Intel: Atom-CPUs für Supermarktregale
Digitale Preisschilder mit Touchscreen und Atom-CPU (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Intel Atom-CPUs für Supermarktregale

IDF

Intel sieht ein weiteres Feld für die günstigen Atom-Prozessoren. Der Atom bietet sich für das sogenannte Micro Digital Signage an. Im Supermarktregal gibt es leuchtende Touchscreen-Preisschilder mit Bewertungsfunktion.

Anzeige

Intel hat ein Experiment vorgestellt, das einen zukünftigen Einsatzzweck des Atom-Prozessors in Supermärkten zeigt. Dort soll die Medfield-basierte Lösung herkömmliche Preisschilder ablösen. Die meisten Anwender kennen Atom-Prozessoren von Netbooks, die in Industrieländern an Bedeutung verlieren. Atom-CPUs werden aber auch im Embedded-Bereich, zum Beispiel für Industrieanwendungen, oder in Smartphones eingesetzt.

  • Intels Micro-Digital-Signage-Prototypen
  • Jeweils zwei Displays stecken in einer Einheit.
  • Die Displays stammen von Smartphones, ...
  • ... für eine verkaufbare Version würden günstigere Displays verwendet.
  • Digital-Signage-Modul
  • Digital-Signage-Modul - vorne ein zu teures Medfield-Board
Intels Micro-Digital-Signage-Prototypen

Ausgestattet ist das System für Einkaufsregale mit einem Touchscreen sowie einem Bewegungssensor und einer Kamera. Selbst ein Temperatursensor sowie die Erkennung der Luftfeuchtigkeit sind in dem Konzept vorgesehen.

Die verschiedenen Komponenten sollen unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Der Temperatursensor kontrolliert beispielsweise die korrekte Temperatur für die Waren. Über eine Netzwerkschnittstelle können diese Daten zentral erfasst werden. Die Kamera soll nicht die Kunden abfilmen, sondern in das Regal gegenüber schauen und so den Warenbestand kontrollieren. Damit wären automatisierte Bestellprozesse denkbar.

Kunden bewerten die Produkte in den Regalen

Für den Kunden direkt sind der Bewegungssensor und der Touchscreen. So soll der Sensor dafür sorgen, dass die Schilder nur dann leuchten, wenn tatsächlich ein Kunde in der Nähe ist. Da die Preisschilder miteinander kommunizieren, können sie den Weg im Supermarktregal vor dem Käufer aufleuchten lassen. Zudem könnten beispielsweise Werbevideos abgespielt werden. Das jetzige Konzept kann das aber noch nicht.

Den Touchscreen nutzt das System als Bewertungsportal. Das Konzept sieht vor, dass der Nutzer direkt zum Produkt eine Bewertung abgeben kann, beispielsweise über eine 5-Sterne-Skala. Das Ganze wird über die Netzwerkschnittstelle erfasst und als Ergebnis etwa in allen Supermärkten verteilt. Damit sollten die Vorteile der Internetbewertungen im Supermarkt landen, so Intel.

Zukünftige Versionen sollen noch kostenoptimiert werden. Es soll dann etwa nur ein Prozessor für mehrere Displays verantwortlich sein. Das gezeigte System benutzt zudem Smartphone-Displays. Derart teure Technik bietet sich für Supermärkte aber nicht an. Sollte das System in die Produktion gehen, wären die Displays wesentlich gröber aufgelöst.

Dank der Vernetzung, ob drahtlos oder verdrahtet ist dabei egal, soll die Verteilung von Preisinformationen effizienter gestaltet werden. Derartige Systeme existieren schon, nutzen aber häufig noch Segmentanzeigen.

Ob und wann das Konzept tatsächlich in Supermärkten genutzt wird, ist noch nicht bekannt. Zunächst will Intel noch einige Tests durchführen.


pool 11. Sep 2012

"Die Kamera soll nicht die Kunden abfilmen, sondern in das Regal gegenüber schauen und so...

jayjay 11. Sep 2012

Ich glaube kaum das darauf Android zum Einsatz kommt, zum einen ist der Atom Prozessor...

swissmess 11. Sep 2012

Nun kannst du aber nen IT Laden nicht mit nem Lebensmitteldiscounter vergleichen... Ganz...

Raistlin 11. Sep 2012

Ich würde mir wünschen das ich eine App vom jeweiligen Laden runterlade in dem ich meine...

mfeldt 11. Sep 2012

20¤ pro Schild ist viel zu teuer. In einem Supermarkt hängen typischerweise einige...

Kommentieren



Anzeige

  1. Planungsingenieurin / Planungsingenieur
    Deutsche Welle, Bonn
  2. IT Customer Support Officer (m/w)
    FLO-CERT GmbH, Bonn
  3. IT-Mitarbeiter (m/w)
    SRH Dienstleistungen GmbH, Heidelberg
  4. SAP-System-Manager (m/w) SAP-Basis-Betreuung
    MBDA Deutschland, Schrobenhausen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Microsoft

    Enhanced Mitigation Experience Toolkit 5.0 freigegeben

  2. Turbofan

    Googles neuer V8-Compiler für Chrome

  3. Mobile Betriebssysteme

    Android läuft auf fast 85 Prozent aller Smartphones

  4. Ubiquiti Networks

    Mit Android-Telefonen gegen Cisco

  5. Nahrungsmittel

    Trinken statt Essen

  6. Mars 2020

    Curiosity-Zwilling soll unter die Mars-Oberfläche schauen

  7. Ubisoft

    Rayman-Erfinder Michel Ancel gründet neues Studio

  8. Recht auf Vergessen

    Bundesverfassungsrichter kritisiert EuGH-Urteil

  9. VDSL

    1&1 unterbietet Vectoring-Preis der Telekom

  10. Google Barge

    Google verschrottet einen seiner Schwimmpontons



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bluetooth Low Energy und Websockets: Raspberry Pi als Schaltzentrale fürs Haus
Bluetooth Low Energy und Websockets
Raspberry Pi als Schaltzentrale fürs Haus
  1. Echtzeitkommunikation Socket.io 1.0 mit neuer Engine

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

Samsung Galaxy Tab S im Test: Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
Samsung Galaxy Tab S im Test
Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
  1. Samsung Neue Galaxy Tabs ab 200 Euro erhältlich

    •  / 
    Zum Artikel