Internet der Dinge Pinoccio - vernetzter und kompakter als Arduino

Die Pinoccio-Platine ist ein weiteres Crowdfunding-Projekt, das eine Arduino-Alternative darstellt. Die mit Akku bestückten Platinen sind nicht nur klein, sie vernetzen sich auch untereinander - wobei sie ein Wireless-Mesh bilden können.

Anzeige

Ein komplettes Ökosystem zum Bau des Internets der Dinge, das soll Pinoccio bieten. Die für Selbstbau-Hardwareprojekte designte Platine soll besser ausgestattet sein als ein Arduino Uno, ähnlich leistungsfähig wie ein Arduino Mega - aber deutlich kompakter, vernetzter und zudem von Hause aus mit einem 550-mAh-Lithium-Polymer-Akku bestückt sein.

Da es sich bei Pinoccio um Open-Source-Hardware handelt, kann die Hardware von jedem modifiziert, erweitert und verbessert werden. Pinoccio ist zudem mit Arduino kompatibel, der Code vieler Arduino-Projekte soll auf den kleinen Systemen laufen.

Optionaler Webservice

Pinoccio bietet einen optionalen Webservice an, bei dem jedes Pinoccio-Board ein eigenes Onlinezuhause mit eigener URL erhält. Webentwickler bekommen dabei REST-Endpoints, Webhooks und Websockets zur Verfügung gestellt. Für die Kommunikation zwischen Pinoccio und Webservice dient das Pinoccio-API.

Selbst wenn keines der auch als Micro-SD-Karten-Adapter dienenden WLAN-Module hinzugekauft wird oder eines der Wifi-Shields nicht im WLAN-Empfangsbereich liegt, können sich die Pinoccio-Platinen untereinander verbinden. Sie bauen ihr Mesh dann einfach über den auf Wireless Personal Area Networks (WPAN) spezialisierten Funkstandard IEEE 802.15.4 im 2,4-GHz-Bereich auf.

  • Pinocchio - ohne und mit Wifi-Shield (Bild: Bean Labs)
  • Pinocchio - neben der Arduino-Konkurrenz (Bild: Bean Labs)
  • Pinocchio mit Wifi-Shield - Ausstattung (Bild: Bean Labs)
Pinocchio - ohne und mit Wifi-Shield (Bild: Bean Labs)

Ausstattung

Zu den Ausstattungsmerkmalen von Pinoccio zählen ein Microcontroller vom Typ ATmega128RFA1 mit 16 MHz Taktfrequenz, 16 KByte SRAM und 128 KByte Flashspeicher. Mit einer Akkuladung soll die Platine, abhängig von der Nutzung, mehrere Wochen bis Monate durchhalten können. Der Akku lässt sich über den USB-Anschluss aufladen.

Pinoccio verfügt über 17 digitale Ein- und Ausgabe-Pins, darunter vier mit Pulsweitenmodulation (PWM). Dazu kommen acht analoge Input-Pins, zwei in Hardware umgesetzte serielle Schnittstellen (UART), ein Hardware-SPU-Bus, ein dedizierter I2C-Bus, ein Onboard-Temperatursensor und eine Onboard-RGB-LED.

Auf dem Crowdfunding-Portal Indiegogo wollen die Pinoccio-Entwickler Eric Jennings und Sally Carson von Bean Labs nun 60.000 US-Dollar einsammeln. Erst wenn diese Summe überschritten wird, erhalten sie ihr Geld, anders als bei den flexiblen Kampagnen, die auf Indiegogo im Elektronikbereich recht verbreitet sind. Es sind aber bereits rund 17.000 US-Dollar zusammengekommen und bis zum 14. Februar 2013 ist noch Zeit. Pinoccio-Unterstützer erhalten ab 49 US-Dollar eine Platine ohne und ab 99 US-Dollar mit Wifi-Shield, jeweils zuzüglich Versandkosten.


pinoccio 16. Jan 2013

Ich bin der Designer. Hier ist die Antwort auf Ihre Frage. http://pinocc.io/faq#faq...

SeveQ 16. Jan 2013

Um das STM32 zu programmieren, bedarf es aber ein wenig mehr als nur Processing zu...

CanadaRunner 16. Jan 2013

Kleine Frage in die Runde: Gibt es dann eine wirklich "gute" Wireless-Sensor-Network...

Kommentieren



Anzeige

  1. Web-Entwickler (m/w)
    NEXUS Netsoft, Langenfeld
  2. Softwareentwickler (m/w)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  3. Netzwerk Administrator (m/w)
    Loyalty Partner Solutions GmbH, keine Angabe
  4. IT-Programmmanager/-in für komplexe Softwareeinführungsprojekte
    Dataport, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  2. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  3. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  4. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  5. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  6. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  7. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  8. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  9. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java

  10. Cyanogenmod-Smartphone

    Oneplus One kann nur auf Einladung bestellt werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014: Unkomplizierter Kick ins WM-Finale
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014
Unkomplizierter Kick ins WM-Finale

Am 8. Juni 2014 bezieht die deutsche Nationalmannschaft ihr Trainingslager "Campo Bahia" in Brasilien, um einen Anlauf auf den Gewinn des WM-Pokals zu nehmen. Wer sichergehen will, dass es diesmal mit dem Titel klappt, kann zu Fifa Fußball-WM Brasilien 2014 greifen.

  1. Fifa WM 2014 Brasilien angespielt Mit Schweini & Co. nach Südamerika
  2. EA Sports Fifa kickt in Brasilien 2014

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  2. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen
  3. OpenSSL-Bug Spuren von Heartbleed schon im November 2013

A Maze 2014: Tanzen mit der Perfect Woman
A Maze 2014
Tanzen mit der Perfect Woman

Viele Spiele auf dem Indiegames-Festival A Maze 2014 wirkten auf den ersten Blick abwegig. Doch die kuriosen Konzepte ergeben Sinn. Denn hinter Storydruckern, Schlafsäcken und virtuellen Fingerfallen versteckten sich erstaunlich plausible Spielideen.

  1. Festival A Maze Ist das noch Indie?
  2. Test Cut The Rope 2 für Android Grün, knuddlig und hungrig nach Geld
  3. Indie-Game NaissanceE Wenn der Ton das Spiel macht

    •  / 
    Zum Artikel