Internet Watch Foundation Sexsites stehlen Bilder Jugendlicher aus sozialen Netzwerken

Die britische Internet Watch Foundation (IWF) hat untersucht, was mit freizügigen Bildern passiert, die Jugendliche im Internet veröffentlichen. Eine deutsche Studie zeigt den sorglosen Umgang eines Teils der 15- bis 17-Jährigen in der Pubertät mit ihren Aufnahmen.

Anzeige

Sexwebsites zeigen gestohlene Aufnahmen von Jugendlichen, darunter viele, die diese auf sozialen Netzwerken veröffentlicht haben. Das ist das Ergebnis einer Studie der Internet Watch Foundation (IWF), über die die britische Tageszeitung The Guardian berichtet. In einem Fall stammten Fotos auch von einem gestohlenen Mobiltelefon, wie eine der Betroffenen erklärte.

Von 12.224 Aufnahmen und Videos, die auf 68 verschiedenen Websites veröffentlicht waren, wurden 10.776 später auf sogenannten Parasitenwebsites gefunden, so die Studie. Für die Analyse haben die Forscher 47 Stunden benötigt, verteilt über vier Wochen.

Auch in Deutschland existiert das Problem. Freizügige Fotos verbreiten besonders Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren, die soziale Netzwerke wie Facebook nutzen. Das sind Ergebnisse der neuen Studie der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) zum Datenschutzverhalten junger Menschen im Netz, die am 29. Oktober 2012 im Rahmen einer Fachtagung in Düsseldorf vorgestellt wurde. So verwenden 14 Prozent recht offene Einstellungen und haben einen hohen Anteil an unbekannten Kontakten.

Zwar hätten die meisten Nutzer ihr Profil und alle anderen Elemente auf den Plattformen so eingestellt, dass nur die von ihnen hinzugefügten oder bestätigten Kontakte Zugriff darauf hätten. Doch gerade bei den Jüngeren reicht es oftmals aus, eine Person dem Namen nach oder über andere zu kennen, um sie in den Freundeskreis im sozialen Netzwerk aufzunehmen.

Mehr als ein Drittel der 12- bis 24-Jährigen (38 Prozent) berichtete davon, dass bereits Inhalte, mit deren Verbreitung sie nicht einverstanden waren (wie zum Beispiel Fotos) ohne ihre Zustimmung ins Netz gestellt wurden. Zwei von fünf Nutzern (39 Prozent) finden es in Ordnung, Inhalte ins Internet zu stellen, ohne dies mit den Betroffenen abzuklären.

LfM-Direktor Jürgen Brautmeier betonte allerdings, dass die Masse der Jugendlichen überlegt in sozialen Netzwerken agiere: "Die vielen Aufklärungsmaßnahmen, die durch medienpädagogische Initiativen vielerorts durchgeführt werden, bewirken offenbar etwas." Doch vor allem jüngere Jugendliche, insbesondere diejenigen mit niedriger formaler Bildung, pflegten einen problematischen Umgang mit ihren Daten. Risikogruppen seien 15- bis 17-Jährige in der Pubertät und Jugendliche mit niedriger Bildung. "Diese Zielgruppen müssen wir besser schützen und mit unseren Medienkompetenzmaßnahmen künftig noch deutlicher stärken."


NeverDefeated 04. Nov 2012

Wenn die so auch an deutsche Behördendatenbanken herankommen würden, dann liefe da erst...

AllDayPiano 01. Nov 2012

Na endlich mal jemand, der das ganze noch so versteht, wie es auch ist. Heutzutage wird...

Doc1971 31. Okt 2012

Die Tageszeitungen, NDR Zapp uvm. haben die Story mal wieder auf die Internet-Aspekte...

Fizze 31. Okt 2012

Praktisch alles was öffentlich ist, gilt als gemeinfrei (public domain) :/ Besonders als...

Raumzeitkrümmer 30. Okt 2012

Die zwangsweise folgende Doppelmoral ist verdorben.

Kommentieren



Anzeige

  1. Business Intelligence Analyst Logistik (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning (Raum München)
  2. IODP System Architect (m/w)
    AVL List GmbH, Graz (Österreich)
  3. APP-Entwickler (m/w) für iOS / Android
    GIGATRONIK Holding GmbH, Ingolstadt
  4. Mitarbeiter/in im Bereich Informationstechnologie/IT Service
    Toho Tenax Europe GmbH, Heinsberg-Oberbruch und Wuppertal

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  2. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  3. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  4. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  5. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  6. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  7. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  8. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java

  9. Cyanogenmod-Smartphone

    Oneplus One kann nur auf Einladung bestellt werden

  10. Heartbleed-Bug

    Strato und BSI warnen Nutzer



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014: Unkomplizierter Kick ins WM-Finale
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014
Unkomplizierter Kick ins WM-Finale

Am 8. Juni 2014 bezieht die deutsche Nationalmannschaft ihr Trainingslager "Campo Bahia" in Brasilien, um einen Anlauf auf den Gewinn des WM-Pokals zu nehmen. Wer sichergehen will, dass es diesmal mit dem Titel klappt, kann zu Fifa Fußball-WM Brasilien 2014 greifen.

  1. Fifa WM 2014 Brasilien angespielt Mit Schweini & Co. nach Südamerika
  2. EA Sports Fifa kickt in Brasilien 2014

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  2. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen
  3. OpenSSL-Bug Spuren von Heartbleed schon im November 2013

A Maze 2014: Tanzen mit der Perfect Woman
A Maze 2014
Tanzen mit der Perfect Woman

Viele Spiele auf dem Indiegames-Festival A Maze 2014 wirkten auf den ersten Blick abwegig. Doch die kuriosen Konzepte ergeben Sinn. Denn hinter Storydruckern, Schlafsäcken und virtuellen Fingerfallen versteckten sich erstaunlich plausible Spielideen.

  1. Festival A Maze Ist das noch Indie?
  2. Test Cut The Rope 2 für Android Grün, knuddlig und hungrig nach Geld
  3. Indie-Game NaissanceE Wenn der Ton das Spiel macht

    •  / 
    Zum Artikel