Anzeige
IMHO: Twitter setzt Facebook unter Druck
(Bild: Martin Weigert)

IMHO Twitter setzt Facebook unter Druck

Facebook muss sich neu erfinden, um seine Stellung als führendes soziales Netzwerk zu behaupten. Doch dies ist ein kompliziertes Unterfangen. Der Druck durch Twitter wächst.

Anzeige

Facebook befindet sich an einem äußerst kritischen Punkt. Zwar nähert sich die Zahl aktiver Nutzer laut jüngsten Unternehmensangaben mit 955 Millionen der magischen Milliardenmarke, doch in immer mehr Ländern stößt das soziale Netzwerk an eine Sättigungsgrenze. Die Folge: Das Anwenderwachstum verlangsamt sich, mitunter verlassen sogar mehr Mitglieder den Dienst, als neue hinzukommen. Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz und in den USA sind derartige Tendenzen erkennbar.

Diese Entwicklung kommt weder überraschend noch ist sie für das jetzt börsennotierte Unternehmen ein Drama - schon weil es neben dem Social Network auch als soziale Plattform für große Teile des kommerziellen Internets verankert ist. Doch sie signalisiert den Eintritt in eine neue, heikle Phase des Produktlebenszyklus - eine, die von zunehmender Unzufriedenheit der Anwender, immer aggressiveren Vorstößen, einem sinkenden Aktienkurs und dem Druck geprägt ist, neue Umsatzquellen zu erschließen und endlich zuverlässig hohe Gewinne zu produzieren. Hinzu kommt, dass die Benutzeroberfläche und Struktur von Facebooks Desktop-Angebot nach all den Jahren trotz einiger tiefgreifender Überarbeitungen niemanden mehr vom Hocker reißt - von der seit jeher wenig beeindruckenden mobilen Oberfläche ganz zu schweigen.

Facebook steht unter bisher nicht gekanntem Druck

Möchte der kalifornische Internetkonzern seine führende Stellung als Social-Networking-Destination behalten und sich nicht allein auf seine Rolle als Identitätsanbieter und soziales Webbetriebssystem für externe Sites beschränken, muss es sich neu erfinden. Zwar hat die Vergangenheit gezeigt, dass Facebook ein Meister des Durchsetzens zu Anfang unbeliebter Veränderungen ist. Allerdings agierte es dabei stets präventiv und somit ohne Druck.

Jetzt jedoch hat es einen Punkt erreicht, an dem viele Anwender bewusst erkennen oder unbewusst fühlen, dass sie das bisherige Angebot nicht mehr so zufrieden stellt und unterhält wie einst. Dadurch entsteht eine öffentliche Erwartungshaltung, die durch die aus dem Börsengang resultierende Notwendigkeit, künftig alle drei Monate glänzende Geschäftszahlen vorzulegen, noch an Brisanz gewinnt. Diesem Druck standzuhalten, ist nicht unmöglich, aber eine für das Unternehmen mit Sitz in Menlo Park und seinen jungen Chef Mark Zuckerberg bisher einzigartige Herausforderung.

Viele Hundert Facebook-Entwickler, -Designer und -Produktmanager werden in diesen Tagen fieberhaft an der nächsten Generation des sozialen Netzwerks arbeiten, so viel ist sicher. Doch auch eine aufsehenerregende, die künftige Ausrichtung des Unternehmens beeinflussende Übernahme ist angesichts der brenzligen Situation nicht auszuschließen. Bisher fiel Facebook vor allem durch sogenannte Talentakquisitionen auf, bei denen nicht die aufgekauften Services im Mittelpunkt standen, sondern ihre Gründer und Teams.

Eine Ausnahme bildete die Übernahme von Instagram - deren Zweck war nicht nur die Rekrutierung der Macher der beliebten Foto-Applikation, sondern auch, die Entstehung eines potenziellen Kontrahenten oder die Übernahme durch einen Wettbewerber zu verhindern. Strategisch ist es für Facebook aus heutiger Sicht wenig sinnvoll, Instagram eigenständig weiterzuführen - eine Abwicklung allerdings würden 80 Millionen Instagram-Mitglieder dem blau-weißen sozialen Netzwerk sehr übel nehmen. Zu viele, um einen derartigen Schritt zu vollziehen.

Twitters Lage ist trotz Kritik komfortabler 

eye home zur Startseite
SSD 03. Aug 2012

Diese 140-Zeichen-Grenze lässt imho nur kleinere Statusmeldungen zu, aber für...

elitezocker 02. Aug 2012

Der Autor hat die Situation für Facebook das sehr schön zusammengefasst. Einzig dass das...

Genforscher 02. Aug 2012

Vergebliche Liebesmüh ! Facebook resp. dessen oberster Anführer haben weder Visionen...

yoyoyo 02. Aug 2012

Es ist mehr ein soziales Bewusstsein. Wuerde jeder jeden Gedanken twittern und taggen...

wolfnagel 02. Aug 2012

So dachte ich auch, bis letztens bei Facebook ein Werbebanner auftauchte: "You have MS...

Kommentieren



Anzeige

  1. Produktsoftware-Entwickler/in
    Robert Bosch GmbH, Tamm
  2. Datenbank- und Business-Intelligence-Admini- stratoren (m/w)
    ARI Fleet Germany GmbH, Koblenz, Stuttgart oder Eschborn bei Frankfurt am Main
  3. Senior IT Architect / Solution Architect (m/w) Security Application Operation
    Daimler AG, Stuttgart
  4. Solution Architect/Lösungsarchit- ekt (m/w)
    BCT Technology AG, Willstätt

Detailsuche



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. GRATIS: Battlefield 4: Final Stand-DLC und Medal of Honor Pacific Assault
  2. NEU: Battlefield 4 - [PC]
    9,98€ USK 18
  3. VORBESTELLBAR: No Man's Sky - Limited Edition - [PlayStation 4]
    79,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Hyperloop

    HTT will seine Rohrpostzüge aus Marvel-Material bauen

  2. Smartwatches

    Pebble 2 und Pebble Time 2 mit Pulsmesser

  3. Kickstarter

    Pebble Core als GPS-Anhänger für Hacker und Sportler

  4. Virtual Reality

    Facebook kauft Two Big Ears für 360-Grad-Sound

  5. Wirtschaftsminister Olaf Lies

    Beirat der Bundesnetzagentur gegen exklusives Vectoring

  6. Smartphone-Betriebssystem

    Microsoft verliert stark gegenüber Google und Apple

  7. Onlinehandel

    Amazon startet eigenen Paketdienst in Berlin

  8. Pastejacking im Browser

    Codeausführung per Copy and Paste

  9. Manuela Schwesig

    Familienministerin will den Jugendschutz im Netz neu regeln

  10. Intels Compute Stick im Test

    Der mit dem Lüfter streamt (2)



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Doom im Test: Die beste blöde Ballerorgie
Doom im Test
Die beste blöde Ballerorgie
  1. id Software Doom wird Vulkan unterstützen
  2. Id Software PC-Spieler müssen 45 GByte von Steam laden
  3. id Software Dauertod in Doom

Darknet: Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
Darknet
Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
  1. Privatsphäre 1 Million Menschen nutzen Facebook über Tor
  2. Security Tor-Nutzer über Mausrad identifizieren

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. Hack von Rüstungskonzern Schweizer Cert gibt Security-Tipps für Unternehmen
  2. APT28 Hackergruppe soll CDU angegriffen haben
  3. Veröffentlichung privater Daten AfD sucht mit Kopfgeld nach "Datendieb"

  1. Re: Wer von euch nutzt Actioncams?

    Pjörn | 23:25

  2. Endlich einmal positive Nachrichten.

    jose.ramirez | 23:25

  3. Re: Mini PCs

    Moe479 | 23:21

  4. Re: Emulatoren

    Chris23235 | 23:21

  5. Re: Microsoft hat zwei Fehler gemacht

    MrX. | 23:20


  1. 19:01

  2. 18:03

  3. 17:17

  4. 17:03

  5. 16:58

  6. 14:57

  7. 14:31

  8. 13:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel