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Big Data schafft neue Berufsbilder für die Industrie 4.0.
Big Data schafft neue Berufsbilder für die Industrie 4.0. (Bild: Paul Carsten/Reuters)

Industrie 4.0: Datendesigner dringend gesucht

Die zunehmende Vernetzung verändert die Industrie grundlegend. Sie schafft aber auch ganz neue Berufsbilder. Unternehmen sind nun dringend auf der Suche nach Datendesignern und Plattformexperten.

Technologisch steht die Industrie 4.0, also die vollständige Vernetzung von der Entwicklung bis zur Produktion, vor dem Durchbruch. Doch der Weg zum flächendeckenden Einsatz ist lang. "Die Konzerne kratzen noch an der Oberfläche", sagt Alexander Vocelka von der Beratungsfirma Horvath Partners dem Handelsblatt. Big Data sei erst bei etwa fünf Prozent der Unternehmen wirklich Teil des operativen Geschäftsmodells. Es gehe nicht nur darum, möglichst viele Daten zu sammeln. Diese müssten integriert, analysiert, visualisiert und für Projektionen genutzt werden. "Wir müssen den Rohstoff Daten als vierten Produktionsfaktor verstehen, neben Kapital, natürlichen Ressourcen und menschlicher Arbeitskraft."

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Für die Auswertung und Nutzung der Daten werden auch andere Qualifikationen benötigt. In einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom zur Hannover Messe gaben 94 Prozent der Unternehmen an, dass die Arbeit in der vernetzten Fabrik verstärkt interdisziplinäre Kompetenzen verlangt. Dabei entstehen ganz neue Berufsbilder. "Machine-to-Machine Software-Entwickler, Data Scientists, IT-Sicherheitsexperten, Human-Machine Interaction Designer oder Plattform- und Ökosystem-Experten werden künftig in jeder Fabrik gefragt sein", drückt es Bitkom-Präsidiumsmitglied Frank Riemensperger aus.

Unternehmenssteuerung wird mathematisiert

Noch fehle vielerorts die Expertise, um aus Daten nutzbare Information zu extrahieren, sagt auch Berater Vocelka. Die Steuerung von Unternehmen werde in den nächsten Jahren stärker mathematisiert. Im Topmanagement werde es daher künftig mehr Mathematiker und Physiker geben. Gefragt sei das neue Berufsbild eines Datenwissenschaftlers. Eine kritische Masse an Experten für Big Data und Algorithmen gebe es heute erst in einer Handvoll Unternehmen weltweit.

Das Berufsbild des Datenanalytikers gibt es schon lange, gefragt sind sie zum Beispiel bei Banken und Versicherungen. Künftig sind nach Einschätzung von Experten aber noch mehr interdisziplinäre Fähigkeiten gefordert - und Fantasie, was man mit den gewonnenen Daten überhaupt anfangen kann. Inzwischen gibt es viele Initiativen. So hat zum Beispiel der Softwarehersteller SAS eine Academy for Data Science gestartet.

Deutschland hat Nachholbedarf bei Big Data

Horvath bietet Unternehmen in einem sogenannten Steering Lab an, deren Daten zu analysieren und mit externen Daten anzureichern. Mit Hilfe von komplexen Modellen und speziell entwickelten Algorithmen optimierte das Labor so zum Beispiel die Logistik eines Industrieunternehmens. Dabei lernen die Algorithmen selbstständig dazu. So können zum Beispiel Maschinenbauer ihren Auftragseingang vorhersagen und entsprechend die Produktion optimal planen.

In Sachen Big Data sieht Vocelka noch einen Vorsprung von zwei bis drei Jahren in den USA. Dort sei dank Google das Berufsbild des Datenwissenschaftlers erst entstanden. Deutschland und Europa könnten aber in Sachen Datenschutz punkten und würden sich zudem besser mit den industriellen Prozessen auskennen.


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Bouncy 29. Apr 2016

Wozu auch? Ist ja nicht deren Job, die arbeiten auf ganz anderen Ebenen mit den Daten...

SelfEsteem 28. Apr 2016

Das sind sie eben nur, wenn sie dafuer abgestellt werden. Das gibt es jedoch fast nur in...

SelfEsteem 28. Apr 2016

Das Thema ist fuer jeden eine Mammut-Aufgabe. Neben der eigentlichen Themen-Masse ist...

User_x 28. Apr 2016

...na das wär doch mal was...

theonlyone 28. Apr 2016

Zu aller erst muss man erst einmal seine grundlegenden Arbeitsschritte optimieren und...



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