Intel-Roadmap Kein Haswell-Nachfolger für Desktops bis 2015

Eine inoffizielle Roadmap von Intel sieht für Desktop-PCs bis 2015 keine Einführung der Architektur Broadwell vor. Neue High-End-CPUs und einen Haswell-Refresh soll es aber geben.

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Die chinesische Ausgabe von VR-Zone hat ein Foto einer vermeintlichen Intel-Präsentationsfolie veröffentlicht. Darauf ist die Roadmap für Desktop-CPUs bis zum Jahr 2015 zu erkennen. Auf mobile Prozessoren geht das Dokument nicht ein. Für diese plant Intel unbestätigten Angaben zufolge nach dem im Juni 2013 erwarteten Haswell den Nachfolger Broadwell.

Diese neue Architektur soll aber bei den Desktop-CPUs bis 2015 nicht eingesetzt werden. Stattdessen ist in der Mittelklasse der stationären Rechner Mitte 2014 ein "Haswell Refresh" vorgesehen. Erst in der ersten Hälfte des Jahres 2015 soll dann mit Skylake eine neue Architektur für Desktops erscheinen. Skylake ist nach bisherigem Stand ein Ableger von Broadwell - Intel spaltet also offenbar die Entwicklung der Prozessordesigns, bisher gab es wie aktuell mit Ivy Bridge nur eine Architektur für alle Segmente.

Auf Basis des Ivy-Bridge-Nachfolgers Haswell soll aber Ende 2014 noch die neue High-End-Plattform Haswell-E erscheinen. Sie löst dann Ivy Bridge-E ab, dem wiederum Sandy Bridge-E alias Core i7-3900 vorausging. Die zugehörige Plattform für Haswell-E, vermutlich aus einem neuen Chipsatz bestehend, heißt Lituya Bay. Weitere Daten zu den CPUs, insbesondere die Zahl der Kerne von Haswell-E, nennt die Folie nicht.

Klares Bekenntnis zu gesockelten Prozessoren

Auffällig ist auf der Roadmap-Grafik aber, dass alle genannten neuen Prozessorserien mit dem Vermerk "LGA" versehen sind. Das Kürzel steht für "land grid array" und bezeichnet Intels Mechanik von Prozessorsockeln. Das Gegenstückt ist BGA, "ball grid array", bei dem die CPUs mit Mainboards verlötet werden, was vor allem bei Notebooks gebräuchlich ist. Ende 2012 gab es Gerüchte, Intel könnte auch bei Desktopprozessoren zu BGA wechseln, was das Unternehmen aber umgehend dementierte.

Für Haswell, dessen Refresh und danach auch Skylake will Intel beim Sockel LGA 1150 bleiben, bei Haswell-E ist die Grafik nicht eindeutig beschriftet. Möglich ist hier ein Beibehalten des Sockels LGA 2011, in dem schon die beiden Vorgänger Platz fanden. Da Haswell-E aber nach ebenfalls unbestätigten Angaben DDR4-Speicher unterstützen wird, ist eine mechanische, nicht aber elektrische Kompatibilität des Sockels möglich. Prozessorhersteller wechseln gelegentlich die Beschaltung eines Sockels, um neue Funktionen wie eben den Speicherbus von neuen DRAM-Typen zu ermöglichen.


David64Bit 23. Apr 2013

Auch wenn AMD momentan nicht viel auf der Roadmap hat, DAS ist die Chance für AMD jetzt...

war10ck 22. Apr 2013

Seit ich 2007 meinen Core2Quad 6600 gekauft habe, hat es ein paar deutliche...

flowflo 22. Apr 2013

Smartphones, die alle 8 Kerne gleichzeitig benutzen können, gibt es noch nicht. Der...

nie (Golem.de) 22. Apr 2013

Die Refreshs erhalten aber in der Regel einen eigenen Codenamen, der dann auch auf den...

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