Tom-Tom-Karten kennen keine Bahnanlagen
Verschwunden sind zwei Google-Anwendungen. Es fehlt beispielsweise die Youtube-App, was nicht unbedingt tragisch ist, weil Youtube auch im Browser gut funktioniert. Dass Google Maps fehlt, trifft hingegen fast alle Anwendungen, die das interne Karten-API von Apple verwenden, seien es Restaurant-, Bank- oder ÖPNV-Apps. Sie alle nutzen jetzt eine andere Darstellung. Schon in den vergangenen Tagen haben einige Entwickler Updates über den App Store verteilt, um das neue API besser zu unterstützen. Statt Google Maps wird nun Kartenmaterial von Tom Tom genutzt, das mit zahlreichen anderen Daten vermischt wurde. Zum Teil finden sich auch Openstreetmap-Daten in der Karte.
Einige dieser Änderungen bringen eine deutliche Verschlechterung. Zwar sind die neuen Karten sehr übersichtlich und hübsch anzuschauen, wir vermissen allerdings eine gewisse Dichte an Details, die vor allem Europäer interessieren. Die Tom-Tom-Karten sind klar auf die Bedürfnisse von Autofahrern zugeschnitten.
Selbst bei Flughäfen gibt es Defizite. Dafür bieten die Tom-Tom-Karten zahlreiche Points of Interest (POI), die vermutlich vom Openstreetmap-Projekt stammen. Der Nutzer muss aber, um Restaurants und Museen zu finden, beim iPhone ziemlich stark zoomen. Das missfällt uns an der App insgesamt: Sie sieht zwar schick aus, um das zu erreichen, werden aber selbst Straßennamen teils viel zu spät eingeblendet. Unserem Verständnis nach sind Stadtpläne, auch gedruckte, aber nun einmal mit vielen Informationen auf kleinem Raum belegt.
Bei den wenigen Points of Interest gibt es teils einen Versatz um ein paar hundert Meter. Das stört vor allem bei der Navigation, wie auf der nächsten Seite eingehend erklärt wird. Das Problem hatte aber auch Google Maps ab und an.
Sehr hübsch ist die neue 3D-Kartenansicht mit Gebäuden. Die aktiviert der Nutzer über die Satellitenansicht. Dann wird ein zusätzliches Symbol mit Häusern angezeigt. Die Karte wird nicht nur gekippt, sondern auch Gebäude in 3D angezeigt. Die Technik wurde durch den Aufkauf von C3 Technologies Teil von Apple und funktioniert vor allem im Innenstadtbereich von Großstädten. Dazu gehören auch Berlin und München. Die Bilder sind vor allem bei Städten mit vielen Wolkenkratzern sehr eindrucksvoll. Außerdem soll die Funktion auch bei der Navigation funktionieren. Laut Apple geht das aber nur in den USA. In Berlin schaltet sich die Gebäudeansicht ab.
Die 3D-Ansicht ruckelt sowohl auf dem iPad 2 als auch dem iPad 3 mit seiner hohen Auflösung zum Teil deutlich. Zudem fallen lange Ladezeiten auf, selbst über das WLAN. Die iPads speichern zudem kaum Daten zwischen, so dass schon bei wenigen Bewegungen erneut Daten nachgeladen werden müssen.
Für die Detailbeurteilung haben wir uns das Kartenmaterial vor allem im Raum Berlin angeschaut, der Heimatstadt von Golem.de. Dabei sind einige Mängel zu entdecken, die bei einer Großstadt nicht vorkommen sollten.
| Neue und veränderte Apps | Autofahrer profitieren von den Tom-Tom-Karten, auch wenn Orte fehlen |






Hast dus selbst mal ausprobiert? Hab mir erst eins bestellt, weil ich mal was anderes...
Wo kann ich mich hinwenden, falls ich mein Haus verpixeln lassen wollte? Manchmal frage...
Es gibt doch sogar mit einem Jailbreak die Möglichkeit Siri auf älteren Geräten zu benutzen.
Ich hab nun auch die ein oder andere Route hinter mir. Was mich bei der Apple-Navi...
Aber Apple verklagt alle, wenn sie abgerundete Ecken, grüne Telefonhörericons und...
Kommentieren