Internetprotokolle: RFC verpflichtet zu IPv6
Ein Logo der Internet Society zum IPv6-Start am 6. Juni 2012 (Bild: Internet Society)

Internetprotokolle RFC verpflichtet zu IPv6

In einem RFC fordern die Autoren, das Internetprotokoll in Version 6 als verpflichtend anzusehen. Hersteller und Internetanbieter sollen IPv6 umsetzen.

Anzeige

Trotz knapper werdender IPv4-Adressen kommt die Umsetzung des vor 15 Jahren veröffentlichten Nachfolgers IPv6 nicht richtig voran. In dem RFC 6540 (Request for Comments) fordert die Internet Engineering Task Force, IPv6 künftig verpflichtend umzusetzen. Das Dokument rät, dass "IPv6-Unterstützung nicht mehr als optional betrachtet wird." Ferner soll der nicht eindeutige Begriff IP präzisiert werden.

Der RFC dient lediglich als Leitfaden (Best Current Practice) und ist keine zwingende Norm oder ein Standard. Unterzeichnet wurde der RFC 6540 unter anderem von Time Warner Cable, dem Anbieter für Virtualisierungslösungen Big Switch Networks oder dem Kabelanbieter Cablelabs.

Eindeutige Begriffe gefordert

Auch in bereits existierenden IETF-Dokumenten werde der unscharfe Begriff IP noch verwendet. Der RFC empfiehlt, ihn durch eindeutigere Bezeichnungen zu ersetzen, etwa IPv4 und IPv6, nur IPv4 oder nur IPv6.

Erst kürzlich hat die Internet Society den 6. Juni 2012 zum Start von IPv6 erklärt. Ab dann sollen IPv6-Angebote dauerhaft aktiviert bleiben. Mit Google, Facebook, Microsoft und Yahoo haben sich bereits vier große Internetanbieter dazu verpflichtet. Am IPv6-Start teilnehmende Websites und Unternehmen können darauf mit einem Logo hinweisen, das unter worldipv6launch.org zu finden ist.

Umsetzung verschlafen

Trotz jahrelanger Nutzung von IPv6 wurde die Umsetzung des Protokolls allerdings nur zögerlich geprüft und die enthaltenen Sicherheitsmechanismen nur unzureichend umgesetzt, wie Sicherheitsexperten bemängeln. Auch sind noch Fragen zur Umsetzung von IPv6 offen, etwa ob NAT für IPv6 zulässig ist.

Trotz jahrelanger Entwicklungszeit wird IPv6 nur zögerlich umgesetzt, sowohl von Internetanbietern als auch von Herstellern. Für Europa sind derzeit noch rund 54,45 Millionen IP-Adressen verfügbar. Solange IPv4-Adressen noch funktionieren, ist der Druck für alle Beteiligten offenbar nicht groß genug.


tunnelblick 17. Apr 2012

dazu muss der router aber auch im gleichen netz sein und insbesondere dieser v6 können...

nille02 16. Apr 2012

Das kommt dann mit dem nächsten MacOS SP wieder.

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Manager CRM (m/w)
    Kontron AG, Augsburg
  2. IT-Prozess- und Anwendungsberater (m/w) Produktinformationsmanagement
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen (bei Stuttgart)
  3. Software-Entwickler Java / JavaScript (m/w)
    TONBELLER AG, Bensheim
  4. Gruppenleiter (m/w) für Software-Qualitätsmanagement
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen bei Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Pangu 1.0.1

    Jailbreak für iOS 8.1

  2. Gratiseinwilligung für Google

    Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein

  3. John Riccitiello

    Ex-EA-Chef ist neuer Boss von Unity Technologies

  4. Android Wear

    Moto 360 und G Watch erhalten Update

  5. Digitale Dividende II

    Bundesnetzagentur will DVB-T ab April 2015 beenden

  6. Security

    Gefährliche Schwachstellen im UEFI-Bios

  7. Broadcom

    Chips für Router mit G.Fast sind fertig

  8. Canon Filmkamera

    EOS C100 Mark II mit Dual-Pixel-AF und besserem Sucher

  9. Samsung

    Galaxy-Geräte mit Knox für US-Regierung zertifiziert

  10. Sammelkarten

    Hearthstone erst 2015 auf Smartphones



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  2. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars
  3. Raumfahrt Asteroidensonde Hayabusa-2 ist startklar

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

    •  / 
    Zum Artikel