Insolvenz Kodak muss sich von Onlinefotogeschäft trennen

Der insolvente Konzern Eastman Kodak hat seine Internetplattform für Fotos mit 75 Millionen Nutzern an Shutterfly abgegeben. Zuvor erfolgte der Ausstieg aus der Fertigung von digitalen Fotoapparaten, Camcordern und digitalen Bilderrahmen.

Anzeige

Eastman Kodak hat seinen Geschäftsbereich für Onlinefotografie verkauft. Das gab das insolvente Unternehmen am 2. März 2012 bekannt. Kodak gibt seine Sparte Kodak Gallery Online für 23,8 Millionen US-Dollar an Shutterfly ab. Die Nutzerbilder bei Kodak aus den USA und Kanada werden zu Shutterflys Plattform transferiert.

Pradeep Jotwani, President des Consumer Business und Chief Marketing Officer bei Kodak, erklärte, dass Kodak Gallery über 75 Millionen Nutzer habe. Kodak werde für den Übergang eng mit Shutterfly zusammenarbeiten. Kodak-Nutzer, die nicht zu Shutterfly wechseln wollten, könnten den Übergang ablehnen.

Am 19. Januar 2012 stellte der Hersteller fotografischer Ausrüstung einen Insolvenzantrag in Manhattan. Zu dem Verkauf muss das Insolvenzgericht erst seine Zustimmung erklären. Der Geschäftsbetrieb sollte im Insolvenzverfahren weiterlaufen, wofür eine Finanzierung von 950 Millionen US-Dollar mit der US-Bank Citigroup vereinbart wurde. Der Konzern hat 19.000 Beschäftigte.

Im Februar erklärte Kodak, künftig keine digitalen Fotoapparate und Camcorder sowie digitale Bilderrahmen mehr zu bauen. Die Maßnahme sei Teil der Konsolidierung des Unternehmens. Kodak will die Nutzung des Markennamens an andere Hersteller lizenzieren. Der Ausstieg aus dem Kamerageschäft soll noch in der ersten Hälfte dieses Jahres abgeschlossen werden.

Seit August 2011 versuchte Kodak, ein Patentpaket für rund 3 Milliarden US-Dollar zu verkaufen. Das Management hoffte, unter Tablet- und Smartphone-Herstellern Bieter für die 1.100 Patente zu finden. Doch es kam zu keinem Vertragsschluss. Um potenziellen Kaufinteressenten den Wert der Patente zu demonstrieren, begann Kodak eine Reihe von Patentklagen gegen Apple, Samsung, HTC und Fujifilm.


trapperjohn 02. Mär 2012

Da geht es ja speziell nur um die Galerie, oder nicht? Unter kodakpulse.com findet sich...

Dragos 02. Mär 2012

und was wird kodak dann noch herstellen btw anbieten?

Salzbretzel 02. Mär 2012

Das sind Momente die mich persönlich sprachlos machen. Zuvor haben sie nicht verklagt...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Consultant Reporting (m/w)
    b.telligent, München und Zürich
  2. Business Intelligence Experte (m/w)
    Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH, Berlin
  3. Projektleiter (m/w) Java
    USU AG, Bonn (Home-Office möglich)
  4. Business Intelligence / Data Warehouse Engineer (m/w)
    Loyalty Partner GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Statt Asus

    Google will Nexus 8 angeblich mit HTC produzieren

  2. 25 Jahre Gameboy

    Nintendos kultisch verehrte Daddelkiste

  3. Digitalkamera

    Panono macht Panoramen im Flug

  4. Nach EuGH-Urteil

    LKA-Experten wollen weiter Vorratsdatenspeicherung

  5. MPAA und RIAA

    Film- und Musikindustrie nutzte Megaupload intensiv

  6. F-Secure

    David Hasselhoff spricht auf der Re:publica in Berlin

  7. "Leicht zu verdauen"

    SAP bietet Ratenkauf und kündigt vereinfachte GUI an

  8. Test The Elder Scrolls Online

    Skyrim meets Standard-MMORPG

  9. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  10. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Cortana im Test: Gebt Windows Phone eine Stimme
Cortana im Test
Gebt Windows Phone eine Stimme

Mit Windows Phone 8.1 bringt Microsoft nicht nur lange vermisste Funktionen wie die zentrale Benachrichtigungsübersicht auf das Smartphone, sondern auch die Sprachassistentin Cortana. Diese kann den Alltag tatsächlich erleichtern - und singen.

  1. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  2. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone
  3. Microsoft Internet Explorer 11 für Windows Phone

Wolfenstein The New Order: "Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"
Wolfenstein The New Order
"Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"

B. J. Blazkowicz muss demnächst wieder die Welt retten - in einem Wolfenstein aus Schweden. Im Interview hat Golem.de mit Andreas Öjerfors, dem Senior Gameplay Designer, über verbotene Inhalte, die KI und Filmvorbilder von The New Order gesprochen.

  1. The New Order Wolfenstein erscheint ohne inhaltliche Schnitte
  2. Wolfenstein angespielt Agent Blazkowicz in historischer Mission
  3. Bethesda Zugang zur Doom-Beta führt über Wolfenstein

Vorratsdatenspeicherung: Totgesagte speichern länger
Vorratsdatenspeicherung
Totgesagte speichern länger

Die Interpretationen des EuGH-Urteils zur Vorratsdatenspeicherung gehen weit auseinander. Für einen endgültigen Abgesang auf die anlasslose Speicherung von Kommunikationsdaten ist es aber noch zu früh.

  1. Bundesregierung Vorerst kein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
  2. Innenministertreffen Keine schnelle Neuregelung zur Vorratsdatenspeicherung
  3. Urteil zu Vorratsdatenspeicherung Regierung uneins über neues Gesetz

    •  / 
    Zum Artikel