iPad Apple lässt sich abgerundete Ecken schützen

Apple hat in den USA ein sogenanntes Designpatent zugesprochen bekommen, mit dem das Aussehen des ersten iPad mit seinen abgerundeten Ecken geschützt wird. Das neue Geschmacksmuster könnte auch andere Tablet-Hersteller betreffen.

Anzeige

Apple hat in den USA ein neues Geschmacksmuster zum Design des iPad der ersten Generation zugesprochen bekommen. Anders als bei älteren US-Designpatenten, die sich auf das Gesamtaussehen beziehen, geht das neue Geschmacksmuster D670,286 in seiner Grundsätzlichkeit deutlich weiter. Es beschreibt ausschließlich die äußere Erscheinungsform: Ein Rechteck mit abgerundeten Ecken.

Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass Apples iPad seit der zweiten Generation optisch deutlich verändert wurde. Während das iPad 1 noch einen umlaufenden Metallrahmen als Rand besaß, der bis auf die abgerundete Kante senkrecht zum Display stand, wurde ab dem iPad 2 eine Tropfenform gewählt. Die wird im Geschmacksmusterschreiben nicht erwähnt.

Mögliche Munition für gerichtliche Auseinandersetzungen

Ein Designpatent in den USA ist mit dem deutschen Geschmacksmuster vergleichbar. Eine schriftliche Ausarbeitung fehlt diesen Schriftstücken fast vollständig - sie bestehen praktisch ausschließlich aus Zeichnungen. Bei Streitigkeiten wird von den Gerichten verglichen, ob ein durchschnittlicher Betrachter das Produkt eines Konkurrenten mit diesem Design verwechseln könnte. Kleine Unterschiede wie etwa die Platzierung von Knöpfen spielen da keine Rolle.

In den Zeichnungen hat Apple mit gestrichelten Linien unwichtige Details ausgeblendet und mit den durchgezogenen Strichen das betont, worauf es ankommt. Wichtig sind dem Unternehmen die abgerundeten Ecken des Rechtecks, der die Grundform des Tablets beschreibt. Den Begriff iPad vermeidet Apple übrigens und spricht nur von einem mobilen Gerät mit Bildschirm. Hersteller mit ähnlichen Designs könnten deshalb Probleme bekommen, auch wenn sie andere Details anders gestalten. Andererseits zeigt das Designpatent für die Konkurrenz auch Möglichkeiten auf, diese spezifischen Konstruktionsmerkmale zu vermeiden.

Wie Apple mit seinem neuen Geschmacksmuster umgehen will, lässt sich nicht abschätzen. Zwar wäre es möglich, damit gegen diverse Tablet-Hersteller vorzugehen, deren Designs ähnlich sind - aber es besteht auch die Gefahr, dass ein so weitgehender Schutz vor Gericht keinen Bestand hat und als ungültig erklärt werden könnte, schreibt die Website The Verge.


__destruct() 18. Nov 2012

Wenn sie nicht in die Hand sticht.

simpletech 13. Nov 2012

Was eigentlich auch recht lustig ist ist die Tatsache das sich Apple eine freistehende...

Lord Gamma 12. Nov 2012

Auch wenn es nicht sofort geprüft wird, spielt Prior Art bei Geschmacksmustern sehr wohl...

neocron 12. Nov 2012

wie bitte? Das kann ja wohl nicht dein ernst sein? Forderst du auch, dass jeder, der...

Phreeze 12. Nov 2012

Eben. Ein Kreis ist ein Vieleck mit unendlich vielen Ecken. Mathematik, 1stes Semester...

Kommentieren




Anzeige
  1. Software Development Engineer, Testing Specialist (m/w) Enterprise Search
    Microsoft Deutschland GmbH, Munich
  2. Solution Manager/IT-Spezialist DMS und Workflow (m/w)
    Deutsche Leasing AG, Bad Homburg
  3. Projektleiter/in SAP FI/CO mit Modulbetreuung
    Deutsche Welle, Bonn
  4. Frontend-Entwickler (m/w)
    Hahn Air Lines GmbH, Dreieich

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Antifeatures

    Freie Software gegen Bevormundung

  2. Video

    Yahoo gibt Angebot für Hulu ab

  3. Google X

    Google baut mobiles Internet in Afrika und Südostasien

  4. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  5. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  6. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  7. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  8. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  9. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  10. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Superkondensator: Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit
Superkondensator
Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

Ein Smartphone, das in einer halben Minute geladen ist, soll ein neuer Energiespeicher ermöglichen. Die Entwicklerin kam auf die Idee, weil sie sich über den dauernd leeren Akku ihres Mobiltelefons geärgert hat.

  1. Silverback-Gorilla Akku als Steckdosenersatz für Notebooks
  2. Akku Kleiner Akku mit großer Leistung
  3. Paul Scherrer Institut Lithium-Ionen-Akkus haben doch einen Memory-Effekt

Dying Light: Einsamer Kampf in großer Stadt
Dying Light
Einsamer Kampf in großer Stadt

Tagsüber sammelt der Spieler Vorräte und Waffen, nachts kämpft er gegen Zombies: Das ist das Grundkonzept von Dying Light, das Techland unter anderem für Playstation 4 und Xbox One produziert.

  1. Flying Wild Hog Der Shadow Warrior kämpft wieder
  2. Homosexualität in Spielen Bug oder Feature?
  3. Strategiespiel HTML5-Version von Freeciv veröffentlicht

München: Limux bleibt technisch anspruchsvoll
München
Limux bleibt technisch anspruchsvoll

Linuxtag 2013 Das Limux-Projekt geht in den Regelbetrieb über. Viel Arbeit fällt bei der Umstellung der Münchner Stadtverwaltung auf Linux trotzdem noch an - für die Techniker und die Stadtverwaltung, die eine Strategie für den Umgang mit Open-Source-Projekten erarbeiten muss.

  1. Clark Asay Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?
  2. Adobes CFF Engine Bessere Schriftdarstellung für Android, iOS und Linux
  3. Entwicklerplatinen Spark Core mit WLAN und Cortex-M3-Prozessor

Zum Artikel