Wie kommen Windows-Würmer in den App Store?
Wie kommen Windows-Würmer in den App Store? (Bild: Apple/Golem.de)

Instaquotes Windows-Wurm in iOS-App

Für einige Tage wurde per iTunes eine App vertrieben, in der sich ein Windows-Wurm verbarg. Auch Windows-PCs konnte die Datei nicht unmittelbar infizieren, zudem ist das Angebot inzwischen gelöscht. Der Vorfall wirft dennoch Fragen auf.

Anzeige

Mindestens zwischen dem 19. und dem 24. Juli 2012 wurde in Apples App-Stores per iTunes das Programm "Instaquotes - Quotes Cards For Instagram" angeboten. Sie war mit einem Windows-Wurm infiziert. Entdeckt wurde die verseuchte App offenbar zuerst von einem Mac-Anwender, der seine Erfahrungen in Apples Support-Forum schildert. Einige Stunden danach wurde die App aus dem iTunes-Store gelöscht, berichtet Cnet.

Bei dem Schädling handelt es sich um den von Sophos "Mal/CoiDung-A" genannten Wurm - Microsoft nennt ihn "Win32/VB.CB". Dort ist auch eine Liste der Namen zu finden, die andere Antivirenhersteller der Malware gaben. Laut einer Analyse von Microsoft versucht das Programm, sich über den Yahoo-Messenger weiter zu verbreiten, es kann aber auch Codes aus dem Internet nachladen, sodass das mögliche Schadenspotenzial nicht abzuschätzen ist. Der Wurm ist seit Mitte 2009 bekannt und dürfte so von allen Antivirenprogrammen erkannt werden.

Der Mac-User, der ihn entdeckte, war durch eine Meldung des Programms ClamXav auf den Schädling aufmerksam geworden. Dabei handelt es sich um einen Virenscanner für MacOS, der auch für andere Betriebssysteme entworfene Malware entdeckt.

Wurm für manuelle Installation

Rechner mit MacOS können von dem Schädling ohnehin nicht befallen werden, und auch bei einem Download über iTunes für Windows passiert das nicht automatisch. Die infizierten .exe-Dateien für Windows stecken in einem .ipa-Package für iOS. Um die Malware unter Windows zu starten, müsste der Anwender sie aus dem Package extrahieren und dann die beiden .exe-Dateien mutwillig ausführen. Bei einem aktiven und aktuellen Virenscanner mit Zugriffsprüfung bei Dateien würde das Sicherheitsprogramm sofort Alarm schlagen. So ist es auch Cnet ergangen, als die Redakteure das Package öffneten.

Wie die beiden infizierten Dateien in die App kamen, ist bisher ungeklärt. Wichtiger ist die Frage, wie die App in dieser Form in den iTunes-Store gelangen konnte. Apple gibt dort nur nach eigener Prüfung Apps zum Download frei, diese Prüfung bezieht sich aber wohl nur auf die teils unerwünschten Inhalte. Ob Apple auch nach Schädlingen sucht, die andere Betriebssysteme als iOS und MacOS befallen können, ist nicht bekannt. Das Unternehmen hat bisher auch in seinem Forum keine Stellung zu dem Vorfall bezogen.


Moe479 27. Jul 2012

es beweisst, dass apple ebend nicht für sicherheit in seinem app-shop sorgen kann (die...

msdong71 26. Jul 2012

die sind aber in einem ios container verpackt der auf windows nicht ausgeführt werden...

Kommentieren



Anzeige

  1. JEE-Entwickler (m/w)
    metafinanz, München
  2. Berater (m/w) "Voice und Value Added Services" / "Connectivity Services"
    Detecon International GmbH, Köln
  3. Java Entwickler (m/w)
    metafinanz, München und Stuttgart
  4. Softwareentwickler (m/w) IBM Notes / Domino
    BCC Unternehmensberatung GmbH, Eschborn bei Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Top-Angebote
  1. TIPP: 4 Blu-rays für 30 EUR
    (u. a. Die Unfassbaren, Escape Plan, RED 2, Braveheart, Fast & Furious 6, Titanic)
  2. TIPP: PS4-Spiele reduziert
    (u. a. GTA V 42,33€, Project CARS 43,79€, Tamriel Unlimited 43,79€, Alien: Isolation Ripley...
  3. TIPP: Games-Downloads Angebote
    (u. a. Bioshock Infinite 7,49€, Xcom Enemy Unknown 4,99€, Boderlands 2 7,49€)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. BND-Sonderermittler Graulich

    Zen-Buddhist mit Billig-Smartphone und Virenscanner

  2. 5G-Norma-Projekt

    Nokia, Telekom und Telefónica wollen 5G festlegen

  3. Oberlandesgericht

    Youtube kann durch Gema in Störerhaftung genommen werden

  4. Timesyncd

    Systemd soll Googles Zeitserver nicht mehr verwenden

  5. DAB+

    WDR schaltet seine Mittelwellensender ab

  6. Apple Music

    Beats 1 kann auch mit Android-Geräten gehört werden

  7. Her Story

    Bei Mausklick Mord

  8. Android-Update

    Medion bringt Lollipop auf vier Tablets

  9. Bewerberplattform

    IT-Gehaltserwartung in deutschen Startups liegt bei 43.000 Euro

  10. First Flight

    Sony stellt Crowdfunding-Plattform für eigene Ideen vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Microsoft: Preise, Systemanforderungen und Limitierungen für Windows 10
Microsoft
Preise, Systemanforderungen und Limitierungen für Windows 10
  1. Windows 10 Zweite Preview innerhalb von zwei Tagen
  2. Microsoft Neue Preview von Windows 10 ändert einiges
  3. Microsoft Windows 10 Home kostet 135 Euro

Inkubus 300µ ausprobiert: Quadratisch, stylish, gut
Inkubus 300µ ausprobiert
Quadratisch, stylish, gut
  1. Dell Inspiron Micro Desktop Mini-Rechner mit Tablet-Innenleben für 250 Euro
  2. Cubox-i4Pro im Test Viel Gefummel für viel Geld
  3. Mini-PC Asrocks Beebox nutzt Braswell und einen USB-C-Anschluss

Adblocker Humancredit: Faire Werbung für gute Menschen
Adblocker Humancredit
Faire Werbung für gute Menschen
  1. Sourcepoint Ex-Google-Manager bietet Blocker gegen Adblocker
  2. Adblocker EU-Mobilfunkbetreiber wollen Google-Werbung blockieren
  3. In eigener Sache Golem.de erweitert sein Abo um eine Schnupper-Version

  1. Re: Weiter so....

    Keksmonster226 | 02:37

  2. Re: Der Name des Flugobjektes

    Moe479 | 02:14

  3. Re: Australien zuerst?

    allwi | 02:06

  4. Re: OLG HH, kannste vergessen

    Moe479 | 02:03

  5. Re: Zahlen weit an der Realität vorbei

    Gamma Ray Burst | 01:54


  1. 20:54

  2. 18:49

  3. 17:32

  4. 16:55

  5. 16:33

  6. 16:05

  7. 15:22

  8. 15:04


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel