Beschichteter Sensor in der Lösung: Abstoßung früh erkennen
Beschichteter Sensor in der Lösung: Abstoßung früh erkennen (Bild: Ohio State University)

Implantat Aluminiumoxid schützt Siliziumchips

US-Forscher haben einen Siliziumchip entwickelt, der Proteine im Körper erkennen und implantiert werden kann. Er ist durch eine spezielle Beschichtung geschützt.

Anzeige

Eine neuartige Beschichtung aus Aluminiumoxid, die US-Forscher entwickelt haben, soll Siliziumchips ermöglichen, die sich implantieren lassen. Einen ersten Sensor, der bestimmte Proteine aufspürt, haben die Forscher um Paul Berger schon gebaut.

Silizium sei ein gutes Material für implantierbare Chips, da es günstig und ungiftig sei, erklärt der Wissenschaftler von der Universität des US-Bundesstaates Ohio in Minneapolis. Allerdings könne es zu Wechselwirkungen mit den Körperflüssigkeiten kommen, die die Chips beeinflussten: Im Körper steuerten Elektrolyte wie Natrium und Kalium Nerven und Muskeln, indem sie eine positive oder eine negative elektrische Ladung transportierten, die wiederum eine chemische Reaktion auslöse. Absorbiere aber das Silizium diese Ladungen, könnten falsche Messwerte die Folge sein.

Chips in Lösung

Die Forscher haben deshalb die Siliziumchips mit einer dünnen Schicht aus Aluminiumoxid überzogen. Diese legten sie dann 24 Stunden in eine Lösung, die den Körperflüssigkeiten entspricht. Danach testeten sie die Chips. Dabei stellten sie fest, dass die Körperflüssigkeiten den Sensoren nichts anhaben konnten und diese danach einwandfrei funktionierten.

Berger und seine Kollegen haben einen Sensor gebaut, der die Abstoßung eines implantierten Organs in einem frühen Stadium erfassen soll. Der Sensor erkennt ein bestimmtes Protein, das bei einer solchen Reaktion freigesetzt wird. Ein Arzt könnte eine Nadel, die mit solchen Sensoren besetzt ist, in der Nähe des transplantierten Organs in den Körper des Patienten einführen und prüfen, ob das Protein dort vorhanden ist. Entsprechend kann er dann die Dosis des Medikaments, das die Abstoßung verhindert, anpassen.

"Es gibt bereits Sensoren, die diese Proteine sehr gut nachweisen, die bestehen aber aus Silizium. Ich habe mich gefragt, ob wir nicht eine Beschichtung entwickeln können, die das Silizium schützt und es ermöglicht, dass es in direktem Kontakt mit Blut, Körperflüssigkeiten und lebendem Gewebe funktioniert", sagte Berger. Mit der Technik, die bereits zum Patent angemeldet ist, sollen sich auch günstige Chips herstellen lassen, die dauerhaft in den Körper eingesetzt werden.


Subsessor 12. Jun 2013

kann die panik schon sehr gut verstehen. würde auch lieber sofort sterben weil mein...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Administrator/MS Dynamics NAV Systembetreuer (m/w)
    EMK Münzen & Edelmetalle, Erftstadt
  2. Teamleiter Web Development (m/w) Schwerpunkt Enterprise Applications & moderne Web Frameworks - Front- & Backend
    GIGATRONIK Stuttgart GmbH, Stuttgart
  3. Datenbankentwickler (m/w)
    über Jobware Personalberatung, Braunschweig
  4. Teamleiter SAP BI/BO (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. PREIS-TIPP: SanDisk SDSSDP-128G-G25 SSD 128GB
    49,99€
  2. TIPP: Zotac ZT-90101-10P NVIDIA GeForce GTX970 Grafikkarte
    319,04€
  3. Patuoxun Dragons Wireless Gaming Maus 4000 DPI [800/1600/2400/4000] mit 500 Hz Return-Rate
    29,99€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Berlin E-Prix

    Motoren, die nach Star Wars klingen

  2. Licht

    Indoor-Navigationssystem führt zu Sonderangeboten im Supermarkt

  3. Handmade

    Amazon bereitet Marktplatz für Handgefertigtes vor

  4. BND-Skandal

    EU-Kommissar Oettinger testet Kryptohandy

  5. BND-Affäre

    Keine Frage der Ehre

  6. Sensor ausgetrickst

    So klaut man eine Apple Watch

  7. CD Projekt Red

    The Witcher 3 hat Speicherproblem auf Xbox One

  8. Microsoft

    OneClip soll eine Cloud-Zwischenablage werden

  9. VR-Headset

    Klage gegen Oculus-Rift-Erfinder Palmer Luckey

  10. Salesforce

    55 Milliarden US-Dollar von Microsoft waren zu wenig



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Apps für Googles Cardboard: Her mit der Pappe!
Apps für Googles Cardboard
Her mit der Pappe!
  1. Game of Thrones Auf der Mauer weht ein eisiger Wind
  2. VR im Journalismus So nah, dass es fast wehtut
  3. Deep angespielt "Atme tief ein und tauche durch die virtuelle Welt"

SSD HyperX Predator im Test: Kingstons Mischung ist gelungen
SSD HyperX Predator im Test
Kingstons Mischung ist gelungen
  1. Z-Drive 6300 Neue SSD bietet bis zu 6,4 TByte Speicherplatz
  2. Crucial BX100 und MX200 im Test Mehr SSD pro Euro gibt's derzeit nicht
  3. Plextor M6e Black Edition im Kurztest Auch eine günstige SSD kann teuer erkauft sein

Parrot Bebop im Test: Die Einstiegsdrohne
Parrot Bebop im Test
Die Einstiegsdrohne
  1. Hycopter Wasserstoffdrohne soll vier Stunden fliegen
  2. Drohne Der Origami-Copter aus der Schweiz
  3. Filmindustrie James Cameron unterstützt Drohnenwettbewerb

  1. Re: Scharfes Detail: Schampusdusche vor allem für...

    Pixxel | 23:18

  2. Re: Dann lieber Rolex

    Tzven | 23:12

  3. Re: Rückbesinnung auf alte Stärken

    Clouds | 23:09

  4. Re: Recherchiert Golem vor der Veröffentlichung...

    Baron Münchhausen. | 23:04

  5. "Handy hat ja gar keine Wählscheibe!"

    Das Original | 22:51


  1. 21:43

  2. 14:05

  3. 12:45

  4. 10:53

  5. 09:00

  6. 15:05

  7. 14:35

  8. 14:14


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel