iPhone 5 Details und Benchmarks zu Apples A6

Apple hat, wie üblich, nicht viel über den A6-Prozessor verraten, der im kommenden iPhone 5 steckt. Nun sind erste Benchmarks bei Geekbench zum neuen Prozessor aufgetaucht und Anandtech hat einige Details zur Architektur des Chips zusammengetragen, der viel stärker auf Apples eigene Technik setzt als Apples bisherige Chips.

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Mächtig, aber nicht stromhungrig, so beschreibt Apple seinen neuen A6-Prozessor auf seiner Website. CPU- und Grafikleistung sollen im Vergleich zum A5 des iPhone 4S verdoppelt worden sein. Neben einigen knappen Zahlen dazu, wie sich das auf ausgewählte Aktionen wie das Öffnen der Musik-App auswirkt, verrät Apple nichts.

Auf Geekbench sind nun aber erste unbestätigte Benchmarks und damit auch Details zum iPhone-5-Modell iPhone 5,2 - aufgetaucht. Demnach verfügt es über einen Prozessor mit zwei Kernen auf Basis der ARMv7-Architektur mit 1,02 GHz. A4 und A5 taktete Apple mit 800 MHz.

Der Chip verfügt über 32 KByte L1-Instruction-Cache und 32 KByte L1-Data-Cache, 1 MByte L2-Cache und keinen L3-Cache. Die Cache wurden im Vergleich zum A5 nicht vergrößert. Der Arbeitsspeicher des iPhone 5 ist 1.015 MByte groß.

Er vermutet, dass Apple einen ähnlichen Weg geht wie Qualcomm mit seinen Krait-CPUs und setzt auf ein leicht verbreitertes Frontend, mehr Ressourcen zur Ausführung von Instruktionen und eine flexiblere Out-of-Order-Ausführung. Im Geekbench 2.3.4 ist das iPhone 5 mit insgesamt 1.601 Punkten deutlich schneller als sein Vorgänger iPhone 4S mit 628 Punkten. Dabei scheint der A6 in allen Bereichen dem A5 überlegen: Die Integer-Leistung steigt von 563 auf 1.220, die Gleitkommaleistung von 723 auf 2.051, die Speicherperformance von 746 auf 1.811 und Speicherbandbreite von 296 auf 944 Punkte.

Anand Lal Shimpi hat bei Anandtech die bisher zu dem Chip verfügbaren Informationen analysiert. Er geht davon aus, dass die Kerne des A6 weder auf einem einfachen A9 noch einem einfachen A15-Design basieren. Apple setzte erstmals auf ein eigenes Prozessordesign auf Basis der ARMv7-Architektur.

Anand Lal Shimpi bezieht sich dabei auf Informationen, die auf der neuen Version von Apples Entwicklungsumgebung Xcode 4.5 basieren: Apple streicht darin die Unterstützung der ARM11-Prozessoren, die bis zum iPhone 3G verwendet wurde, behält die Unterstützung für die aktuelle ARMv7-Architektur bei und ergänzt diese um Unterstützung für die Architektur "ARMv7s" des A6.

Der wesentliche Unterschied der LLVM-Targets für die beiden Architekturen ist laut Shimpi die Unterstützung für VFPv4, die nur im LLVM-Target für ARMv7s vorhanden ist. Die Erweiterung wird nur von ARMs Chipdesigns A5, A7 und A15 unterstützt, während A8 und A9 nur VFPv3 verwenden.

Da die Designs A5 und A7 nicht deutlich schneller sind als ein Cortex A9, schließt Shimpi beide Designs aus. Ein Cortex A15 sei es aber ebenfalls nicht, auch wenn das seine erste Annahme gewesen sei, so Shimpi nach, wie er schreibt, Gesprächen mit den richtigen Leuten. Der A6 basiere auf Apples eigenem ARM-Kern. Der ursprünglich für Server entwickelte A15 sei Apple vermutlich nicht energieeffizient genug.

Zu der Frage, wie Apples eigenes ARM-Design aussehe, kann Anand Lal Shimpi aber nur spekulieren.

In seiner Analyse der Geekbench-Ergebnisse des iPhone 5 weist Anand Lal Shimpi außer auf den erhöhten Takt vor allem auf die deutlich gesteigerte Speicherbandbreite hin.

Was die A6-GPU betrifft, so kann Anand Lal Shimpi wieder nur spekulieren. Er tippt auf einen PowerVR SGX 543MP3, also einen Kern mehr als bei der GPU im iPhone 4, sowie einen leicht erhöhten Takt.


TC 23. Sep 2012

Kann man so pauschal aber auch nicht vergleichen iOS nutzt Objective C, Android aber Java...

Blizzy89 18. Sep 2012

Eben, es ist eine DIN-Norm.. deswegen lese ich für gewöhnlich "DIN A4" weiß ja nicht wie...

ramboni 18. Sep 2012

Mein Desire hat auch 4.1.1 Hardwaretechnisch ist das aber die Grenze.... 2.3.x läuft da...

Fisics 17. Sep 2012

Hoffenheim?

ark 17. Sep 2012

Oh ja, ich entsinne mich daran, als wäre es gestern gewesen, als Apple im Jahre 1979...

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