Gefahrenquelle Geschäftsmodell

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Ein eigener Chip für das Herunterladen von (im Zweifel kostenpflichtigen) Inhalten plus eine laut Sony große Festplatte, die Streaming-Möglichkeiten von Gaikai und andere Elemente der kommenden Konsole zeigen, dass mit dem Gerät anders Geld verdient werden soll als mit der Playstation 3 - nach Möglichkeit natürlich mehr, jedenfalls aus Sicht von Sony.

Zwischen fairer Demo und Lockvogelangeboten?

Sony hat für Gaikai rund 380 Millionen US-Dollar ausgegeben, und das Geld soll natürlich schnellstmöglich wieder reinkommen. Im besten Fall können Gamer neue Programme einfach mal kurz ausprobieren, und wissen dann, ob es sie interessiert oder eben nicht. Allerdings sind Marketingleute weder blöde noch Wohltäter. Sie werden Wege finden, diese sinnvollen Funktionen so zu verwenden, dass der Kunde im Zweifel erst ausprobiert und dann zahlt - und sich anschließend trotzdem ärgert.

Die bei der Konferenz angesprochenen Fähigkeiten zum Bewerben von Spielen im Freundeskreis können ebenfalls nach hinten losgehen. Erinnert sich noch jemand an die Zeit, als auf Facebook jeder dritte Eintrag im Nachrichtenstream eine Einladung für ein Socialgame war?

Bei der Pressekonferenz hat Sony in einem Nebensatz gesagt, dass Episodeninhalte und vor allem Free-to-Play-Spiele auf der Playstation 4 ohne weiteres möglich sein sollen. Das muss nichts Schlechtes sein - der Appstore, der hier wohl als Vorbild dient, ist voll mit guten kostenlosen Spielen, die sich für ein paar Cent in so etwas wie Vollversionen umwandeln lassen.

Es gibt im Free-to-Play-Bereich aber auch viele Angebote, die nicht fair sind, mit penetranter Werbung nerven oder sich als Pay-to-Win entpuppen. Hier ist Sony gefragt, eine gute Balance zu finden aus freien Entfaltungsmöglichkeiten für kreative Entwickler und dem konsequenten Schutz der Kunden vor Abzocke - das gilt vor allem für Kinder und jugendliche Spieler. Für eine Firma wie Sony, die tief in den roten Zahlen steckt und mit der PS4 möglichst viel Geld verdienen muss, könnte die Versuchung aber (zu) groß sein, im Zweifel zugunsten des nächsten Geschäftsquartals zu entscheiden.

Videoabend im Diablo-Land

Mit gemischten Gefühlen ist auch dem Share-Button auf dem neuen Dualshock-4-Controller entgegenzusehen. Schnell mal ein Video ins Netz laden ist ja gut und schön. Aber heißt das, dass wir uns künftig nicht mehr bei Diapräsentationen kreuzfahrender Bekannter, sondern bei den Präsentationen der größten Abenteuer unserer sozialen Kontakte in Diablo 3 langweilen müssen?

Die Grundvoraussetzungen für richtig gute Games bringt die Playstation 4 mit, soviel steht nach der Präsentation fest. Der Spielealltag wird sich aber voraussichtlich deutlich von dem auf der Playstation 3 unterscheiden: Es wird wahrscheinlich mehr Kommerz geben, der Zeitbedarf für das Drumherum aus sozialem Netzwerk und Community wächst. Nur wenn Sony etwa bei der Benutzeroberfläche die richtigen Schwerpunkte setzt, bleibt genug Zeit für das Wichtigste: tolle Spiele.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

 IMHO: Playstation 4 hat gute Hardware - aber auch Nerv-Potenzial

dEEkAy 26. Feb 2013

Naja, vorher haste monatlich Gebühren gezahlt und hattest alles, jetzt musst du nicht...

DJD 25. Feb 2013

http://www.ps4blog.de/Amazon_listet_PlayStation_4.html also ist es sicher, dass sie...

Marvin.R 25. Feb 2013

Allerdings ist man mit dem Pc deutlich flexibler. Was kann ich denn wirklich von der Ps3...

Hösch 25. Feb 2013

Hab ich bei keinem PS3 Spiel gesehen. Beispiel?

pLeX 24. Feb 2013

Also ich muss sagen ich war auch erst deiner Meinung, bis ich mir die Präsentation mal...

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