt Touch ID aber auch nicht als uneingeschränkte Sicherheitsfunktion dar. Vielmehr will Apple Nutzern, die ihr Smartphone bisher gar nicht oder nur mit einem vierstelligen Passwort sichern, mit Touch ID eine komfortable Sicherungsmöglichkeit bieten. In unserem Test des iPhone 5S konstatierten wir tatsächlich einen Komfortgewinn.

Komfort geht auf Kosten der Sicherheit

Komfort geht jedoch in den meisten Fällen auf Kosten der Sicherheit. So können vierstellige numerische Passwörter über Fettschlieren wiedererkannt oder auch vom Sitznachbarn erspäht werden. Die Mustererkennung ist ebenfalls über solche Fingerhinterlassenschaften auf einem Display leicht zu knacken.

Auch die in Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich eingeführte Gesichtserkennung war mehr Spielerei als Sicherheitslösung, wie auch Google warnte: Sie konnte in unseren Tests leicht durch ein Foto des Besitzers ausgehebelt werden. Im Vergleich musste der CCC erheblich größeren Aufwand betreiben, um Apples Touch ID zu umgehen.

Wer sein Smartphone richtig absichern möchte, wählt ein langes und komplexes Passwort, wechselt es häufig und verdeckt die Eingabe, wie er es beim Bankautomaten gewöhnt ist.


dit 14. Mai 2014

Sinnloses Blah blah... Auf das angesprochene Problem bist du gar nicht eingegangen...

dit 14. Mai 2014

man kann bis zu 5 Finger in einem iPhone 5s registrieren...

Versuchsperson 25. Sep 2013

Ich von mir gerade nicht ganz sicher ob du das Problem einfach nicht verstehst oder du es...

ChMu 24. Sep 2013

Der Entsperrcode muss aber eingegeben werden, wenn das Ding abhanden gekommen ist. Das...

tunnelblick 24. Sep 2013

sie haben halt selber einen anderen anspruch - zumindest kommt es für viele so rüber...

Kommentieren


Lelei 2.0 / 23. Sep 2013

Apple iPhone 5s – schönes Update



Anzeige

  1. Softwareentwickler/-in
    Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. Entwicklungsingenieur (m/w) Software Fahrwerkselektronik
    Continental AG, Nürnberg
  3. Consultant Daten- und Prozessmanagement im Energiehandel (m/w)
    Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe
  4. SAP-Basis-Administrator (m/w)
    Neoperl GmbH, Müllheim (zwischen Freiburg und Basel)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  2. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  3. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  4. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  5. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  6. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  7. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  8. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen

  9. Kinox.to

    GVU will Bitshare und Freakshare offline nehmen lassen

  10. Bungie

    Destiny und der Gesundheitsbalken



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

OS X Yosemite im Test: Continuity macht den Mac zum iPhone-Helfer
OS X Yosemite im Test
Continuity macht den Mac zum iPhone-Helfer
  1. OS X 10.10 Yosemite ist da
  2. Betriebssystem Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10
  3. Apple OS X Yosemite - die zweite öffentliche Beta ist da

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

    •  / 
    Zum Artikel