Intel Core i7-3970X Sechskerner mit bis zu 4 GHz bei 150 Watt

Ohne weitere Ankündigung hat Intel den Core i7-3970X als Nachfolger des Modells 3960X auf den Markt gebracht. Der Prozessor läuft mit 3,5 bis 4,0 GHz, braucht dafür aber mehr Energie als sein Vorgänger.

Anzeige

Sowohl in Intels ARK-Datenbank als auch bei deutschen Versendern ist der neue Core i7-3970X bereits gelistet. Die CPU ist der Nachfolger von Intels vor genau einem Jahr vorgestelltem und von Golem.de getestetem Prozessor Core i7-3960X. Auch das neue Modell passt nur in Mainboards mit dem Sockel LGA2011 und dem Chipsatz X-79. Der Prozessor besitzt sechs Kerne sowie Hyperthreading, stellt sich dem Betriebssystem also wie 12 Cores dar.

Die neue CPU gehört zur Familie Sandy Bridge-E und ist anders als die aktuellen Ivy-Bridge-CPUs nicht mit 22, sondern mit 32 Nanometern Strukturbreite gefertigt. Da der Basistakt von 3,3 auf 3,5 GHz erhöht wurde, konnte Intel die selbst gesetzten Grenzen für die Leistungsaufnahme nicht mehr einhalten: Statt 130 gibt das Unternehmen nun 150 Watt TDP an.

Das sollte bei den meisten auf Übertakten ausgelegten X79-Mainboards aber kein Problem sein, im Zweifel sollte der Nutzer vorher beim Hersteller des Boards nachfragen. Schwierig wird eventuell die Wahl des Kühlers, wenn es ein leises Modell sein soll. Intels eigene Kühlung, die mit einem wartungsfreien Wasserkreislauf von Asetek arbeitet, sollte für den 3970X auch ausreichen.

Erstmals knackt Intel mit der neuen CPU auch bei einem breit verfügbaren Produkt die Grenze von 4 GHz - das schafften bisher vor allem besondere Xeon-Ausgaben. Den hohen Takt erreicht der 3970X aber nur per Turbo-Boost, wenn nur ein Kern belastet ist. Das sind nur 100 MHz mehr als die höchste Turbo-Stufe des 3960X, der dabei 3,9 GHz erreichte.

Für die geringe Mehrleistung lohnt sich also ein Wechsel nicht, vor allem, weil der 3970X wie sein Vorgänger für rund 980 Euro als Tray-Version - also ohne Kühler - angeboten wird. Die offiziellen OEM-Preise betragen 999 US-Dollar ohne und 1.099 US-Dollar mit Wasserkühler. Auch der 3960X wird weiterhin angeboten und kostet bei deutschen Händlern noch rund 920 Euro.

Interessant sind die Sandy Bridge-E nicht nur wegen der sechs Kerne, sondern auch, weil sie bis zu 64 GByte DDR3-Speicher ansprechen können. Das ist für selbstgebaute Workstations mit manchen Anwendungen eine preisgünstige Alternative zu Xeon-Systemen von der Stange, die ebenso viel Speicher adressieren können.


beaver 15. Nov 2012

Wie bitte? CPUs sind enorm viel verbrauchsärmer geworden, in den letzten Jahren. Mein...

Kommentieren




Anzeige
  1. IT-Service Mitarbeiter (m/w) für den 1st- / 2nd-Level Support
    DATAGROUP Köln GmbH, Essen, Frankfurt/Main, Köln oder München
  2. IT-Systemspezialist (m/w)
    PENSIONS-SICHERUNGS-VEREIN VVaG, Köln
  3. Qualitäts- und Prozessmanager (m/w) Softwareentwicklung
    dSPACE GmbH, Paderborn
  4. Senior IT Consultant Manufacturing (m/w)
    Continental AG, Hannover

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Hands On

    Huawei Ascend P6 ist schick und schlank

  2. Letzte Meile

    Bundesnetzagentur senkt Preise für TAL am Schaltverteiler

  3. Prism

    Wie der BND das Netz überwacht

  4. Socl

    Microsofts soziales Netzwerk wird zum Meme-Generator

  5. XMP-Profile

    Kompatibilitätslisten zu DDR3-Modulen für Haswell

  6. Datenbrille

    Datenschützer halten Google Glass für nicht EU-tauglich

  7. We are Watching You

    Widerstand gegen Kinect-Überwachung in den USA

  8. Netflix und Dreamworks

    Shrek & Co. bald in neuen Streaming-Serien

  9. LC-90LE757

    Sharp bringt 90-Zoll-TV für 13.000 Euro

  10. HTC Desire 200

    Einsteiger-Smartphone mit langer Akkulaufzeit und Adblocker



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Computerspiele: Atari-Gründer warnt vor Onlinezwang
Computerspiele
Atari-Gründer warnt vor Onlinezwang

Der Atari-Gründer Nolan Bushnell warnt die Spielebranche: Sie tue nichts, um dafür zu sorgen, dass heutige Spiele auch in Zukunft verfügbar bleiben. Besonders der heute oft übliche Onlinezwang mache ihm Sorgen.


Verlängerung der Löschphase: Denic will Domain-Grabbing verhindern
Verlängerung der Löschphase
Denic will Domain-Grabbing verhindern

Die Denic will bei der Löschung von Domains eine Übergangsfrist einführen. Im Februar waren einige Firmendomains versehentlich gelöscht und zur Registrierung freigegeben worden.

  1. Domainrecht Schweizer Switch schaltet Domain wegen Malware ab

In eigener Sache: Was auf unseren Adblocker-Aufruf folgte
In eigener Sache
Was auf unseren Adblocker-Aufruf folgte

Zusammen mit einigen anderen Websites haben wir vor rund einem Monat unsere Leser gebeten, ihren Adblocker auf unseren Seiten abzuschalten. Ein Resümee.

  1. In eigener Sache Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Zum Artikel