Intel Haswell NUC geht in die zweite Runde

Intel hat die nächste Ausbaustufe der Next Unit of Computing (NUC) vorgestellt. Der Selbstbau-Minicomputer nutzt Haswell-Prozessoren samt Grafikeinheit und bietet erstmals USB 3.0 bei Gehäusemaßen von nur 117 x 112 x 35 mm.

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Mit der Next Unit of Computing (NUC) auf Basis der Haswell-Generation hat Intel die NUC mit der aktuellen Prozessor-Architektur versehen. Neben der deutlich schnelleren Grafikeinheit mit DX11.1-Unterstützung ist die NUC-Neuauflage mit USB 3.0 ausgestattet und weist eine geringere Leistungsaufnahme dank Intels 22-Nanometer-Fertigung auf. Der Minicomputer ist mit 117 x 112 x 35 mm deutlich kompakter und sparsamer als Lenovos Thinkcentre M93p Tiny, jedoch auch langsamer.

Haswell-ULT-Prozessor trifft auf QS77-Chip

So steckt in der D54250WYK-Variante ein Core i5-4250U mit zwei Kernen und Hyperthreading (HT), der sich ausgehend von 1,3 GHz per Turbo auf bis zu 2,6 GHz hochtakten kann. Die integrierte HD Graphics 5000 verfügt über 40 sogenannte Execution Units (EU) und erreicht maximal 1 GHz. Die NUC mit der Bezeichnung D34010WYK muss sich mit einem Core i3-4010U begnügen, dieser taktet unter Last mit 1,7 GHz - bietet aber keinen Turbo. Die HD Graphics 4400 hat zudem nur 20 EUs bei ebenfalls höchstens 1 GHz.

Auf derselben Trägerplatine wie das CPU-Die sitzt der Platform Controller Hub (PCH), das komplette Paket muss sich ein TDP-Budget von 15 Watt teilen. Dies bedeutet, dass CPU und Grafikeinheit nicht beide durchgehend den vollen Takt fahren können. Beim älteren DC53427HY-NUC ist das anders: Der Ivy-Bridge-Chip Core i5-3427U kommt auf 17 Watt - ohne PCH - und hat etwas höhere Frequenzen als der 4250U. Die Zahl der Ausführungseinheiten der GPU ist jedoch geringer und die CPU liefert weniger Leistung pro Takt.

  • Die Unterseite der Platine mit dem ULT-Prozessor und dem QM87-PCH (Bild: Intel)
Die Unterseite der Platine mit dem ULT-Prozessor und dem QM87-PCH (Bild: Intel)

Beim erwähnten PCH der neuen Haswell-NUCs handelt es sich angeblich um den älteren QS77-Chip, der auch schon bei den Ivy-Bridge-NUCs zum Einsatz kam. Auf Nachfrage gab Intel jedoch an, es sei ein QM87 samt USB 3.0 verbaut - dafür fiel Thunderbolt (vermutlich vorerst) dem Rotstift zum Opfer. Die weiteren Schnittstellen sind Gigabit-Ethernet, Mini-HDMI 1.4a und Mini-Displayport 1.2 sowie ein Klinkenanschluss für Lautsprecher oder ein Headset.

Das Mainboard im Inneren des Gehäuses bietet zwei RAM-Bänke für bis zu 16 GByte DDR3L-1600-Speicher sowie zwei Mini-PCIe-Steckplätze. Diese können mit einer mSATA-SSD sowie beispielsweise einer Intel-7260HMW-Karte bestückt werden, welche Bluetooth 4.0 und WLAN nach 802.11ac-Standard bietet. Ein SATA-Port ist zwar vorhanden, aber kein Platz, um eine SSD in die NUC zu legen. Daher ist eine mSATA-SSD zwingend notwendig, wenn keine externe USB-Festplatte verwendet wird. Da es sich bei der Next Unit of Computing um ein sogenanntes DIY-Barebone (Do It Yourself) handelt, sind nur Prozessor und Hauptplatine vorhanden, Intel liefert zudem ein 65-Watt-Netzteil mit.

Die Intel-NUC-Versionen D54250WYK und D34010WYK sollen unseren Informationen zufolge im Oktober für unter 400 Euro in den Handel kommen, günstigere Versionen mit beispielsweise dem Celeron 2980U könnten folgen.


ichbinsmalwieder 24. Sep 2013

Doch habe ich schon. Aber es versteht sich doch von selbst, dass diese MiniPCIe-Slots...

ichbinsmalwieder 24. Sep 2013

Na dann musst halt doch in ein Kfz-Notebook-Netzteil investieren, so schlecht sind deren...

Bill S. Preston 23. Sep 2013

Passiv küklen mit so einem Gehäuse z.B. http://www.fanlesstech.com/2013/09/habey-bis-6764...

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