Melbourne
Melbourne (Bild: Ash Green/Wikipedia)

iPad 3 Millionenstrafe für Apple wegen 4G-Werbeaussagen

"Das neue iPad bietet Wifi und 4G." Diese Werbeaussage kostet Apple jetzt eine Millionenstrafe. Der Konzern will weiterhin keine Angaben dazu machen, wie viele iPad 3 mit dem Werbeversprechen verkauft wurden.

Anzeige

Apple hat zugestimmt, eine Strafe von 2,25 Millionen Australischen Dollar (1,78 Millionen Euro) wegen Werbeaussagen zur 4G-Nutzung mit dem iPad 3 zu zahlen. Das berichtet die australische Zeitung The Age.

Die Wettbewerbsbehörde Australian Competition & Consumer Commission (ACCC) ging gegen die Werbebotschaft: "Das neue iPad bietet Wifi und 4G" vor. Das iPad 3 beherrscht LTE nur in den Frequenzbereichen 700 und 2.100 MHz. Das einzige australische 4G-Netz wird von Telstra mit 1.800 MHz betrieben. 4G ist im Gegensatz zu LTE aber kein eindeutiger Begriff.

Die ACCC hatte Apple am 28. März 2012 wegen Verletzung des australischen Verbrauchergesetzes verklagt. Die Aussagen zu 4G seien irreführend gewesen. Apple erklärte sich daraufhin bereit, auf seiner australischen Website eindeutig zu erklären, dass das iPad 3 nicht mit den 4G-LTE- und Wimax-Netzwerken in Australien kompatibel sei. Der US-Konzern bot zudem Kunden, die das Tablet in der Zeit vom 16. März 2012 bis zum 28. März 2012 gekauft hatten, eine Entschädigung an.

Apple-Anwalt Paul Anastassiou verteidigte das Unternehmen. Apple habe nie behauptet, das iPad würde im 4G-Netzwerk von Telstra vollständig kompatibel arbeiten. Die australischen Medien hätten zudem lange vor dem Verkaufsstart breit darüber berichtet, dass das australische LTE vom iPad 3 nicht unterstützt werde.

Der Festsetzung der Millionenstrafe muss Mordecai "Mordy" Bromberg, Richter am Federal Court of Australia, noch zustimmen. Bromberg wird am 13. Juni 2012 eine Entscheidung treffen. Er will aber zuvor von Apple Angaben dazu bekommen, wie viele iPads mit dem Werbeversprechen "Wifi + 4G" verkauft wurden und wie viele Geräte von Kunden wegen mangelnder 4G-Funktionalität zurückgesandt wurden. Ein Apple-Anwalt hat die Angaben verweigert. Der US-Konzern habe allen Kunden eine Entschädigung angeboten. Damit sei niemand zu Schaden gekommen. Deshalb seien die Verkaufszahlen irrelevant.


spezi 11. Jun 2012

In der Praxis sicher in all den Städten, die Du genannt hast - und etlichen mehr. Das...

Endwickler 11. Jun 2012

der sich dafür interessiert, ob und wie viele Werbeaussagenopfer sich bei Apple meldeten...

__destruct() 10. Jun 2012

Dass "episch" ein richtiges Wort ist, ist mir klar. Ich habe es hier aufgeführt, da es...

nixidee 10. Jun 2012

Zustimmen heißt man nimmt das Urteil an, Alternativ geht man eben zur nächsten Instanz ;)

ChMu 10. Jun 2012

Das ist nicht richtig. Die Werbung kommt von Apple, local werden (manchmal) die Logos...

Kommentieren



Anzeige

  1. PHP / Javascript Entwickler (m/w) - für freenet Cloud Services
    freenet.de GmbH, Hamburg
  2. Datenbank-Administrator (m/w) für Softwarelösungen
    DAN Produkte Pflegedokumentation GmbH, Siegen
  3. Senior Auditor IT (m/w)
    Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh
  4. Informatiker (m/w)
    Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Samsung, Apple und Nokia

    Welche Smartphone-Kamera ist die Beste?

  2. Filesharing

    Gesetz gegen unseriöses Inkasso tritt in Kraft

  3. Bundesverkehrsministerium

    Kennzeichen-Scan statt Maut-Vignette

  4. Haftungsprivilegien

    Wann macht sich ein Hoster strafbar?

  5. Settop-Box

    Skys Streaming-Client ist der Roku 3

  6. Steam

    Square Enix weitet Geo-Lock bei Spielen aus

  7. Smartphone

    LGs 5-Zoll-Display hat einen 0,7 mm dünnen Rand

  8. Staatsanwaltschaft Dresden

    Öffentliche Fahndung nach Kinox.to-Betreiber

  9. Sicherheit

    Nacktscanner jetzt doch für deutsche Flughäfen

  10. HDMI-Handshake

    Firmware 2.0 lässt manche Playstation 4 verstummen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

    •  / 
    Zum Artikel