Das zerlegte iPad Mini
Das zerlegte iPad Mini (Bild: iFixit)

iPad Mini bei iFixit Minischrauben, viel Kleber und schlecht zu reparieren

Die Experten von iFixit haben das iPad Mini von Apple zerlegt - was angesichts winziger Schrauben und vieler Klebeverbindungen nicht einfach war. Leicht zu reparieren ist das kleine Tablet nicht, so das Fazit der Profibastler, die im Inneren des Geräts auf einige Überraschungen stießen.

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Zum Verkaufsstart des iPad Mini haben die Experten des US-Reparaturdienstes iFixit.com das 7,9 Zoll große Tablet auseinandergenommen und hinsichtlich der Reparaturmöglichkeiten ein recht negatives Fazit gezogen.

Apple verwendet bei seinem kleinen Tablet nochmals deutlich kleinere Schrauben als beispielsweise beim neuen iPhone 5. Einige Einzelteile sind außerdem stark miteinander verklebt. Das gilt vor allem für das Deckglas, das Logikboard, den Akku, die Kameras und die Kabel. Die Reparatur wird dadurch nicht nur schwer, sondern erfordert auch den Einsatz einer Heißluftpistole und eines Wärmekissens. Die kleinen Schrauben können schnell verloren gehen und sind teilweise auch noch sehr versteckt, so dass der ungeübte Bastler schnell etwas abreißt, was noch verschraubt ist, wie iFixit resümiert.

Doch die Konstruktion des iPad Mini ist nicht durchweg reparaturunfreundlich. Das LCD und das Deckglas sind nicht untrennbar verbunden, sondern lassen sich unabhängig voneinander austauschen, was die Kosten niedrig halten dürfte.

Neben defekten Displays gehören defekte Anschlüsse zu den typischen Problemen mobiler Geräte. Da der neue Lightning-Anschluss mit dem Logikboard verlötet ist, kann er nicht ohne weiteres separat ausgetauscht werden. Der Akku ist hingegen nicht wie beim iPod Touch eingelötet, sondern wird über eine Steckverbindung angeschlossen.

Das Display des iPad Mini stammt laut iFixit den Markierungen nach von Samsung. In der Vergangenheit gab es Spekulationen, dass Samsung Apple nicht länger mit LCD-Panels beliefern wolle und die Verträge gekündigt habe. Samsung selbst dementierte das umgehend.

Die Kapazität des Akkus gibt Apple offiziell mit 16,3 Wattstunden an, auch wenn die Beschriftung mit "16,5 Wh" etwas anderes vermuten lässt. Zum Vergleich: Das iPad 2 ist mit einem 25-Wh-Akku ausgerüstet, das iPad 3 gar mit einem 43-Wh-Modell. Dennoch soll das iPad Mini eine längere Akkulaufzeit erreichen. Engadget berichtet in seinem Test des iPad Mini von einer Laufzeit von 12:45 Stunden bei der Endlos-Videowiedergabe und eingeschaltetem WLAN. Apple selbst gibt den Wert mit "bis zu 10 Stunden" beim Surfen im Web beziehungsweise Video- oder Musikwiedergabe über WLAN an.

Wie bereits berichtet, sind im iPad Mini zwei Lautsprecher eingebaut, was aufgrund des Lightning-Anschlusses und dessen geringen Platzbedarfs gegenüber dem 30-Pin-Anschluss früherer iOS-Geräte möglich war.

Insgesamt bewertet iFixit die Reparaturfreundlichkeit des iPad Mini mit einer 2 auf einer Skala von 1 bis 10, wobei mit 10 die höchstmögliche Reparaturfreundlichkeit verbunden ist.


Flying Circus 05. Nov 2012

Richtig. Apple ... Apple ... sind das nicht die Geräte, die sich so scheiße reparieren...

Flying Circus 05. Nov 2012

Ja, leider. Bei Bluetooth-Sticks ist es genau das gleiche Trauerspiel. Ich habe mal...

DY 05. Nov 2012

Zumindest deutet dies darauf hin. Apple scheint wohl nicht mehr den Puls des Marktes zu...

March_KTMLC4 05. Nov 2012

und was macht microsoft? von wegen vorbild usw. zwingt mit neuer software zu neuen...

Lord Gamma 03. Nov 2012

Der Kopfhöreranschluss geht auch gerne kaputt.

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